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An der Grenze zwischen Bayern und Tirol

Kundgebung in Oberaudorf streift das Thema der „De-Facto-Grenzschließung“ nur am Rande

Rund 300 Kundgebungsteilnehmer fanden sich auf bayerischer Seite ein, um friedlich über die Coronaschutzmaßnahmen zu diskutieren.
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Rund 300 Kundgebungsteilnehmer fanden sich auf bayerischer Seite ein, um friedlich über die Coronaschutzmaßnahmen zu diskutieren.

Direkt an der Landesgrenze Bayern-Tirol fand am Sonntagnachmittag eine länderübergreifende Kundgebung unter dem Motto „Nachbarn stehen zusammen“ statt. Auf beiden Seiten der Grenze verliefen die Veranstaltungen friedlich, thematisierten das eigentliche Thema der „De-Facto-Grenzschließung“ aber kaum.

Oberaudorf/Niederndorf – Als Versammlungsleiter und Organisator fungierte Bernd Bräuer, der bereits mit ähnlichen Veranstaltungen in Rosenheim, Freilassing, München und Wasserburg in Erscheinung getreten war. Aus Platz- und Sicherheitsgründen waren bei der Brückenkundgebung vom Landratsamt Rosenheim nur 300 Teilnehmer auf bayerischer Seite zugelassen worden, sodass 150 weitere Teilnehmer auf den zweiten Kundgebungsort am Festplatz Oberaudorf ausweichen mussten.

Mindestabstand und Maskenpflicht weitgehend eingehalten

„Zwischen den Teilnehmern musste ein Mindestabstand von zwei Metern gewahrt werden. Ausgenommen waren Personen aus einem gemeinsamen Hausstand“, so Landratsamt- Pressesprecher Michael Fischer. Nur die Versammlungsleitung und die Redner durften bei Durchsagen und Redebeiträgen die Masken abnehmen, ansonsten herrschte Maskenpflicht. Diese wurde mit wenigen Ausnahmen eingehalten.

200 Teilnehmer in Tirol

Auf Tiroler Seite spiegelte Harald Körber, Corona-Maßnahmengegner aus Kufstein, parallel eine gleichgeartete Versammlung mit rund 200 Teilnehmern. Die Brücke selbst war für beide Kundgebungen Tabu. Gleichwohl wurde den Versammlungsleitern genehmigt, an der Brücke einen Anhänger mit Luftballons in den jeweiligen Landesfarben „Weiß, Blau, Rot“ zu platzieren. Diese sollten grenzüberschreitend in den graubewölkten Himmel entlassen werden, doch das Wetter spielte nicht mit.

Nur wenige Teilnehmer gingen demonstrativ auf das eigentliche Thema der Versammlungen ein, die menschlichen Aspekte der Grenzmaßnahmen.

Erneute Kritik an der Maskenpflicht

Unter dem Titel „Nachbarn stehen zusammen“ wollten die Veranstalter ein Thema einbinden, das die grenznahen Gemeinden stark bewegt und wirtschaftlich belastet. Allerdings thematisierten die Redebeiträge auf beiden Seiten der Grenze die Probleme der „De-Fakto-Grenzschließung“ kaum. Rechtsanwalt Markus Haintz stellte stattdessen ein weiteres Mal die seiner Meinung nach entwürdigende und ungesunde Maskentragepflicht an den Pranger.

Unternehmer spricht von „Zerstörungspolitik“

Der Söchtenauer Unternehmer Markus Dettendorfer, der nach seiner Einlassung für über 1000 Unternehmen mit 25 000 Arbeitnehmern sprach, ging auf die wirtschaftlichen Folgen ein: „Jeden Tag neue Regeln, die keiner versteht, sind Zerstörungspolitik. Wir brauchen unsere unternehmerische Freiheit zurück, um Arbeitsplätze zu erhalten und Steuern zahlen zu können.“

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Versammlungsleiter und Polizeiführung waren darauf bedacht, einen sicheren und friedlichen Kundgebungsablauf zu garantieren, was vorbildlich funktionierte.

Platzverweis für Stefan Bauer

Stefan Bauer aus Rosenheim erhielt einen Platzverweis. Bauer hatte wenige Tage zuvor an der österreichischen KZ-Gedenkstätte Mauthausen die Covid-Impfung mit dem Einsatz des Giftgases Zyklon B verglichen.

Nach dem Österreichaufenthalt begab er sich nicht in die vorgeschriebene Quarantäne, sondern wollte an der Versammlung teilnehmen. Die Polizei reagierte und zeigte Bauer an.

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