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In diesem Hof stand einst eine Benzinzapfsäule, an der die Gäste des Hauses ihre Fahrzeuge kostenlos betanken durften. Foto Auer

Bei dieser Sommerserie können unsere Leser fünf attraktive Preise gewinnen: Wer die meisten Rätselfragen richtig beantwortet und etwas Glück hat, erhält einen der fünf Gutscheine über je zwei Dauerkarten für die Landesgartenschau 2010. Thema sind Geschichten aus Rosenheimer Hinterhöfen, die wir hier vorstellen.

Rosenheim - Nein das ist kein Witz! Als Josef Reuter seinen gastronomischen Betrieb eröffnete, hat er genau an dieser Stelle im Hof eine Zapfsäule installiert, wo jeder motorisierte Gast umsonst betankt wurde. Zugegebenermaßen ist das fast 120 Jahre her. Die Automobile waren noch nicht so häufig und der Treibstoff erschwinglicher.

Seine Urenkelin, die heute den Betrieb führt, fände einen solchen Werbe-Gag überhaupt nicht komisch. Erst im Nachhinein komisch war ein Erlebnis, das sie 1974 hatte. Als besondere Attraktion war im Restaurant eine "Chilenische Woche" angekündigt. Dazu wurde auch eine chilenische Musikantengruppe engagiert, die damals vor dem Pinochet-Regime nach Deutschland geflüchtet war und jede Unterstützung brauchen konnte.

Ganz Deutschland war zu jener Zeit auch im Terrorismusfieber. Die Baader-Meinhof-Gruppe wurde überall vermutet. Ein "aufmerksamer" Nachbar hatte im Auto der Musikanten eigenartige Gerätschaften entdeckt, die er für Granatwerfer, Mörser oder ähnliche Kriegswaffen hielt.

Die zwar exotischen, aber dennoch harmlosen Instrumente der Kapelle verschafften der Chefin einen gehörigen Schrecken. Plötzlich war das Haus rundum von einem großen Polizeiaufgebot umstellt, und die Musikanten wähnten sich vom totalitären Regime der Heimat bis nach Bayern verfolgt. Erst die leibhaftige Vorführung der so verkannten Musikinstrumente konnte die Gesetzeshüter von der Harmlosigkeit der verdächtigen Geräte überzeugen.

An der Front dieses Hauses wird die Leistung und die Person eines Mannes gewürdigt, der vom Großvater der Besitzerin unterstützt, heute würde man sagen "gesponsert" wurde.

Wie heißt der Mann, der da gewürdigt wird, und welche Leistung hat er vollbracht?

Die richtige Antwort unter dem Stichwort "Hinterhof-Preisrätsel, Folge 2" per Postkarte an das Oberbayerische Volksblatt, Hafnerstraße 5 - 13, 83022 Rosenheim, schicken. Einsendeschluss ist a Dienstag, 15. September (Poststempel). Mitarbeiter des OVB-Medienhauses dürfen nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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