Olympiasieger Fischer trainiert mit Realschulen - Zehn Schüler für Finale im Biathlon-Camp qualifiziert

Konzentration und Kondition fördern

Biathlet Fischer feuerte die jungen Sportler unermüdlich an und gab Tipps beim Laufen und Schießen. Foto : Schlecker

Rosenheim - Einen ganz besonderen Sportunterricht erlebten die Schüler der Johann-Rieder-Realschule. Sommerbiathlon stand auf dem Programm und die Buben und Mädchen maßen sich auf einem Laufparcour und beim Lasergewehrschießen. Alle gaben ihr Bestes, sie wurden von einem Profi genau beobachtet. Zu Gast war "Biathlon-Legende" Fritz Fischer, Olympiasieger von Albertville 1992.

Fischer führt zur Zeit an mehreren Realschulen ein Projekt durch, mit dem er Schüler für "seinen" Sport begeistern will. "Mir gefällt diese Null-Bock-Mentalität bei den Jugendlichen überhaupt nicht. Viele wollen sich nicht mehr bewegen. Dagegen wollte ich etwas unternehmen", so der erfolgreiche Biathlet.

Kindern müsse man einen facettenreichen Sportunterricht bieten, um den Spaß an der Bewegung zu fördern. Biathlon sei dabei eine Sportart, bei der Konzentration und Kondition gefördert werden.

Die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling stellte sich als Sponsor zur Verfügung und finanzierte der Johann-Rieder-Realschule in Rosenheim und der Wilhelm-Leibl-Realschule in Bad Aibling beispielsweise die Ausrüstung mit.

Seit Wochen bereiten sich Schüler und Lehrer auf den Wettkampf vor, geübt wurde mit ungefährlichen Lasergewehren. Eine besondere Herausforderung war dabei der Wechsel vom kraftvollen Laufen zum konzentrierten Schießen, wie auch Schulleiterin Stephanie Keil feststellte. Sie wollte eigentlich bei der Lehrer-Staffel mitmachen, stellte aber fest: "Es ist ganz schön schwierig, nach dem Laufen das Gewehr ruhig zu halten. Ich habe immer daneben geschossen." Darum habe sie ihren Kollegen den Vorrang gelassen. Diese zeigten sich, genau wie die Mädchen- und Bubenstaffel, die sich nach einer Vorauswahl durch die Sportlehrer in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 für diesen Wettkampf qualifiziert hatten, von ihrer sportlichen Seite.

Alle waren mit Feuereifer dabei und manche kamen am Schluss ganz schön außer Atem im Ziel an. "Einfach ist das nicht. Aber es macht Spaß", stellte etwa die zehnjährige Anika fest, die sich selbst "als sehr sportlich" bezeichnet. Fischer feuerte die jungen Sportler unermüdlich an und gab immer wieder Tipps beim Laufen und Schießen. Obwohl der Sportler seine Olympia-Goldmedaille schon 1992 gewann, fand er nach dem Wettkampf für seine Autogrammkarten reißenden Absatz.

Insgesamt wurden zehn Sieger aus den einzelnen Jahrgangsstufen ermittelt, die eine Buben- und eine Mädchenstaffel bilden. Diese fahren Anfang Juli zum Finalw ins Fritz-Fischer-Biathlon-Camp nach Ruhpolding. wu

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