Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Einstimmige Entscheidung in Rosenheim

Kommt jetzt die nächste Baustelle? Stadträte wollen Neubau der Mangfallkanal-Brücke

Aufgeplatzter Beton und marode Geländer: Die Mangfallkanalbrücke ist in einem schlechten Zustand – und soll jetzt neu gebaut werden.
+
Aufgeplatzter Beton und marode Geländer: Die Mangfallkanalbrücke ist in einem schlechten Zustand – und soll jetzt neu gebaut werden.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
    schließen

Die Mangfallkanalbrücke in der Äußeren Münchener Straße ist vielen Bürgern schon lange ein Dorn im Auge. Nicht nur wegen des schlechten Zustands, sondern auch wegen ihrer Zweispurigkeit. Doch eine Lösung ist in Sicht.

Rosenheim – Der Beton ist abgeplatzt, die Geländer sind marode und an manchen Stellen blitzt der Stahl durch: Die Mangfallkanalbrücke, die im Jahr 1963 erbaut wurde, ist in einem schlechten Zustand. Und das schon seit etlichen Jahren. Bei der letzten einfachen Prüfung vor drei Jahren haben Bauwerksprüfingenieure der Brücke die Note 2,9 gegeben. Gerade noch ausreichend hätte man dazu in der Schule gesagt.

CSU bringt Thema zurück auf die Tagesordnung

Bereits 2014 hatten sich die Stadträte deshalb für die Planung eines Ersatzneubaus ausgesprochen. Viel passiert ist seitdem nicht. Bis die Rosenheimer CSU das Thema kurz vor Weihnachten wieder zurück auf die Tagesordnung brachte.

In einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) forderten sie die Verwaltung auf, dass im Investitionsprogramm der Stadt für die Kalenderjahre 2021 bis 2025 Mittel für den vierspurigen Ausbau der Mangfallkanalbrücke an der Äußeren Münchener Straße mit Geh- und Radwegunterführungen auf beiden Seiten des Kanals eingestellt werden.

Einzige Engstelle im vierspurigen Verlauf

„Die Mangfallbrücke stellt die einzige Engstelle im ansonsten vierspurigen Verlauf der Äußeren Münchener Straße vom Brückenberg bis zum Kreisel in der Schwaig dar“, begründete Daniel Artmann, Zweiter Bürgermeister der Stadt, den Antrag. Zudem gibt es in seinen Augen keine Möglichkeit für Fußgänger und Radfahrer die Äußere Münchener Straße sicher und höhenfrei zu queren.

„Es besteht lediglich eine Querungsmöglichkeit mit einer Druckknopfampel. Die zweispurige Brücke und die Druckknopfampel bilden auf der wichtigsten und befahrensten Einfahrtsstraße ein Nadelöhr“, hieß es vonseiten der CSU.

Notwendigen Eckpunkte für Planung

In der Dezember-Sitzung des Stadtrates stimmte eine Mehrheit der Mitglieder für den Antrag und beauftragte damit die Verwaltung, die notwendigen Eckpunkte für die Planung der Brücke vorzulegen, mit dem Ziel, den Neubau der Brücke so schnell wie möglich, spätestens ab 2024 baulich umzusetzen.

Getrennte Geh- und Radwegführung

Die Mitglieder des Radentscheids hatten sich bereits zuvor dafür ausgesprochen, dass auf der Brücke eine getrennte Geh- und Radwegführung entsteht und die nördliche Unterführung für einen Radschnellweg verbreitert wird. „Die Vorgaben des Radentscheids auf der Brücke führen zu einer Verbreiterung des Brückenquerschnitts um 4,20 Meter und einer dadurch bedingten Verlängerung der Radwegeunterführung“, heißt es aus dem Rathaus.

Verbreiterung von drei auf sechs Meter

Die nördliche Unterführung müsste zudem von drei auf sechs Meter verbreitert werden. „Das finde ich überzogen“, sagte Stadtrat Hans Peter Lossinger (CSU). Es gebe in Rosenheim Straßen, die diese Breite noch nicht einmal aufweisen könnten.

Dass jetzt ein Radweg sechs Meter breit sein soll, könne er nicht nachvollziehen. Oberbürgermeister Andreas März (CSU) erinnerte Lossinger an die Vorgaben des Radentscheids, sagte, dass es für einen Radschnellweg keine andere Option gebe. Aus Sicht der Verwaltung könnte dann jedoch die bisher südlich geplante Unterführung entfallen, da eine großzügige Querung im Norden vorhanden wäre.

Grundstücke noch verfügbar?

In den kommenden Monaten sollen jetzt statische Untersuchungen durchgeführt werden. So muss beispielsweise geprüft werden, wie tragfähig die Kiesschichten aufgrund des Seetons sind. Zudem muss untersucht werden, ob die Grundstücke nach wie vor verfügbar sind, auch mit Blick auf die Verbreiterung der Brücke. Für die Überarbeitungen der bereits vorhandenen Planungen rechnet die Verwaltung mit Kosten in Höhe von 150.000 Euro.

Grüne wollen keine vier Spuren

Einstimmig haben sich die Politiker in der jüngsten Sitzung des Stadtrates jetzt darauf geeinigt, die überplanmäßigen Mittel im Haushalt bereitzustellen und mit den Planungen zu beginnen. Einwände gab es lediglich aus den Reihen der Grünen, die zwar für den Neubau stimmten, aber auch noch einmal klar machten, dass sie gegen den vierspurigen Ausbau der Äußeren Münchener Straße sind.

Mehr zum Thema

Kommentare