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Corona-Inzidenz schießt hoch – OB richtet Appell an Bürger

Kommt jetzt die 2G-Regel? Rosenheimer Fraktionen fordern Verwaltung und Behörde zum Handeln auf

In den Rosenheimer Clubs und Diskotheken gilt ab Montag, 1. November, eine 2G-Regel. Zudem gibt es eine FFP2-Maskenpflicht in allen Bereichen, wo bisher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske galt.
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In den Rosenheimer Clubs und Diskotheken gilt ab Montag, 1. November, eine 2G-Regel. Zudem gibt es eine FFP2-Maskenpflicht in allen Bereichen, wo bisher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske galt.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Hohe Inzidenzzahlen und Corona-Nachverfolgungen, die teils mehrere Tage dauern, haben in der Stadt für Diskussionen gesorgt. Die SPD schlägt eine 2G-Regel vor, die CSU zumindest eine Aufstockung der Kapazitäten im Gesundheitsamt. Beide Forderungen sollen jetzt – zumindest zum Teil – umgesetzt werden.

Rosenheim – Mit Sorge hat Abuzar Erdogan in den vergangenen Wochen die steigenden Corona-Infektionszahlen beobachtet. „Die Intensivstationen sind voll belegt“, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD während der Sitzung und forderte die Verwaltung zum Handeln auf. Um das Gesundheitssystem zu entlasten, schlug er die Einführung der 2G-Regel vor.

Demnach wäre beispielsweise der Besuch der Innengastronomie oder von Konzerten nur noch für Geimpfte und Genesene möglich. Für Ungeimpfte würde das bedeuten, dass sie an bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens nicht mehr teilhaben könnten.

Gemeinsame Abstimmung mit den Landkreisen

Zumindest in Clubs und Diskotheken soll dieser Vorstoß ab Montag, 1. November, umgesetzt werden. Das hat die Stadt bekannt gegeben. Sie hat sich gemeinsam mit den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein, Altötting und Berchtesgadener Land auf eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen geeinigt. Neben der 2G-Regel in Clubs gibt es auch eine FFP2-Maskenpflicht in allen Bereichen, wo bisher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske galt.

Hierzu zählen beispielsweise Supermärkte, Einzelhandel, Freizeiteinrichtungen und der Öffentliche Personennahverkehr. Ausgenommen von der FFP2-Maskenpflicht bleiben Schulen und der Arbeitsplatz – hier gelten weiterhin die bayernweiten Regelungen. „Die jetzt ergriffenen Maßnahmen sind angesichts der hohen Belastung der Romed-Kliniken mit Covid-Patienten leider unumgänglich, obwohl ich auf die neuerliche Verschärfung gerne verzichtet hätte“, sagte Oberbürgermeister März.

Söder will Maßnahmen ebenfalls verschärfen

Bereits am Donnerstag hatte sich Ministerpräsident Markus Söder dafür ausgesprochen, die Corona-Maßnahmen in ganz Bayern zu verschärfen. Demnach müssen Schüler nach dem Ende der Herbstferien auch im Unterricht wieder Masken tragen. Zudem könnte sich Söder Medienberichten zufolge durchaus eine 3G-Plus-Regel (PCR-Test statt Antigen-Schnelltest) beziehungsweise eine 2G-Regel vorstellen.

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Auch soll über eine Regionalisierung der Krankenhausampel nachgedacht werden. Eine endgültige Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen. Ob die 2G-Regel in Rosenheim dann noch weiter ausgeweitet werden soll, scheint zumindest im Moment noch offen.

49 Fallermittler momentan im Einsatz

Aber es sind nicht nur die vollen Intensivstationen und die hohen Inzidenzen, die den Stadträten Sorgen bereiten. Auch die Nachverfolgung der Kontaktpersonen dauert ihnen viel zu lange. „Teilweise erfahren Betroffene erst fünf Tage später, dass sie Kontakt hatten“, sagte Stadtrat Florian Ludwig (CSU) während der Sitzung. Seiner Meinung bedarf es deshalb einer Aufstockung der Kapazitäten im Gesundheitsamt.

13 Ärzte und 93 weitere Kräfte in Pandemiebekämpfung eingebunden

Im Moment sind – laut Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes – 13 Ärzte sowie 93 weitere Kräfte in die tägliche Arbeit der Pandemiebekämpfung eingebunden. In der Kontaktnachverfolgung seien aktuell 49 Fallermittler eingesetzt, bestehend aus internen sowie externen Kräften. Weitere Bereiche, die sowohl zeitliche als auch personelle Ressourcen binden, seien das Meldeteam, die Corona-Hotline sowie verschiedene Schwerpunktteams, welche sich um die Betreuung von Fällen in Schulen, Kindergärten, Altenheimen oder Krankenhäusern kümmern.

Kontaktpersonen nicht mehr zeitnah verständigt

„Aufgrund des massiven Anstiegs der Fallzahlen ist es dem Staatlichen Gesundheitsamt seit geraumer Zeit nicht mehr möglich, Kontaktpersonen zeitnah telefonisch zu verständigen“, sagt Fischer.

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Um die entsprechenden Personen trotzdem mit den wichtigsten Informationen versorgen zu können, werde an jeden Infizierten noch am selben Tag ein Brief geschickt. Inhalt: Handlungsanweisungen für Infizierte und deren Kontaktpersonen sowie die Bitte, diese Informationen umgehend an diejenigen Personen weiterzuleiten. „Sollten hierzu Fragen oder Unklarheiten bestehen, steht den Bürgern die Corona-Hotline zu den bekannten Zeiten zur Verfügung“, teilt Fischer mit.

Appell an die Rosenheimer Bürger

Um die tagesaktuelle Nachverfolgung dennoch wieder sicherstellen zu können, sei für die kommende Woche die Unterstützung durch weitere zehn Reservisten angefordert wurden. „Außerdem wird zur kommenden Woche bis auf Weiteres eine nicht unerhebliche Zahl interner Unterstützungskräfte an das Staatliche Gesundheitsamt abgeordnet“, sagt Fischer.

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Angestrebte Herdenimmunität erreichen

Währenddessen richtet sich Oberbürgermeister März mit einem Appell an die Bürger: „Nur bei weiteren erheblichen Impffortschritten lässt sich die angestrebte Herdenimmunität erreichen. Jeder, der sich nicht impfen lässt, muss angesichts der bisherigen Erfahrungen mit dem Virus wissen, dass er sich damit für die Infektion entscheidet – mit all ihren Folgewirkungen, mit denen das medizinische Personal und die Pflegekräfte auf unserer Intensivstation tagtäglich konfrontiert sind.“

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