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Einstimmige Entscheidung im Verkehrsausschuss

Kommen jetzt die Parkgebühren für die Rosenheimer Loretowiese? Gremium mit klarer Haltung

Über eine mögliche Bewirtschaftung der Rosenheimer Loretowiese haben jetzt die Mitglieder des Verkehrsausschusses diskutiert.
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Über eine mögliche Bewirtschaftung der Rosenheimer Loretowiese haben jetzt die Mitglieder des Verkehrsausschusses diskutiert.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Parkplätze und Parkgebühren sorgen in Rosenheim immer wieder für erregte Diskussionen. Jetzt könnte das Thema erneut an Fahrt gewinnen, denn in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses wurde einstimmig beschlossen, dass noch mehr Parkplätze in der Stadt bewirtschaftet werden sollen. Doch offene Fragen gibt es auch weiterhin.

RosenheimDas kostenlose Parken auf der Loretowiese könnte bald Geschichte sein. Nur mit der Frage nach dem Wann tun sich die Stadträte noch schwer. „Wir brauchen erst Alternativen“, sagte Herbert Borrmann, Fraktionsvorsitzender der CSU, während der Sitzung.

Er erinnerte daran, dass auf der Loretowiese vor allem Polizisten, Klinikum-Mitarbeiter und Lehrer parken würden. „Wir können nicht von den Arbeitnehmern verlangen, dass sie 60 Euro oder mehr bezahlen“, ergänzt Borrmann. Damit das nicht passiere und auch der Parkraumdruck nicht verstärkt werde, braucht es in seinen Augen ein Gesamtkonzept.

Wie viel Geld verliert die Stadt durch Nicht-Bewirtschaftung?

Doch genau darauf will Stadträtin Daniela Dieckhoff (Grüne) eben nicht warten. Zwar begrüßt sie, dass die Parkzone 2 im Rahmen des Parkraumkonzeptes erweitert wird, kritisierte aber die Tatsache, dass es mit der Bewirtschaftung der Loretowiese noch immer nicht vorwärtsgeht. „Ich frage mich, wie viel Geld die Stadt im Jahr durch die Nicht-Bewirtschaftung der Loretowiese und des Kaiserbads verliert“, sagte sie.

Doch genau das ist laut dem Zweiten Bürgermeister der Stadt, Daniel Artmann (CSU), gar nicht so viel wie man meinen könnte. Grund hierfür seien unter anderem die Markierungen, die auf der Loretowiese angebracht werden müssten. Dadurch würden weniger Parkplätze zur Verfügung stehen. Zudem würde eine Schranke keinen Sinn machen, stattdessen müsste ein Parkautomat aufgestellt werden. „Wir brauchen erst ein sinnvolles System und dann müssen wir schauen, wie wir die Bewirtschaftung vorantreiben“, sagte er.

Prämie für Bus- und Radfahrer?

Konsens herrschte zumindest darüber, dass die Bewirtschaftung von Parkplätzen im öffentlichen Raum ausgeweitet werden muss. So wird im Moment darüber nachgedacht, nicht nur den Bereich Am Roßacker als Parkzone 2 auszuweisen, sondern auch das Bahngelände sowie alles rund um das Klinikum – also auch die Loretowiese und das Kaiserbad.

Eine Übersicht über das Parkraumkonzept der Stadt. Im linken Bild ist der aktuelle Zustand zu erkennen, im rechten eine mögliche Erweiterung der Zone 2.

Kritik an der Gesamtsituation äußerte Peter Weigel (Grüne). In seinen Augen ist es nicht gerecht, dass diejenigen, die mit dem Bus in die Stadt fahren, Geld bezahlen müssen, während die Autofahrer mit einem kostenlosen Parkplatz auf der Loretowiese belohnt werden würden.

Vorstellbar wäre deshalb, dass auch Bürger, die mit dem Bus fahren, einen finanziellen Anreiz erhalten. „Dann müsste es auch eine Prämie für die Radfahrer geben, die täglich 30 Kilometer in die Arbeit fahren“, sagte Borrmann. Er unterstrich nochmals, dass man nicht erst Parkgebühren einführen könne und dann erst über Alternativen nachdenke. „Das ist nicht unsere Politik“, sagte er.

Diskussion im nächsten Ausschuss

Weil es sowohl zu den Gebühren in den städtischen Parkhäusern, als auch der Bewirtschaftung der Loretowiese noch Diskussionsbedarf gibt, schlug die Verwaltung vor, die Punkte nochmals im Haupt- und Finanzausschuss zu besprechen.

Der Erweiterung des Parkraummanagementgebiets stimmten die Stadträte jedoch einstimmig zu. Damit steht fest: Ein Großteil der bisher noch kostenlosen Parkplätze soll bewirtschaftet werden. Nur wann es soweit sein soll, steht im Moment eben noch nicht fest.

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