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„Das kann so nicht weitergehen“

Sind Wildbiesler Schuld? Kolbermoorerin verärgert über defekten Fahrstuhl am Rosenheimer Bahnhof

Will, dass sich etwas ändert: Josefine Ulshöfer aus Kolbermoor ist immer wieder am Roseheimer Bahnhof unterwegs.
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Will, dass sich etwas ändert: Josefine Ulshöfer aus Kolbermoor ist immer wieder am Roseheimer Bahnhof unterwegs.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Immer wieder kommt es vor, dass der Aufzug an der Klepperstraße am Rosenheimer Bahnhof kaputt ist. Die Stadt kennt das Problem und appelliert an die Vernunft der Bürger. Diese wiederum würden sich von der Verwaltung mehr Engagement wünschen – und liefern gleich eine entsprechende Lösung.

Rosenheim – Es muss an einem Vormittag unter der Woche gewesen sein, als Josefine Ulshöfer entschied, dass sie die Situation nicht mehr länger hinnehmen will. „Das kann so nicht weitergehen“, sagt sie.

Sie kommt aus Kolbermoor, ist immer wieder am Rosenheimer Bahnhof unterwegs, und muss des Öfteren feststellen, dass der Fahrstuhl an der Klepperstraße nicht funktioniert.

Rollstuhlfahrer sitzen vor verschlossenen Türen

Sie erzählt von Radfahrern, die ihre E-Bikes die Treppe hochtragen müssten und Rollstuhlfahrern, die verzweifelt vor den geschlossenen Türen des Fahrstuhls säßen. „Für Rollstuhlfahrer ist die Situation äußerst schwierig“, sagt Ulshöfer.

Das wisse sie auch deshalb, weil ihr Bruder im Rollstuhl sitze und auf dem Rosenheimer Bahnhof schon so manche Odyssee erlebt habe. „Ich würde mir von der Stadt wünschen, dass da mehr passiert“, sagt sie.

Oft mutwillig beschädigt

Die Stadt, in deren Verantwortung der Fahrstuhl liegt, kennt das Problem, weist aber auch darauf hin, dass der Aufzug in den meisten Fällen mutwillig beschädigt wurde. So hätten Unbekannte in der Vergangenheit unter anderem Eistüten in den Fahrstuhl geklemmt, was dazu geführt habe, dass die Lichtschranke repariert werden musste. Ein anderes Mal hätten Wildbiesler die Elektronik zerstört.

Wenn Monteure ausrücken müssen

„Einige Reparaturen können per Fernzugriff vorgenommen werden, bei anderen müssen die Monteure ausrücken“, heißt es aus dem Rathaus. Das wiederum würde Zeit in Anspruch nehmen, in welcher der Fahrstuhl nicht genutzt werden kann.

Zwischen 9000 und 10.000 Fahrten pro Monat

Neben den Fremdeinwirkungen komme hinzu, dass der Fahrstuhl „unheimlich stark frequentiert ist“. Ein Sprecher der Stadt spricht von 9000 bis 10.000 Fahrten pro Monat. „Dadurch kommt es zu gewissen Abnutzungserscheinungen.“ Er appelliert an die Vernunft der Bürger und bittet darum, dass sorgsam mit dem Fahrstuhl umgegangen wird.

Forderung nach Kampagne

Doch dieser Appell alleine reicht Josefine Ulshöfer nicht. Stattdessen würde sie sich vonseiten der Stadt eine Kampagne wünschen. „Wenn die Stadt weiß, dass es dieses Problem gibt, muss sie sich etwas überlegen“, sagt die Kolbermoorerin.

Sie wünscht sich eine Videoüberwachung, hinterfragt, ob es nicht sinnvoll sei, wenn die Beamten der Bundespolizei die Stelle rund um den Fahrstuhl verstärkt kontrollieren würden. Plakate, die darauf hinweisen, dass Rollstuhlfahrer auf das Transportmittel angewiesen sind, könnte sich Ulshöfer vorstellen.

In Absprache mit Bundespolizei

Zumindest in Sachen Videoüberwachung scheint es vorerst keine Veränderungen zu geben. „Am Bahnhof Rosenheim ist keine Videoüberwachung installiert“, teilt eine Sprecherin der Bahn mit. An welchen Bahnhöfen Videotechnik installiert wird, legt die Deutsche Bahn gemeinsam mit der Bundespolizei nach einem Kriterienkatalog fest. „Dabei spielen Fahrgastfrequenz, die Anzahl von Zughalten und die polizeiliche Statistik eine zentrale Rolle“, sagt die Bahn-Sprecherin.

Sicherheit der Fahrgäste im Vordergrund

Im Fokus stehe die Sicherheit der Reisenden, der Bahnhofsbesucher sowie der Mitarbeiter der Deutschen Bahn.

„Eine Anpassung der Videotechnik aus Sicherheitsgründen erfolgt in Bahnhöfen ausschließlich in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden“, sagt die Bahnsprecherin. Dass es in dieser Sache eine Anpassung braucht, davon ist zumindest Josefine Ulshöfer überzeugt.

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