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Kleine Leute zeigen großes Talent: Erfolgreicher Vorlesewettbewerb in Rosenheim

Diese acht Sechstklässler haben beim Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs in der Stadtbibliothek aus ihren Lieblingsbüchern vorgelesen: Kristina Hörnig, Elisabeth Zagler und Siegerin Hannah Ripka (hinten, von links), Jonas Jdzikowski, Eileen Weisenseel, Emma Socher, Lena Schönfeld und Joy Foltyn (vorne, von links). Andrich

Beim 61. Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs haben acht talentierte Schüler aus Rosenheim in der Stadtbibliothek ihr Vorlese-Können unter Beweis gestellt.

Von Noomi Andrich

Rosenheim – Die Teilnehmer wurden zuvor von den Schulen als die Besten ihrer Jahrgangsstufe ausgewählt. Vertreten waren Sechstklässler aus acht weiterführenden Schulen der Stadt Rosenheim. Darunter sieben Mädchen und nur ein Junge. Über zwei Runden gaben sie ihr Bestes, um die vierköpfige Jury von sich zu überzeugen. Die Jury bildeten der Vorjahressieger Jakob Scharbert (12) vom Karolinen-Gymnasium, die OVB-Praktikantin Noomi Andrich, der Buchhändler Sebastian Brons und die pensionierte Grund- und Hauptschullehrerin Eva Lindner.

Jury bewertet Lesetechnik

In der ersten Runde mussten die Teilnehmer eine Passage von circa drei Minuten aus einem selbst gewählten Buch vortragen, nachdem sie dieses kurz vorgestellt hatten. Unter diesen Büchern waren Titel wie „Seawalkers“ von Katja Brandis, „Bodyguard“ von Chris Bradford, „Der Klassendieb“ von Christian Waluszek und „Krabat“ von Otfried Preußler. Die Jury bewertete jeweils die Lesetechnik, die Interpretation sowie die Textstellenauswahl der einzelnen Schüler.

Unbekannter Text in der zweiten Runde

Nach einer kurzen Pause stellten sich die Vorleser der zweiten, noch schwierigeren Runde: ihnen wurde ein unbekannter Text vorgelegt, aus dem sie nacheinander weitere drei Minuten vorlesen mussten.

Vorjahressieger auch dabei

Vorjahresgewinner Jakob weiß genau, wie es den Wettkämpfern in diesem Moment geht.

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„Wenn man den fremden Text lesen muss, ist die Anspannung groß. Denn man weiß ja überhaupt nicht, wie die Stimmung des Buches ist und demnach fällt die passende Textinterpretation sehr schwer. Das verunsichert einen“, erinnert sich Jakob.

„Nennt mich nicht Ismael!“

Der diesjährige Fremdtext war „Nennt mich nicht Ismael!“ von Michael Gerard Bauer. Ausgewählt wurde dieses Werk von Monika Hochmuth. Sie ist zuständig für die Zusammenarbeit der Stadtbibliothek mit den Schulen und hat als Organisatorin durch den Vorlesewettbewerb geführt.

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„Den Fremdtext auszuwählen ist meiner Meinung nach die schwierigste Aufgabe. Ich versuche immer ein Buch zu finden, das den Vorlesern Spaß machen könnte und dabei möglichst unbekannt ist. Aber da die Geschmäcker sehr verschiedene sind, klappt das leider meistens nur bedingt. In diesem Fall habe ich einfach mal zu einem meiner Lieblingsjugendbücher gegriffen“, so Hochmuth.

Hürde mit Bravour gemeistert

Und obwohl der Jugendroman sehr schwere Worte und Anglizismen beinhaltete, meisterten auch diese Hürde alle acht Teilnehmer mit Bravour.

Zudem stimmte der unterhaltsame und gut vorgetragene Text die Juroren fröhlich und mit einem Schmunzeln auf den Lippen zogen sie sich zurück, um sich zu beraten. Schnell waren sie sich einig, dass Hannah Ripka (12) vom Ignaz-Günther-Gymnasium die Gewinnerin ist.

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Bei der Verkündung ihres Sieges jubelte der kleine Bruder von Hannah laut auf und auch dem Vater war die Freude deutlich anzusehen. „Ich dachte, ich hätte zu schnell gelesen. Aber sonst war ich sehr zufrieden mit mir. Bei dem fremden Text hatte ich Bedenken, dass ich zu viele Fehler gemacht habe. Deshalb habe ich nicht mehr mit dem Sieg gerechnet, aber darauf gehofft habe ich natürlich trotzdem“, berichtet die Gewinnerin. Und Hannahs Vater stellt fest: „Das Talent zum Vorlesen hat sie wohl von ihrer Mutter. Wir lesen unseren vier Kindern regelmäßig vor. Hannah ist die Älteste und auch sie liest ihren Geschwistern inzwischen vor und hilft ihnen beim Lesen lernen.“

Siegerin: Hannah Ripka vom Ignaz

Hannah Ripka freut sich auf den Bezirksentscheid in ein paar Wochen. Bis dahin möchte sie gerne das neue Buch ihrer Lieblingsreihe „Die 4 vom See“ von Alexander Lombardi und Sandra Binder lesen. Am Ende des Wettbewerbs freut sich auch Hochmuth über die gelungene Veranstaltung: „Es ist etwas Besonderes, wenn sich junge Menschen trauen, vor Publikum zu lesen. Da gehört Mut dazu und das schafft eine besondere Atmosphäre.“

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