Am Freisinger Dom

Kirchenlieder und Pop-Hits: Diese Rosenheimer Band eröffnet das Jugendkorbinian-Festival

Aufgrund von Corona nur digital vereint (von links) : Die BandmitgliederKorbinian Payer, Pit Fürleger, Peter Weber, Christine Bielmeier, Margit Benz, Luica Fürleger, Korbinian Schwägerl und Mario Hopfner.
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Aufgrund von Corona nur digital vereint (von links) : Die BandmitgliederKorbinian Payer, Pit Fürleger, Peter Weber, Christine Bielmeier, Margit Benz, Luica Fürleger, Korbinian Schwägerl und Mario Hopfner.
  • Korbinian Sautter
    vonKorbinian Sautter
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Die Reise der Rosenheimer Kirchenband TeaCup führte sie bereits bis nach Rom. Nun darf die Gruppe noch einmal die Jugendkorbinian-Wallfahrt am Freisinger Dom eröffnen. Doch in den fünf Jahren hat sich viel getan.

Rosenheim –„Eigentlich darf eine Band dieses Fest nur einmal im Leben eröffnen“, erzählt Peter Weber und das Strahlen ist deutlich aus seiner Stimme herauszuhören. Er ist die Konstante der Rosenheimer Kirchenband TeaCup und freut sich darauf, nach 2015 die Jugendkorbinian-Wallfahrt noch einmal mit seiner achtköpfigen Gruppe eröffnen zu dürfen.

Dabei wird dieses Jahr vieles anders sein als noch vor fünf Jahren. Das Event um den Freisinger Dom, das zur Eröffnung normalerweise mehr als 3 000 Leute begrüßt, wird in diesem Jahr größtenteils Online stattfinden. Corona-bedingt mussten die Veranstalter umdenken und entschieden sich dazu, den Gottesdienst inklusive der musikalischen Untermalung am 14. November ab 16 Uhr im Livestream anzubieten.

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Aus dem Jugendcafé wird ein Bandname

Dieser kurzfristige Entschluss Anfang Oktober führte dazu, dass die neuformierte Band aus der Rosenheimer St. Michael Kirche ein weiteres Mal ihre außergewöhnlichen Interpretationen von klassischen Kirchenliedern zum Besten geben darf. Ein „besonderes Privileg“ für das Projekt TeaCup, das vor mittlerweile über 18 Jahren im Jugendcafé Tee-Haferl seinen Anfang fand. „Damals haben wir angefangen die ersten kleinen Gottesdienste zu geestalten“, erinnert sich Weber. Aus diesem Projekt entstand nach und nach eine Truppe von Ministranten und Jugendlichen, die sich regelmäßig im Pfarramt traf. Gemeinsam kombinierte man Musikstücke, um einen ganz eigenen, modernen Kirchenstil zu erarbeiten. Vom klassischen Halleluja bis zu den Toten Hosen ist dabei alles erlaubt.

Auftritt vor 8000 Menschen

Mit diesem Konzept trat TeaCup bei diversen Kommunionen, Hochzeiten und anderen Feierlichkeiten auf. Sogar bis nach Rom schaffte es die kleine Gruppe, als sie im Rahmen einer Ministrantenwallfahrt vor 8 000 Menschen auftraten. Doch wie es laut Weber bei jungen Menschen so ist, irgendwann geht jeder seinen eigenen Weg. So hat der 63-jährige Leiter bereits einige Talente kommen und gehen sehen und die Band hatte bei vielen Auftritten stehts neue Gesichter in ihren Reihen.

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Heuer neu formiert

Zumindest bis zu diesem Jahr, in dem sich eine Stammgruppe aus acht Musikern neu formierte, um gemeinsam wieder regelmäßig an neuen Stücken zu arbeiten. Bestehend aus einer Sängerin, zwei Schlagzeugern, zwei Gitarren, einem Bass, einem Saxophon und einem Keyboard ist TeaCup mittlerweile keine wechselnde Jugendband mehr. Das Alter variiert von 15 bis 63 und hat neben Urgesteinen wie Weber auch Schüler und Familienmütter in ihren Reihen.

Gottesdienst wird zum digitalen Fest

Die Philosophie bleibt jedoch dieselbe und soll auch am kommenden Samstag bei der Jugendwallfahrt wieder den ein oder anderen vor dem Bildschirm begeistern. „Wir haben uns die Lieder diesmal größtenteils selbst raussuchen können. Sonst hätten wir das auch in der kurzen Zeit gar nicht mehr geschafft“, berichtet der Leiter und weiß um die besondere Herausforderung.

Wo normalerweise bis zu 800 Gäste stehen, verteilen sich diesmal die acht Bandmitglieder, um den nötigen Sicherheitsabstand zu waren. Auch bei den Proben wurde bereits in einen großen Saal, im Sommer sogar nach draußen, ausgewichen. „Es wird in jedem Fall sehr speziell“, resümiert Weber. Trotzdem oder gerade deshalb sind wir genauso aufgeregt wie damals“. Laut dem Rosenheimer also wenigstens eine Sache, die sich auch nach 18 Jahren nicht verändert hat.

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