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Olympia-Dressur in Tokio: Gold im Einzel für Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen

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Kaum Entlastung für den Norden

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Die Bahn plant einen Neubau der Unterführung in der Schlößlstraße, abgestimmt auf den Bau der Westtangente. Nun steht die Überlegung des Stadtplanungsamtes im Raum, eine Verbindungsstraße von Egarten zur Unterführung anzulegen.

Bürger von Westerndorf St. Peter, die an der Bundesstraße 15 wohnen, können von der Westtangente nur eine unwesentliche Entlastung vom Pkw-Verkehr erwarten. Die Anwohner der Schlößlstraße müssen sogar mit einer Mehrbelastung rechnen.

Rosenheim - Wie sich zusätzlich ein neues  Nahversorgungszentrum zwischen Bundesstraße 15 und Marienberger Straße auswirken würde, haben Verkehrsexperten jetzt untersucht. Dies führt unter anderem zu der Überlegung, zwischen Egarten und der Schlößlstraße eine neue Verbindungsstraße anzulegen.

Mit Blick auf eine gewerbliche Nutzung zwischen Westerndorfer und Marienberger Straße präsentierte der von der Stadt beauftragte Verkehrsexperte Professor Harald Kurzak im Bau- und Verkehrsausschuss Ergebnisse, die er in Zusammenhang mit der Westtangente stellte.

Über die Westerndorfer Straße fahren täglich 26.000 Fahrzeuge, über die Schlößlstraße 12.000, wobei ein Teil über die Hailer- und Waldfriedstraße ausweicht. Auch der Mitterweg wird als Schleichweg genutzt.

Eine Halbierung des Lkw-Verkehrs von jetzt 2000 auf 1000 ist eine erfreuliche Auswirkung der Westtangente für Westerndorf St. Peter. Doch während die neue Umgehungsstraße im Bereich nördlich der Schlößlstraße insgesamt eine Entlastung von 27 Prozent bringen soll, müssen die Anwohner der Schlößlstraße selbst laut Kurzak mit einer Mehrbelastung um 1000 Fahrzeuge auf 13.000 Fahrzeuge pro Tag rechnen, weil diese Straße in Zukunft den Norden der Stadt über die Westtangente besser an die Autobahn anbindet.

Experte: "Keine Kreuzung und kein Kreisel"

Für die Ebersberger Straße wird eine Zunahme des Verkehrs um 13 Prozent, für den Bereich der B15 zwischen Schlößlstraße und Ebersberger Straße keine Entlastung erwartet. Ein gewisser Rückgang werde dort aufgefangen durch diejenigen, die sich jetzt auf Schleichwegen in die Stadt hinein bewegen, nach Einschätzung des Verkehrsexperten in Zukunft aber wieder auf die Hauptstrecke zurückkehren, wenn diese freier befahrbar ist.

Vor diesem Hintergrund hat Kurzak die Auswirkungen eines Nahversorgungszentrums mit Supermärkten westlich der Westerndorfer Straße untersucht. Verschiedene Ansiedelungswünsche waren der Anlass, unter anderem könnte Aldi, jetzt weiter im Norden, seinen Standort wechseln. Kurzak rät davon ab, die Zufahrt zu einem solchen Gewerbegebiet als Verlängerung der Ebersberger Straße zu planen. Eine Kreuzung an dieser Stelle würde nicht funktionieren, auch der Bau eines Verkehrskreisels wäre keine Lösung. Die oberste Grenze für einen Kreisel sind 1050 Fahrzeuge pro Stunde. Mit 1300, die morgens in die Stadt rollen, würde dieser volllaufen. Helfen könnte nach den Worten von Kurzak allenfalls ein zweispuriger Kreisel, dessen zweite Spur aber erfahrungsgemäß nicht gut angenommen wird und bei dem aufwändige Unterführungen für Radfahrer und Fußgänger gebaut werden müssten.

Er rät daher, die Zufahrt um rund 70 Meter stadteinwärts zu versetzen, die Marienberger Straße mit anzubinden und die Hochschulstraße eventuell ganz zu schließen. Damit sich keine höhere Belastung für die Marienberger Straße ergäbe, empfiehlt er, die Durchfahrt durch den Wohnbereich zu untersagen.

Neue Verbindung von Egarten zu Schlößlstraße

Aus dem Stadtplanungsamt stammt die Idee, den Bahnübergang Waldfriedstraße in diesem Zusammenhang zu schließen, stattdessen die vorgeschlagene Zufahrt zum Gewerbegebiet von der Westerndorfer Straße zu verlängern, eine Überführung über das Mühldorfer Gleis zu bauen und eine Verbindungsstraße durch unbebautes Gebiet in Egarten zur Unterführung in der Schlößlstraße anzulegen. Die Unterführung soll im Hinblick auf die Westtangente neu gebaut werden. Kurzakt hielte es für richtig, sie nicht exakt an derselben Stelle entstehen zu lassen, nicht zuletzt deshalb, weil die Schlößlstraße ansonsten während der Bauzeit von rund einem Jahr gesperrt werden müsste. 70 Prozent weniger Verkehr in der Schlößlstraße und 30 Prozent weniger in der Westerndorfer Straße wären nach Kurzaks Berechnungen das Ergebnis.

Der CSU-Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann warnte vorsorglich davor, Wohngebiete vom Verkehr zu entlasten, indem man andere belastet. WIR-Stadträtin Bärbl Thum nannte die Überlegungen der Stadtplanung eine "Horrorvision". Ihr Fraktionskollege Franz Weiland erinnerte daran, dass in einem Jahr die "B15 neu, Regensburg - Landshut" fertiggestellt werde. Wie sich dies auf Rosenheim auswirkt, lasse sich heute noch nicht abschätzen, erklärte der Verkehrsgutachter, der die von CSU-Stadtrat Dr. Thomas Huber geäußerte Ansicht teilt, erst eine dritte Innbrücke bringe eine durchschlagende Entlastung Rosenheims.

Für die Grünen warnte deren Sprecher Franz Lukas davor, durch den Bau neuer Supermärkte bestehende Einkaufsstrukturen zu zerstören. Sein Fraktionskollege Peter Rutz forderte, Verkehrsprobleme nicht mit Straßenbau, sondern einer Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs zu lösen. Dazu meinte Kurzak: "Jeder benutzt sein Auto, wenn er es irgendwo abstellen kann. Die einzige Möglichkeit, da eine Bremse einzubauen, ist, weniger Parkplätze anzubieten."

Die Stadtverwaltung erhält demnächst die schriftlichen Unterlagen des Gutachters und wird die Themen zur weiteren Beratung in den Stadtratsgremien aufbereiten.

bi/Oberbayerisches Volksblatt

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