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Kaffee mit Lagerfeuerromantik

Kaffee aus der Rösttrommel. "Das ist ein ganz anderes Aroma", sagt Mikchael Rass.  Foto  Aerzbäck
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Kaffee aus der Rösttrommel. "Das ist ein ganz anderes Aroma", sagt Mikchael Rass. Foto Aerzbäck

Eine Tasse Kaffee gehört für viele zu einem guten Start in den Tag - auch für Marta und Michael Rass aus Rosenheim. Als Handelsreisende kommen beide viel herum.

Doch der Kaffee, der ihnen unterwegs serviert wird, hat ihnen irgendwann nicht mehr geschmeckt. Deshalb veredeln sie jetzt Kaffee selbst, nach einem außergewöhnlichen Verfahren: in einer Rösttrommel und über einem Holzfeuer.

Rosenheim - Sie lassen damit ein jahrhundertealtes Verfahren neu aufleben - nach eigenen Angaben als einzige Kaffeerösterei Deutschland. "Echten Scheidlkaffee", nennen die beiden stolz den außergewöhnlichen Wachmacher. Der Name stammt vom Holzscheit, dem Brennmaterial. Die Zutaten: Kaffeebohnen aus überwiegend biologischem Anbau, eine kleine Feuerstelle und eine Trommel aus Eisen.

Zwischen 17 und 25 Minuten röstet Rass die Bohnen, damit der Kaffee zum Schluss möglichst verträglich und magenschonend ist, das Ganze per Hand, ohne Strom, Elektronik oder Gas. Im Gegensatz zu professionellen Chargen- und Trommelröstverfahren herrsche im Holzfeuer nie eine konstante Temperatur. "Das Ergebnis ist wesentlich wertvoller und geschacksintensiver, weil jede Bohne ihr ganz individuelles Aroma entwickeln kann", ist er sicher.

Kaffeesorten vor

allem aus

kleinen Betrieben

Marta und Michael Rass verwenden Kaffeebohnen aus vorwiegend biologischem Anbau. Die Rosenheimer legen Wert darauf, dass die Grundprodukte von relativ kleinen landwirtschaftlichen Betrieben stammen. Bewusst wolle er Sorten anbieten, die kostbar und rar sind, sagt Rass. Diese stammen aus dem Jemen, aus Indonesien, Mexiko, Cuba und von den Galápagos-Inseln. Für das Feuer nimmt er heimisches Buchen-, Fichten und Birkenholz. Sein Kaffee eigne sich für alle gängigen Zubereitungsarten, hebt Rass hervor. Ganz besonders schmecke er in der Kupferkanne aufgekocht.

Die Idee hinter dem Projekt ist während einer der Reisen der beiden entstanden. Das Ehepaar ist vor allem in Deutschland, Österreich und Slowenien unterwegs, aber auch in Südosteuropa. Treuer Begleiter war immer eine Tasse Kaffee. Rass vermisste jedoch mehr und mehr den besonderen Geschmack. Es fing an, dass ihm kein Kaffee mehr schmeckte - egal wo er hinkam, von Produkten namhafter Röstereien bis hin zur Betriebskantine. "Mir fehlte das Besondere, das einen Kaffee ausmacht", so Rass.

"Kaffee, meine Liebste, den backe

ich für dich"

Im tiefsten Balkan wendete sich das Blatt. Dort war das Kaffeetrinken plötzlich wieder etwas Außergewöhnliches. Die Menschen ließen sich Zeit für die Bohnen. Gleichzeitig wurde Rass auf ein Lied aufmerksam, das übersetzt heißt: "Kaffee, meine Liebste, den backe mir, so als ob er für dich wär." Beeindruckt davon und mit einer Portion Mut und Experimentierfreudigkeit setzte er zu Hause seine Idee um.

Den Kaffee kann man im Hause Rass in Aising, Burgfeldstraße 12a kaufen, beim Getränkemarkt Fruga in Oberwöhr sowie auf zahlreichen Märkten in der Region, etwa beim Warenmarkt in Neubeuern am 2. November sowie beim Feilnbacher Waldadvent. aez

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