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Unter Corona-Beschränkungen gelitten

Junge Rosenheimer verraten, was ihnen im coronabedingten Lockdown besonders gefehlt hat

Rückenansicht: Drei Jugendliche springen im Juni 2021 zur Abkühlung bei Traben-Trarbach in die Mosel.
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Die Jugend hat bisweilen unter den Corona-Beschränkungen am meisten gelitten. Vieles ist wieder möglich, aber trotzdem haben die Jugendlichen noch Wünsche an die Politik. (Symbolbild)

Rosenheim – Die Jugend hat bisweilen unter den Corona-Beschränkungen am meisten gelitten. Am Donnerstag, 12. August, ist Tag der Jugend. Drei junge Rosenheimer erzählen anlässlich des Aktionstags, wie es ihnen während des Lockdowns ergangenen ist und welche Angebote sie vermisst haben.

von Leonie van der Horst

Michelle Braun.

Michelle Braun (13) aus Rosenheim

Michelle Braun besucht die Mittelschule Luitpoldpark und meint, dass die Coronazeiten während der Lockdowns für sie nicht schön waren. Sie sieht die Jugend als Verlierer der Pandemie. Als Jugend sei man sehr eingeschränkt gewesen, und die Zukunft sei ihnen „verbaut worden“.

Zum Thema Wahlen und ob sie auch schon wählen würde, wenn sie könnte, sagt sie: „Die Altersbeschränkung auf 18 ist gut, früher sollte man nicht wählen gehen, man hat noch zu wenig Ahnung und Verantwortung.“

Die Jugendangebote in Rosenheim findet sie abwechslungsreich und geht selbst mit Freunden dorthin. Michelle hätte aber auch gerne mehr mit etwas Jüngeren zu tun, denen der Zutritt zum Jugendzentrum noch verwehrt ist.

Romina Baumgärtner.

Romina Baumgärtner (14) aus Rosenheim

Ähnlich sieht es Romina Baumgärtner, die ebenfalls die Mittelschule Luitpoldpark besucht: „Gerade als Jugendlicher sollte man neue Dinge ausprobieren und erkunden können. Durch Corona wurde man sehr eingeschränkt und hat auch den Kontakt zu Freunden verloren.

Aber es war auch eine gute Pause, um mal ‚aufzuräumen‘. Man lernte, wer die wirklich wahren Freunde sind.“ Auch sie findet es gut, dass man erst ab 18 wählen darf. Vorher mache sich über Politik kaum Gedanken und kreuze auf dem Wahlzettel schlimmstenfalls aus Spaß irgendeine Partei an.

Sie nutzt die Angebote für Jugendliche in Rosenheim und konnte dort auch neue Freunde gewinnen. Im Jugendzentrum „Jump“ in der Prinzregentenstraße ist sie gerne und freut sich schon auf, dass bald die Räume neu gestaltet werden.

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Luith Alsail (14) aus Rosenheim

Luith Alsail, der sein Bild nicht in der Zeitung sehen will, hat sich während der Lockdowns schwergetan. Er erzählt von Schwierigkeiten, die das Onlinelernen mit sich brachte und davon, dass er froh ist, jetzt wieder in die Schule gehen und seine Freunde sehen zu können.

„Man hat den Anschluss verloren und konnte kaum rausgehen, das hat mich traurig gemacht.“ Was das Wahlrecht für Jüngere angeht, vertritt er eine andere Meinung. Gäbe es eine Möglichkeit, früher wählen zu gehen, würde er diese nutzen. Gerade die Jugend und ihre Zukunft betreffe, was Politiker beschließen.

Hier sollten Jugendliche mitentscheiden dürfen. Auch Luith Alsail nutzt Angebote für Jugendliche in Rosenheim und würde sich freuen, auch seine jüngeren Geschwister mitbringen zu dürfen.

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Björn Zlamal.

Björn Zlamal (14) aus Happing

Für Björn Zlamal war die Coronazeit nicht schön. „Man konnte keine Geschäfte mehr besuchen und Freunde treffe. Durch den Onlineunterricht hat man zu den meisten Leuten den Kontakt verloren. Aber ich freue mich, dass jetzt das Meiste wieder geht und schaue lieber nach vorn.“

Beim Thema Wählen vertritt er die gleiche Position wie Michelle Braun und Romina Baumgärtner: Er hält sich noch für zu unerfahren und würde dann irgendeiner Partei seine Stimme geben.

Björn besucht gerne das Jugendzentrum Happing. Im Gegensatz zu seinen Vorrednern wünscht er sich indes, dass die Älteren mehr von den Jüngeren getrennt sind, beispielsweise durch Zeitfenster nur für Jugendliche ab 14.

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