Tor zur Innenstadt - einladend

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2000 lautete das Ziel, "den Bahnhof mit hoher Aufenthaltsqualität" und "als Tor zur Innenstadt einladend zu gestalten". Jetzt wollte man die Grünflächen und den Baumbestand aufgeben. Es soll nicht darum gehen, vier alte Bäume und einen massiven Luftschutzbunker zu erhalten. Es geht vielmehr darum die zwei Grünflächen, die unsere Vorfahren großzügig vor dem Betriebsgebäude angelegt hatten, weiter zu erhalten und endlich sorgsam zu pflegen. Das würde dann einen "Empfangsraum" geben, wie es in ganz Oberbayern keinen gibt; wir sollten nicht kleinlicher sein als unsere Vorfahren!

Im Übrigen würde der Abbruch des bombensicheren, in Stahlbeton gegossenen Bunkers enorme Summen kosten, man spricht von einigen zehntausend Euro. Das wird kaum reichen, denn es würde damit nur die starke Decke "abgesägt", weil zwei frühere Sprengungen nicht einmal nennenswerte Spuren hinterlassen hatten. Dann bliebe eine Wanne übrig, die auch noch beseitigt werden müsste. Wegen des Einsatzes von großem Gerät könnten dort kaum mehr Bäume stehen bleiben, es würde eine Wüste zurückbleiben. Man sollte sich nicht in ein solches Abenteuer begeben.

Was man aber unbedingt bräuchte, das wäre das oft zitierte und dann wieder gestrichene Parkhaus für Kurz- und Langparker in unmittelbarer Nähe des Bahnhofsgebäudes. Die Entfernungen sind in Rosenheim immer noch eine Kleinigkeit gegenüber den Münchner Bahnhöfen. Die Taxis könnten nach wie vor in einer Reihe auffahren. Wir hätten dann weit und breit den schönsten Bahnhof Oberbayerns "mit hoher Aufenthaltsqualität und als prächtiges Tor zur Innenstadt".

Ludwig Weinberger

Rosenheim

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