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Leuchtturmprojekt

In Rosenheim entsteht Deutschlands erstes zertifiziertes Holzhybrid-Studenten-Quartier

Studenten-Quartiere aus Holz: Die ersten der 211 Wohnungen sollen zum Wintersemester fertig sein.
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Studenten-Quartiere aus Holz: Die ersten der 211 Wohnungen sollen zum Wintersemester fertig sein.

In Rosenheim entsteht mit dem „Campus Rosenheim“ eines der ersten überwiegend hölzernen Studenten-Quartiere in Deutschland. Die Holzhybrid-Bauweise und die Tatsache, dass die Abbruchmasse der zuvor dort stehenden Gewerbehalle ebenfalls als Baumaterial dient, hat dem Projekt bereits eine Zertifizierung eingebracht.

Rosenheim – Auf dem ehemaligen „Hubauer-Gelände“ entstehen mit dem Campus Rosenheim, wie berichtet, Wohnungen für Studenten und ein Boardinghaus. Bei dem Vorhaben handelt es sich laut den Planern um „Deutschlands erstes Holzhybrid-Studenten-Quartier“.

2015 erworben

Das Grundstück, auf dem „Campus Rosenheim“ entsteht, war 2015 von Peter Matthias Astner angekauft worden. Gemeinsam mit der Stadt Rosenheim und einem Team aus Studierenden entwickelte Astner ein Konzept. Seit Sommer 2020 realisiert er dieses Konzept nun zusammen mit dem „Joint Venture-Partner Eckpfeiler“.

Fertigstellung für Anfang 2022

Die Fertigstellung ist für Anfang 2022 vorgesehen. Bereits ab dem kommenden Wintersemester sollen Studierende in die ersten der insgesamt 211 Wohnungen einziehen.

Altmasse auf Schadstoffe überprüft

Bevor der Neubau starten konnte, wurde die alte Gewerbehalle auf der rund 10.000 Quadratmeter großen Fläche abgebrochen. Statt den Bauschutt abzutransportieren und neue Werkstoffe anliefern zu lassen, wurde die Altmasse auf Schadstoffe geprüft. Sie wird nun zu einem großen Anteil im neuen Campus verbaut.

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Die Holzhybrid-Bauweise und der Umstand, dass die Abbruchmasse ebenfalls als Baumaterial dient, haben dem Projekt ein Platin-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen eingebracht.

Hybrid-Konstruktion für die nötige Stabilität

Im Neubau werden alle Obergeschosse in Holzbauweise errichtet. Eine Hybrid-Konstruktion aus Brettschichtholz und Ortbeton sorgt für die nötige Stabilität der Decken in allen Räumen.

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Im Inneren werden im Abstand von 6,40 Meter tragende Brettsperrholzwände eingebracht und mit Trockenbauwänden verkleidet. Hinzu kommen nichttragende Innenwände in Trockenbauweise, die jede Etage in Raumachsen von 3,20 Meter aufteilen.

Stromversorgung über Photovoltaik-Anlage

Eine auf den Dächern installierte Photovoltaik-Anlage wird das Quartier mit Strom versorgen. Der gesamte Campus ist in einer Art Siedlungsstruktur konzipiert, die das Miteinander fördert. So besteht „Campus Rosenheim“ zwar aus drei Komplexen, für die jeweils drei bis vier Gebäudeteile vorgesehen sind.

Diese aber sind durch einen Laubengang miteinander verbunden. Zudem entsteht ein sechsgeschossiges Boardinghaus mit 40 Wohnungen für Austauschstudierende, Hochschullehrer, Geschäftsreisende und Touristen.

Zahlreiche Grünflächen

Ein Blick von oben: Auf dem ehemaligen „Hubauer-Gelände“ laufen die Arbeiten auf Hochtouren.

Die geplanten Einzel-Apartments, Wohngemeinschaften für vier Personen und Drei-Zimmer-Apartments für Familien in den einzelnen Häusern werden direkt von außen über den Laubengang betreten und sind zweiseitig belichtet. Ein Netz aus Wegen, Gärten und Plätzen soll in den Freibereichen Interaktionsflächen für die Bewohner schaffen.

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Zudem soll es ein Café, ein Restaurant, eine Bar sowie einen Quartiersplatz geben. Auf dem Grundstück sollen zahlreiche Grünflächen mit Rasen, Bäumen und Sträuchern entstehen. Außerdem sind Bienennährstauden und Nistkästen für Vögel geplant. (re)

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