Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Scharfer Protest in Tirol

In der Höhle des Löwen: Freie Wähler fordern in Innsbruck ein Ende der Blockabfertigung

Sepp Lausch, Vorsitzender der Rosenheimer FW-Kreistagsfraktion (links), zusammen mit Stephan Heinke, FW-Kreisrat aus Raubling, bei der Demo in Innsbruck.
+
Sepp Lausch, Vorsitzender der Rosenheimer FW-Kreistagsfraktion (links), zusammen mit Stephan Heinke, FW-Kreisrat aus Raubling, bei der Demo in Innsbruck.

In die Höhle des Löwen wagte sich der Kreisverband der Freien Wähler Rosenheim Land mit einer Demo gegen die Blockabfertigung in die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Gespräche und Unmut: Was die gewagte Aktion brachte.

Rosenheim/Landkreis- Hauptorganisator Sepp Lausch, Vorsitzender der FW-Kreistagsfraktion, musste krankheitsbedingt auf Bezirksrat und stellvertretendem Landrat Sepp Hofer verzichten, der jedoch an der Organisation beteiligt war.

Bei seiner Ansprache ging Lausch auf die Sichtweise der Tiroler Bevölkerung ein, die sich seiner Meinung nach mehr Miteinander statt Gegeneinander von Bayern und Tirol wünschen würde.

„Reine Schikane“

Dafür müsste aber die Blockabfertigung eingestellt werden, die die Bevölkerung im Rosenheimer Land als reine Schikane wahrnehme, so Lausch. Die Argumente, die der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter für eine Blockabfertigung vorbringe, seien falsch, so der Kreis- und Gemeinderat aus Tattenhausen, da das Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf abgeschlossen sei und bereits Probebohrungen seit geraumer Zeit laufen würden. Demokratisch legitimierte Genehmigungsverfahren brauchten ihre Zeit. Das müssten auch ein Landeshauptmann und seine Regierung einsehen, so sein Fazit.

Die Alternative wären schnelle Enteignungen. „Das kann niemand wollen“, stellte Lausch fest.

Kritik an Grenzkontrollen

Verständnis herrschte aber bei den Teilnehmern, dass im Umkehrschluss auch die Grenzkontrollen auf deutscher Seite in Kiefersfelden als sehr negativ in Tirol wahrgenommen werden. Lausch plädierte deshalb dafür, dass sowohl in Österreich wie in Bayern mehr Güter auf die Schiene verlagert werden, da die Bestandsgleise nur zu 60 Prozent ausgelastet seien.

Voraussetzung für Verhandlungen sei aber, dass die willkürliche Blockabfertigung beendet werde, die bereits zahlreiche Unfälle, starken Ausweichverkehr und große Umweltbelastung auf der bayerischen Seite hervorgebracht habe, so Lausch.

Mehr zum Thema

Kommentare