BAUPROJEKT DER SUPERLATIVE

Im Frühjahr beginnt Ausschreibung für Technologiepark und Studierendenzentrum der TH Roseneheim

Noch können sie nur vom Modell für den neuen Technologiepark und das Studierendenzentrum schwärmen: (von links) Hochschulpräsident Heinrich Köster und Vizepräsident Peter Niedermaier mit den Mitgliedern des Projektteams Steffen Rex, Karsten Binninger, Oswald Schmidt und Joachim Müller.
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Noch können sie nur vom Modell für den neuen Technologiepark und das Studierendenzentrum schwärmen: (von links) Hochschulpräsident Heinrich Köster und Vizepräsident Peter Niedermaier mit den Mitgliedern des Projektteams Steffen Rex, Karsten Binninger, Oswald Schmidt und Joachim Müller.

Eines der größten Bauprojekte in der Geschichte der Stadt Rosenheim nimmt immer konkretere Formen an: Bei den Planungen für den Technologiepark und das Studierendenzentrum der TH Rosenheim läuft derzeit das Vergabeverfahren für die Generalplanung. Der Zuschlag soll noch im Frühjahr dieses Jahres erteilt werden. Im Anschluss an die Planungsphase folgt dann über den Jahreswechsel 2022/23 die Ausschreibung für den Totalunternehmer. Der Baubeginn ist für das Jahr 2023 vorgesehen.

Rosenheim – Der Technologiepark und das Studierendenzentrum entstehen in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Campus der Hochschule auf dem Gelände der ehemaligen Bogensiedlung, das etwa 25 000 Quadratmeter umfasst. Hiervon werden circa 13 000 Quadratmeter mit Gebäuden bebaut.

Wichtiger Bestandteil

Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der Hightech-Agenda Bayern der Staatsregierung, die mit dem Zukunftsprogramm den Wissenschafts- und Technologiestandort Bayern stärken möchte. Im Zuge dessen werden auch große Baumaßnahmen für Hochschulen möglichst rasch angegangen und fertiggestellt. Das Bauvorhaben wird in mehreren Stufen fertiggestellt, endgültig beendet sind die Bauarbeiten voraussichtlich im Jahr 2026.

Auf dem Gelände der ehemaligen Bogensiedlung werden der Technologiepark und das Studierendenzentrum gebaut.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler betont: „Mit unserer groß angelegten Technologieoffensive Hightech Agenda Bayern und dem Beschleunigungsprogramm Hightech-Agenda Plus investieren wir im Freistaat in bestmögliche Rahmenbedingungen an unseren Hochschulen für wegweisende Forschung und Lehre.“ Die Technische Hochschule Rosenheim sei fester Bestandteil dieser Strategie. Sibler: „Im neuen Technologiepark werden wir eine hochmoderne Infrastruktur schaffen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studentinnen und Studenten werden hier an Antworten auf entscheidende Zukunftsfragen arbeiten und so Fortschritt und Innovation mitgestalten – für die Zukunft der Region und des Freistaats.“

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Hochschule, der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, erwartet vom Bau des neuen Technologieparks einen regelrechten Quantensprung: „Er wird hervorragende Möglichkeiten für die Ausbildung von gefragten Fachkräften in zentralen Zukunftsfeldern bieten. Die Hochschule kann damit den erfolgreichen Wachstumskurs der vergangenen Jahre auf einem neuen Niveau fortsetzen.“

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Ein Modell, das bereits einen hohen Detaillierungsgrad aufweist, veranschaulicht die geplante Gestaltung des Technologieparks und des Studierendenzentrums. Auf dem Gelände entstehen in erster Linie hochmoderne Labore und Arbeitsplätze für die Studierenden und das wissenschaftliche Personal, aber auch eine neue Mensa und eine neue Bibliothek sind geplant. „Wir können mit diesem Mega-Projekt die praxisnahe Forschung unserer Hochschule zukunftsweisend neu gestalten und erweitern“, erläutert Vizepräsident Prof. Peter Niedermaier, der in der Hochschulleitung den Bereich „Forschung und Entwicklung“ verantwortet.

Technologiepark soll in nachhaltiger Bauweise entstehen

Im Mittelpunkt stehen dabei seinen Worten nach zentrale Themen wie Künstliche Intelligenz, industrielle Fertigungsprozesse, Robotik, Biokunststoffe, innovative nachhaltige Baukonzepte und Medizin- und Pflegetechnik. „Wir werden auch beim Wissenstransfer von der Forschung in die Lehre erheblich von den neuen Laboren und Versuchsanlagen profitieren“, ist Niedermaier überzeugt.

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Das Planungsteam der TH Rosenheim konkretisiert derzeit in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr die Nutzung der Gebäude. „Uns stehen im Technologiepark und dem Studierendenzentrum gut 25.000 Quadratmeter Geschossfläche zur Verfügung, die wir zumeist fest belegen, teilweise aber auch flexibel nutzen. So sind manche Areale speziell für zeitlich befristete Projekte vorgesehen“, erklärt TH-Präsident Professor Heinrich Köster. Großer Wert werde bei dem Projekt auf eine nachhaltige Bauweise gelegt: „Wir streben den höchsten Qualitätsstandard nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen an.“

Neues Laborgebäude in Burghausen

Köster verweist im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Neubauprojekt in Rosenheim auch auf die wachsenden Forschungsaktivitäten an anderen Standorten. So entsteht am Campus Burghausen in absehbarer Zeit ein neues Laborgebäude für den Chemie- und Umweltbereich. Am Campus Chiemgau in Traunstein soll in den kommenden Jahren das Thema Digitalisierung aus verschiedenen Blickwinkeln vorangetrieben werden. re

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