Corona-Lagebericht

Hohe Corona-Zahlen in der Region Rosenheim, aber weniger als in der Vorwoche

Die aktuellen Fallzahlen aus den Städten und Gemeinden in der Region binnen einer Woche..Klinger
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Die aktuellen Fallzahlen aus den Städten und Gemeinden in der Region binnen einer Woche..
  • Alexandra Schöne
    vonAlexandra Schöne
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Die dritte Corona-Welle rollt über Stadt und Landkreis Rosenheim hinweg. Die Infektionen breiten sich dem Staatlichen Gesundheitsamt zufolge aus. Trotz allem gibt es aber auch gute Nachrichten. Ein Überblick über die Corona-Lage.

Rosenheim – Die Infektionszahlen steigen laut Wochenbericht des Gesundheitsamtes Rosenheim seit Mitte Februar, aber im Vergleich zur Vorwoche ist eine „leichte Erholung auf hohem Niveau“ eingetreten.

In der Stadt Rosenheim liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell bei 119,6. Im Landkreis Rosenheim beträgt der Wert 99,9, heißt es aus dem Amt. Seit dem letzten Wochenbericht sind täglich zwischen 12 und 86 neue Fälle gemeldet worden. Dies entspricht den Zahlen der Vorwoche. Insgesamt sind das innerhalb einer Woche 337 neue Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim. Bisher sind 14 772 Fälle von Covid-19 in der Region aufgetreten. 481 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Die „besorgniserregenden“ Varianten des Coronavirus bilden auch in der Region die Mehrzahl der Fälle: Bislang wurden 925 Fälle einer bestätigten besorgniserregenden Variante gemeldet. Seit dem letzten Wochenbericht wurden 187 Fälle der britischen Variante von zuvor positiv getesteten Personen gemeldet.

Brasilianische Mutation nicht nachgewiesen

Bislang ist in der Rosenheimer Region weiterhin lediglich ein bestätigter Fall der Südafrika-Variante aufgetreten. Die brasilianische Mutation wurde nicht nachgewiesen, heißt es vonseiten des Gesundheitsamtes.

Die Impfquote in der Region Rosenheim.

In allen Kommunen des Landkreises –  außer Albaching, Babensham, Chiemsee, Griesstätt, Gstadt Höslwang und Ramerberg – gibt es neue Coronafälle. Lokale Hotspots sind zu diesem Zeitpunkt zum Beispiel die Städte Rosenheim, Kolbermoor und Bruckmühl.

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Die meisten Menschen stecken sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld an dem Virus an. Dieses macht circa 50 Prozent der bekannten Infektionsursachen ausmacht. Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes, appelliert an die Bürger, diszipliniert und „vor allem liebevoll“ mit sich selbst und den Mitmenschen umzugehen. „Das ist für mich gelebte Solidarität.“

Infektionen in Großraumbüros

Etwa 11 Prozent der Infektionen fallen auf den Arbeitsplatz. Das Gesundheitsamt sieht hierbei in Großraumbüros, unzuverlässigem Maskentragen und Verstöße gegen das Abstandsgebot in Pausenräumen besondere Schwachstellen. Wenn es solche Ansteckungsmöglichkeiten gebe, könne sich die britische Variante leicht ausbreiten. Mit der Folge, dass zum Teil ganze Betriebsbereiche aufgrund Quarantäneanordnungen stillgelegt werden müssen. „Die Unternehmen sollten wo immer möglich großzügig Gebrauch von Homeoffice-Regelungen machen“, sagt Hierl.

Außerdem kommt es vereinzelt –  in rund drei Prozent der Fälle –  zu Infektionserkrankungen in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen. Diese niedrige Zahl sieht das Gesundheitsamt als „Lichtblick“. „Dies ist ein großer Erfolg der Impfungen in den Einrichtungen“, sagt Hierl.

Es ereignen sich auch wieder einzelne Fälle und Ausbrüche in Schulen und Kitas (ca. 4 Prozent) und Asylbewerberunterkünften.

43 8000 Menschen gegen Corona geimpft

Um die Bürger gegen das Virus zu schützen, wird weiterhin Impfstoff verabreicht. Insgesamt wurden seit Impfstart im Dezember rund 43 800 Menschen vor allem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern sowie dem gemeinsamen Impfzentrum von Stadt und Landkreis Rosenheim auf der Loretowiese geimpft. 26.719 davon waren Erstimpfungen, die Impfquote in der Region liegt damit bei 8,2 Prozent. 16 879 waren Zweitimpfungen (Impfquote: 5,2 Prozent). Insgesamt wurden 8 704 Wirkstoffdosen in stationären Einrichtungen sowie betreuten Wohnformen in Stadt und Landkreis verabreicht.

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