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AB TRIMESTER-BEGINN IM HERBST

Höhe Gebühren, bessere Honorare: Was sich in der Rosenheimer Volkshochschule ändern könnte

Die Rosenheimer Volkshochschule will ihre Dozenten besser bezahlen. Das hätte eine Erhöhung der Kursgebühren zur Folge.
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Die Rosenheimer Volkshochschule will ihre Dozenten besser bezahlen. Das hätte eine Erhöhung der Kursgebühren zur Folge.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Die Kurse an der Rosenheimer Volkshochschule könnten ab Herbst teurer werden, damit unter anderem Dozenten besser bezahlt werden können. Das hat die Leiterin Bianca Stein-Steffan in der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses bekannt gegeben. Eine endgültige Entscheidung fällt in zwei Wochen.

RosenheimHelmut „Helli“ Resch (50) lebt für die Musik. Seit über zehn Jahren arbeitet er als Dozent an den Volkshochschulen in der Region, seit sieben Jahren unterrichtet er auch in Rosenheim. „Es gefällt mir sehr gut“, sagt er. Er bringt Teilnehmern erste Griffe an der Gitarre bei oder zeigt ihnen, wie man auf einer Ukulele spielt. Die Arbeit macht ihm so viel Spaß, dass er sogar seinen Job als Elektroniker gekündigt hat, den er 25 Jahren ausübte. Mittlerweile ist er selbstständiger Musiklehrer und arbeitet nebenbei als Dozent.

Bezahlung „rechnet sich nicht“

„Die Arbeit an der Volkshochschule sehe ich mehr als ein Ehrenamt“, sagt Resch. Auch weil „sich die Bezahlung mit Blick auf Anfahrt und Vorbereitung nicht rechnet“. Denn für fünf Termine an der Rosenheimer Volkshochschule, die jeweils anderthalb Stunden dauern, verdient er pro Teilnehmer gerade einmal 25 Euro. Zum Vergleich: Für 50 Minuten Einzelunterricht verlangt er als selbstständiger Musiklehrer zwischen 38 und 45 Euro.

Eine zeitgemäßere Gebühren- und Honorordnung

Ein deutlicher Unterschied und für Bianca Stein-Steffan Grund genug, in der jüngsten Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses eine zeitgemäßere Gebühren- und Honorarordnung vorzuschlagen. Nur so könne es beispielsweise gelingen, die Dozenten an ihr Haus zu binden. „Für uns als Volkshochschule ist es existenzwichtig, dass wir unsere Stammdozenten halten können“, sagt sie. Auch weil die Volkshochschule mit dem Katholischen Bildungswerk, der Technischen Hochschule und der Berlitz Sprachschule konkurriere.

BAMF hat Stundensatz für Integrationskurse erhöht

An einem höheren Honorarsatz führe auch deshalb kein Weg vorbei, weil sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für eine Erhöhung des Stundensatzes für die Integrationskurse von 35 auf 41 Euro eingesetzt hat. „Das führt zu einer noch größeren Schere in der aktuellen Honoraranordnung und ist kaum erklärbar“, sagt Bianca Stein-Steffan.

Ist Dozent mit Leib und Seele: Helmut Resch unterrichtet seit sieben Jahren an der Rosenheimer Volkshochschule.

Pool an Lehrpersonal wieder auffüllen

Sie hofft, dass es mit der Erhöhung auch gelingt, „den Pool an Lehrpersonal wieder aufzufüllen“. Ziel solle sein, die Gebühren „moderat zu erhöhen“. Das sei auch deshalb wichtig, weil die Volkshochschule seit Beginn der Corona-Krise stark gebeutelt ist. „Seit November ist die Volkshochschule geschlossen. Das sind extreme Verluste“, sagt Bianca Stein-Steffan.

Minigruppenpreis könnte bald neu sein

Doch nicht nur bei den Gebühren und Honoraren könnte sich in Zukunft etwas ändern. So soll ab Herbst eine neue „Teilnehmerdecke“ eingezogen werden.

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„Bisher lag die Untergrenze bei den Teilnehmenden bei fünf Personen“, sagt Leiterin. Zukünftig sollen auch Kurse mit vier Personen möglich sein. Dafür soll, so der Plan, ein sogenannter Minigruppenpreis eingeführt werden.

Reduzierung des Verwaltungsaufwands

Bianca Stein-Steffan hofft, dass sich dadurch ein Teil des Verwaltungsaufwands reduziert.

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Denn in der Vergangenheit hätten immer wieder Preisnachverhandlungen stattfinden müssen, wenn der Kurs unter die Fünf-Personengrenze gefallen ist. „Zusätzlich erleichtert diese neue Preisgruppe die Wiederaufnahme des regulären Kursbetriebs nach Corona“, ist sich die Leiterin sicher.

Zustimmung im Ausschuss

Ob es letztendlich zu höhren Kursgebühren und Honoraren kommt, wird sich in der Sitzung des Stadtrates am Mittwoch, 28. April, entscheiden. Die Mitglieder des Schul-, Kultur- und Sportausschusses befürworteten den Vorschlag aber bereits einstimmig.

„Moderate Anhebung“

„Es ist nachvollziehbar und plausibel“, sagte Oberbürgermeister Andreas März (CSU). Die Anhebung sei moderat für das, was geleistet werde, ergänzte Stadträtin Judith Kley-Stephan (Grüne).

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