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Lehren aus der Flutkatastrophe im Ahrtal

Hochwasser und andere Katastrophen: Die Sirenen kommen nach Rosenheim zurück - Das sind die Details

Sirenen warnen vor Gefahr. Was aber, wenn die Gefahr in Gestalt eines Stromausfalls so nah ist, dass sie nicht mehr funktionieren?
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Sirene (Symbol)
  • VonThomas Stöppler
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Einstimmig beschloss der Haupt- und Finanzausschuss den Aufbau eines flächendeckenden Sirenenwarnnetzes für Rosenheim. Das ist geplant.

Rosenheim – Vor ziemlich genau einem Jahr verloren mindestens 141 Menschen ihr Leben. Über 700 wurden verletzt und auch die Sachschäden, die das Hochwasser der Ahr in Rheinlandpfalz hinterließ, sind immens. 74 Kilometer Straße, mehr als 3000 beschädigte Gebäude, davon mindestens 467 zerstört. Ein Sachschaden von über 500 Millionen Euro. Damals zeigten sich Land und Kommunen schlecht gerüstet, insbesondere dabei, die Bevölkerung zu warnen.

Damit das in Rosenheim nicht passieren kann, beschloss der Haupt- und Finanzausschuss kürzlich einstimmig den Aufbau eines flächendeckenden Sirenenwarnsystems. Das wurde nämlich nach dem Ende des Kalten Kriegs abgebaut.

Genaue Anzahl steht noch nicht fest

Bisher setzten die Behörden vornehmlich auf Warnungen über Smartphone Apps wie „Nina“ oder „Katwarn“. Doch im Katastrophenfall kann auch das Mobilfunknetz ausfallen. Im Ahrtal funktionierte das so oder so nicht. Nachts haben die meisten Menschen schließlich ihr Smartphone aus oder auf lautlos.

Für den Fall der Fälle sollen nun auch die Sirenen zurückkommen. Insgesamt 20 Stück werden über die Stadt verteilt. Diese Zahl kann freilich noch weniger werden: Ein Fachplaner wird beauftragt, die Standorte auszuloten und „es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Anzahl der Standorte gegebenenfalls auch reduzieren kann“, heißt es im Beschluss.

Des Weiteren wird kommendes Jahr die Integrierte Leitstelle Rosenheim im Rahmen des „Hardwaretausches für die Digitale Alarmierung vorgerüstet“. Ab diesem Zeitpunkt müssen auch die vorhandenen Sirenen und Steuergeräte zur Alarmierung der Feuerwehren ausgetauscht werden.

Insgesamt ergeben sich Kosten von gut 320 000 Euro. Es ist allerdings davon auszugehen, dass etwa Zweidrittel der Summe vom Bund übernommen werden. Der hatte als Reaktion auf die Flutkatastrophe ein Förderprogramm ins Leben gerufen.

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