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"Hier wird Inklusion wirklich gelebt"

OVB
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"Mitanand" (von links): Vorstand Reiner Sailer, Ehrenvorstand Bernd Opperer, Gruppenleiterin Barbara Maier, Gruppenmitglied Christoph Maier, Vorstand Uschi Anhalt, Gruppenmitglied Alfred Loos, Helmut Maier, Vater von Christoph, und die freischaffende Künstlerin Manuela Zückert.

Rosenheim - Ihr 15-jähriges Bestehen feiert die integrative Gruppe "Mitanand", eine Selbsthilfegruppe der Caritas, mit einem großen Fest in der Kleinkunstbühne "Vetternwirtschaft" in der Oberaustraße.

Für dieses Ereignis überreichte die Vorstandschaft des "Vereins für bodenständige Kultur", stellvertretend für das gesamte Team, den Gruppenleitern von "Mitanand", Barbara und Helmut Maier, und einigen von ihnen betreuten Mitbürgern mit Handicap ein selbstgestaltetes T-Shirt. Alle freuten sich riesig über das Geschenk des Trägervereins der "Vetternwirtschaft".

Der Anfang einer langen Freundschaft begann, als Barbara Maiers behinderter Sohn Christoph nicht mehr nur mit seinen Eltern die Freizeit verbringen wollte. Maier und eine gute Bekannte hatten die Idee, eine integrative Kinder- und Jugendgruppe zu gründen, in der sich altersgleiche behinderte und nichtbehinderte Jugendliche in regelmäßigen Abständen treffen konnten.

Die Idee wurde bald Realität, die Suche nach einer geeigneten Kneipe bald Wirklichkeit. Im November 1997 wurde ein großes Kennenlernfest in der "Vetternwirtschaft" gefeiert. Gäste aus der Politik und von verschiedenen Gymnasien sowie Vertreter caritativer Einrichtungen besuchten das Fest. Mit Offenheit und Herzlichkeit wurde die Gruppe vom Team und den Gästen der "Vettern" aufgenommen, wo sie sich seitdem mit ihren inzwischen rund 50 Mitgliedern bestens aufgehoben fühlt.

Für das ehrenamtliche Engagement wurde dem Verein für bodenständige Kultur 2003 vom Landkreis Rosenheim die "Goldene Rampe" verliehen.

Die Gruppe "Mitanand" trifft sich jeden ersten Donnerstag im Monat zum Stammtisch. Sie veranstaltet Sommerfeste mit Musik und Grillabende, Osterfest mit "Nesterlsuchen", das Halloweinfest in Masken, gelegentliche Geburtstagsfeiern, Discoabende, gemeinsame DVD-Abende und ganz beliebt: Nikolausfeiern mit Nikolaus und Kramperl.

"Das Team der ,Vetternwirtschaft' hat damals in kurzer Zeit für die Rollstuhlfahrer sehr gute und unkonventionelle Lösungen zur Barrierefreiheit gefunden. So wurde zum Beispiel die Toilette kurzfristig behindertengerecht umgestaltet sowie Stolperstellen und kleine Hindernisse entfernt", lobt Barbara Maier.

Für das leibliche Wohl sorgen seit Anbeginn die freischaffende Künstlerin Manuela Zückert und der Ehrenvorstand Bernhard Opperer, Mitglieder des Wirtekollektives der "Vettern", bei den Integrations-Stammtischen, wie sich nun das regelmäßige Treffen intern nennt.

Aus diesen Treffen wurden Ideen geboren und in der Gruppe umgesetzt. Unter anderem werden Ausflüge unternommen oder Reiterwochenenden gemeinsam gestaltet. Auch entstanden daraus feste Freundschaften, und es bildeten sich Wohngemeinschaften, die außerhalb jeglicher offizieller Stellen funktionieren.

Die Gruppe "Mitanand" fühlt sich sehr wohl in der Vettern: "Hier wird Inklusion wirklich gelebt. Wir wünschen uns noch viele Treffen mit Freunden und Gästen bei einer guten Brotzeit in unserer Vetternwirtschaft", sagt Maier und lädt ein, mit dem integrativen Stammtisch "Mitanand" das 15-jährige Bestehen am Donnerstag, 21. Juni, ab 18 Uhr in der "Vetternwirtschaft" zu feiern.

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