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Mit Herzblut und Humor

Genossen die Feier: (von links) Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Schuldezernent Michael Keneder, Schulamtsdirektorin Angelika Elsner, Rektorin Hermine Deindl, Nachfolger Kai Hunklinger und Schulsekretärin Jutta Strehle. re
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Genossen die Feier: (von links) Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Schuldezernent Michael Keneder, Schulamtsdirektorin Angelika Elsner, Rektorin Hermine Deindl, Nachfolger Kai Hunklinger und Schulsekretärin Jutta Strehle. re

– Hochgeschätzt war Hermine Deindl in ihrer Dienstzeit als Rektorin der Grund- und Mittelschule Fürstätt von Kollegen, Eltern, Schülern, dem Staatlichen Schulamt und den Spitzen der Stadtverwaltung.

Dies drückte sich auch in den Reden bei der Verabschiedung in den Ruhestand aus.

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer betonte in ihrer sehr persönlichen Ansprache die positive Entwicklung der Schule unter der von „Herzblut und einer ordentlichen Portion Humor“ geprägten Leitung durch Hermine Deindl. Die Rektorin könne mit Stolz auf ein sehr gut bestelltes Feld zurückblicken.

Schulamtsdirektorin Angelika Elsner erinnerte an den Berufsweg von Hermine Deindl: Von 41 Dienstjahren hat sie 28 als Lehrerin und zwölf als Rektorin an der Schule Fürstätt gewirkt. Sie bescheinigte Hermine Deindl umfassende Kompetenz, Geradlinigkeit und Professionalität. Ihr innerer Kompass sei immer gewesen, dass es den großen und kleinen Menschen an der Schule Fürstätt gut gehe.

Für den Elternbeirat dankte Markus Kamper, dass die Rektorin den Elternbeirat nie als lästigen Störenfried betrachtet, sondern mit ihm immer auf Augenhöhe eine konstruktive Lösung von Aufgaben und Problemen angestrebt habe. Siegfried Holst vom Förderverein blickte auf einige große Aktionen der Lehrerin Hermine Deindl zurück – etwa das Schultheater, Comenius-Schulpartnerschaften, den Schulgarten und die erste Fürstätter Schülerfirma. Immer, wenn Hermine Deindl nirgendwo Geld für Aktionen dieser Art erhielt, sei der Förderverein „Geldbeutel bei Fuß“ gestanden. Wie bei all diesen Aktivitäten habe die Rektorin immer auf Teamarbeit gesetzt, was wesentlich zum guten Klima an der Schule beigetragen habe. Dies bewiesen auch die musikalischen Beiträge der Fürstätter Spatzen, der Lehrerband, des Lehrerchors und des Elternbeiratschors, die die Feier auflockerten. Viel Heiterkeit erzeugten die per Film festgehaltenen Interviews von Menschen, die mit Hermine Deindl in verschiedenen Funktionen zu tun hatten, die Grußworte der Schülermitverwaltung sowie die Auszüge aus Lehrerkonferenzen, in denen die Rektorin für „besondere“ Taten Schokoladen zu verteilen pflegte.

Kritik am Familienmitglied Smartphone

Von der Originalität und dem hohen Niveau sämtlicher Beiträge überwältigt meinte Hermine Deindl in ihrer Abschiedsrede, sie gehe nicht mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sondern mit drei lachenden: Eines stehe für die große Freiheit, die nun auf sie warte, das zweite für all den Verwaltungskram, den jetzt ihr Nachfolger Kai Hunklinger zu bewältigen habe und das dritte für 40 wundervolle Jahre an der Schule Fürstätt.

Doch nicht nur der große Dank an ihre Mitarbeiter und die Redner war Thema in den Abschiedsworten. Hermine Deindl blickte durchaus sorgenvoll in die Zukunft der Schule im Allgemeinen: Eine vernünftige Integration der Flüchtlingskinder sei nicht immer möglich. Die Inklusion sei ohne diesbezüglich ausgebildete Lehrer, zusätzliches Personal und kleinere Klassen nicht zu schaffen. Die Zahl der „verhaltenskreativen“ Kinder nehme explosionsartig zu. Das Familienmitglied Smartphone sowie die zunehmende Zahl arbeitsunwilliger Schulabgänger seien besorgniserregend. Doch sie sei überzeugt, dass das Zusammenwirken des hoch motivierten und kompetenten Personals der Schule diese Probleme meistern werde.

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