Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Die Wiesn-Streiflichter vom Mittwoch

Wenn Tausende zu Robbie Williams werden und was es mit den zehn besonderen Mass auf sich hat

Die Wiesn geht in den Endspurt - was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tut.
+
Die Wiesn geht in den Endspurt - was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tut.
  • Ludwig Simeth
    VonLudwig Simeth
    schließen

Es geht in den Endspurt auf der Wiesn – mit dem Schmachtfetzen „Äinschls“ auf Bavaro-Britisch, mit Megachören, mit schlagfertigen Verlegern, den neuesten Kinderwagenstau-Meldungen und 15000 Polizeischritten. Das sind die neuen Streiflichter vom Rosenheimer Herbstfest.

Wenn Tausende zum Robbie Williams werden: Änd sruu id oooool schi offas mi brodäggdschn...

Eim laafing äinschls instääd – beim Rausschmeißer-Schmachtfetzen von Robbie Williams wird die Auerbräu-Festhalle zu einem einzigen großen Männer-Frauen-Chor.

Je später der Abend und umso besser die Stimmung – umso mehr werden die Sängerinnen und Sänger zu großen Rock- und Popstars in den Biertempeln. Bei den Karolinenfeldern sind das vor allem: Sepp Weinzierl, Lisa Mayr, Manuel Jackl und Karin Reitsamer-Konnert. Und sie geben samt den Musikanten an 16 Wiesn-Abenden alles.

„Angels“ und „Wuids Wasser“ fürs Wiesenvolk: Lisa Mayr und Manuel Jackl geben im Auer mit den Karolinenfeldern täglich Vollgas.

Rund 40 Stücke haben die Karolinenfelder bei jedem Wiesn-Einsatz auf ihrer stets leicht veränderten Setlist stehen. „Fünf, sechs Titel sind immer neu im Vergleich zum Vorabend, außerdem gehen wir in speziellen Momenten auch auf Wünsche des Publikums ein“, verrät Karl Beinhofer, musikalischer Leiter der Karolinenfelder, dem Wiesnigel Ignaz.

Der Refrain von „Äinschls“ auf Bavaro-Britisch

Letzterem ist aufgefallen, dass die Karin aus Salzburg vor allem bei „Don’t stop believing“ von Journey in ihrem Element ist und die Lisa aus Babensham bei „Wuids Wasser“ von Seer.

Der Manuel aus Rosenheim ist der Spezialist für Stücke von Andreas Gabalier, und der Sepp aus Riedering sorgt beim Schmachtfetzen „Angels“ von Robbie Williams – oft der Rausschmeißer nach einem langen Wiesn-Abend im Auer – dafür, dass Tausende den Refrain mitsingen, so wie auf dem zweiten Bild.

Salzburger Röhre: Karin Reitsamer-Konnert zieht bei „Don’t stop believing“ von Journey alle Register.

Da setzt der Ignaz gern in astreinem Bavaro-Britisch mit ein: Änd sruu id oooool schi offas mi brodäggdschn – a lot of laaf änd affäggdschn – wäsa aim reid or wrong – änd daun sa wodafooool – wöräwa it mäi täik mi – ei nou säd leif wount bräigg mi – wän ei kam tu kol – schi wount forsäik mi – eim laafing äinschls instääd!

Hier kommen zehn besondere Mass

Da macht das Hertragen doppelt Spaß: Diese zehn Mass sind für den „guten Tisch“.

Diese zehn Mass Festbier sind für den „guten Tisch“ – eine Klasse-Aktion, wie der Wiesnigel Ignaz findet. Von Montag bis Freitag ist im Auer ein Tisch für eine Person oder eine Gruppe reserviert, die Besonderes geleistet hat (Bewirtung natürlich inklusive): Altenpfleger, Lebensretter oder Leute, die ihre verreisten Nachbarn beim Hochwasser vor Schlimmerem bewahrt haben. Kein Wunder also, dass die Aktion von Charivari und Auerbräu auf große Resonanz stößt.

1:0 für den schlagfertigen OVB-Verleger

In Sachen Schlagfertigkeit ist er seinen Wiesn-Reportern und -Fotografen immer noch voraus: OVB-Verleger Alfons Döser mit Ehefrau Hermine.

„Oa Mass für zwoa – ihr saz ja sparsamer als die Schwaben“, meinte der Wiesnigel Ignaz, als er OVB-Verleger Alfons Döser mit Ehefrau Hermine in der Flötzinger Box traf. Angesichts der hohen Text- und Fotografenhonorare sei halt nicht mehr drin, konterte Döser schlagfertig. Und dass der Ignaz sein Redakteursgeld beim Schafkopfen mit Wiesnbedienungen gleich wieder verzockt, wie Döser in seiner Zeitung lesen musste, sei erst recht ein Jammer..

Für a Lederhosn is koana zkloa

Kloana Hösenträträ aus Tirol: Sebastian macht in seiner Ledernen schon eine gute Figur.

Die Wiesn – auch ein Muss für ihn: Der kleine Sebastian aus dem Skifahrerparadies Hopfgarten im Bezirk Kitzbühel, zeigt hier eindrucksvoll, dass man eine Lederhose auch schon mit acht Monaten sehr souverän tragen kann.

+++ Weitere Fotos und Artikel zur Wiesn gibt‘s auf der Herbstfest-Webseite +++

Mit dabei hatte der Tiroler Bub seine Mutter Evelyn Feiersinger, Schwester Mia sowie Oma und Patentante, die tirolerisch „Godi“ heißt. Ob das Windelnwechseln auch im Tiroler Stil per Blockabfertigung abgewickelt wird, in welchen Intervallen und wie das im Detail abläuft? Das wollte der Wiesnigel Ignaz von der Mama, der Godi und der Oma lieber erst gar nicht wissen.

Polizeidienst auf der Wiesn: Deutlich mehr als „Zehn Meter geh“

Kleine Auszeit vom Trubel: Polizeimeisterin Theresa Biermeier mit Miss Herbstfest Anna Birklein.

„Zehn Meter geh“ – der beliebte Wiesn-Hit von Chris Boettcher passt zu einem Polizei-Einsatztag auf der Wiesnwache nicht unbedingt. Da kommt schon etwas mehr zusammen. In zehn Stunden Dienst dürften es im Schnitt 15 000 Schritte sein. Da fällt eine kleine Verschnaufpause mit der Miss Herbstfest nicht schwer.

Polizeimeisterin Theresa Biermeier nimmt hier mit Anna Birklein auf dem Bankerl des Frauen- und Mädchennotrufs Platz, das Wiesnbesucherinnen einen sicheren Heimweg verschaffen soll. Gleichzeitig sorgen Polizeihauptmeister Florian Winkelmeier und Polizeimeister Fabian Denk bei ihre Runde dafür, dass die Fahrzeugflotte am Autoscooter fast so gut bewacht ist wie die Bank von London. Das Lächeln ist nicht aufgesetzt: „Die Wiesn ist für uns einer der schönsten Dienste im Jahr. Es macht unbändigen Spaß, man trifft so viele nette Leute wie sonst nirgends.“

Besser kann man den Autoscooter nicht bewachen: Florian Winkelmeier (rechts) und Polizeimeister Fabian Denk von der Wiesnwache bei ihrer Runde.

Blockabfertigung ist etwas anderes: Mit Stil und mit einem Hauch Nostalgie können sich die vielen Besucher, die mit der Bahn kommen (Mitte), in Rosenheim zur Wiesn kutschieren lassen. Also: Maximale Punktzahl fürs Wiesnbockerl, ebenfalls die Bestnote fürs Radltaxi, jedoch null Punkte für die 9-Euro-Ticket-Macher in Berlin – so gespalten fällt die Wiesnigel-Bilanz in Sachen ÖPNV, Beförderung und Transport aus.

Maximale Punktzahl fürs Wiesnbockerl

Daumen hoch fürs Wiesnbockerl: Reinhold Frey (links), WV-Vorstandsvorsitzender, und Jens Köhler, meine Volksbank Raiffeisenbank eG.

Gar nicht genug kann er das beliebte Wiesnbockerl loben, das die Herbstfestbesucher kostenlos vom Bahnhof zur Wiesn und wieder zurück bringt.

Massenwanderung vom Bahnhof zur Wiesn: Gern wären sie alle mit dem 9-Euro-Ticket gekommen.

Dank des Sponsorings der meine Volksbank Raiffeisenbank eG verkehrt das Bockerl noch bis einschließlich Sonntag täglich im Halbstunden-Rhythmus zwischen 11 und 18 Uhr. Reinhold Frey, Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftlichen Verbandes, und Jens Köhler, Regionaldirektor für die Region Rosenheim der meine Volksbank Raiffeisenbank eG, wünschen hier einen guten Wiesn-Endspurt.

Wieder einmal Berliner Bayern-Bashing?

Romantische Zweisamkeit: Mit dem Radltaxi kann man auf die Sprit- und Energiepreise pfeifen.

Ebensfalls voll im Trend: Das Radltaxi, das neben völliger Energie-Unabhängigkeit auch einen Schuss Romantik und Zweisamkeit bietet. Was sich aber die große Politik in Berlin dabei gedacht hat, das 9-Euro-Ticket nach drei Monaten Laufzeit fast deckungsgleich mit dem Wiesn-Start in Rosenheim auslaufen zu lassen, das ist schon ein starkes Stück und wirkt fast wie gezielte Schikane...

Park & Ride einmal anders

Hier geht nix mehr weiter: Parkplatzgerangel vorm Kinderkarussell.

Parkplatz-Probleme rund um das Rosenheimer Herbstfest sind bekannt. Am Kindertag kam es aber auch vor den Kinderkarussells zu erheblichen Staus von Kinderwagen und Buggys; einfach so auf nicht gekennzeichneten Flächen abgestellt, während die Eltern ihren Kindern beim Vergnügen im Karussell zuschauten. Ob da wohl auch der Miniatur-Abschleppwagen aus dem Fahrgeschäft zum Einsatz gekommen ist?

Bislang erschienene Streiflichter der Wiesn 2022

Mehr zum Thema

Kommentare