FASCHING 2021

Helmut Müller will trotz Corona den Fasching auf den Rosenheimer Max-Josefs-Platz bringen

Viele Menschen drängen sich beim Faschingstreiben im Jahr 2019 auf dem Max-Josefs-Platz.
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Viele Menschen drängen sich beim Faschingstreiben im Jahr 2019 auf dem Max-Josefs-Platz.

Helmut Müller (66) organisiert seit 15 Jahren das Faschingstreiben auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz. Am heutigen Faschingsdienstag feiern dort wegen der Corona-Pandemie zwar keine Hunderte Narren. Doch das Herumtreiben will sich Helmut Müller trotzdem nicht nehmen lassen.

Rosenheim – „Mir blutet das Herz“, sagt der Rosenheimer, wenn er über das Faschingstreiben auf dem Max-Josefs-Platz spricht, das dieses Jahr ausfällt. Seit 15 Jahren steht er jeden Faschingsdienstag auf dem Platz, organisiert, moderiert, tanzt und singt. Immer zusammen mit Hunderten anderen Menschen, die den Fasching genau so lieben wie er selbst.

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Weil er daran erinnern will, wie „schön“ der Tag immer war, treibt er sich heute von 14 bis 15 Uhr alleine auf dem Max-Josefs-Platz herum. Er wolle den Leuten ein wenig Freude bescheren und Stimmung verbreiten, sagt Müller. „Ich will am Ball bleiben.“ Natürlich werde er sich verkleiden – alles andere sei für Müller, der seit seiner Kindheit auf Faschingsbälle geht, ein „No-Go“.

Dieses Jahr hat er sich für den „Steampunk“ entschieden. Laut Müller sind das die „edlen Punker mit Stil“, die moderne Materialien aus solchen aus dem viktorianischen Zeitalter (zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts) verbinden. „Letztes Jahr war das eine aktuelle Maske, das wollte ich wieder aufgreifen“, sagt er.

Luftschlangen, Krapfen und Konfetti

Doch Müller kommt heute nicht nur mit seinem Kostüm auf den Max-Josefs-Platz – „Rosenheims Wohnzimmer“, wie er es nennt. In seinem Bollerwagen habe er Luftschlangen, Getränke und „Stimmungskrapfen“ dabei. Außerdem wolle er Konfetti werfen und Musik spielen. „Einfach ein bisschen verrückt sein.“ Wenn möglich, soll es eine Polonaise um den Nepomuk-Brunnen herum geben. Mit Abstand, Maske und wenig Personen. Ob das klappt, werde sich zeigen. Sein Ziel: ein paar Menschen ein Lächeln entlocken.

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Müller hofft auf den Fasching 2022. Dann will er wieder mit anderen Menschen auf dem Max-Josefs-Platz feiern. Bis es soweit ist, feiert er dort eben allein.

Helmut Müller, Organisator des Faschingstreibens.

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