Rund 200 Musikschüler brachten Künstlerhof zum "Klingen"

Hausmusik ist wieder "in"

Klingender Künstlerhof: Rund 200 Musikschüler präsentierten am Samstag die Bandbreite der Hausmusik. Foto : Schlecker
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Klingender Künstlerhof: Rund 200 Musikschüler präsentierten am Samstag die Bandbreite der Hausmusik. Foto : Schlecker

Rosenheim - Hausmusik ist wieder "in": Eindrucksvoll wurde dies am Samstag im Künstlerhof deutlich. Rund 200 Kinder der Musikschule zeigten unter dem Motto "Der Künstlerhof klingt", dass sich hinter dem Begriff "Hausmusik" eine enorme Bandbreite musikalischer Betätigung verbirgt.

Romy spielt seit drei Jahren Geige. "Ich wollte einfach etwas anderes lernen als Flöte", berichtete die Elfjährige nach ihrem Auftritt beim Tag der Hausmusik. Lampenfieber hatte die junge Brannenburgerin nicht: "Für mich ist die Musikschule schon so etwas wie ein Zuhause." Musik gehört für Romy einfach dazu, Hausmusik ist für sie darum eine Selbstverständlichkeit und alles andere als langweilig.

Tatsächlich ist die musikalische Betätigung laut Gottfried Hartl, Leiter der Musikschule Rosenheim, in den Familien wieder im Kommen: "Immer mehr Eltern musizieren mittlerweile wieder mit ihren Kindern." Gitarre und Klavier seien nach wie vor sehr beliebt, stärker sind Hartl zu Folge aber auch die Blechbläser vertreten. Um sich musikalisch zu betätigen, reiche aber auch schon die eigene Stimme - und die wird ebenfalls gern genutzt. "Auch unsere Chöre sind sehr gefragt", erklärt der Musikschulen-Leiter. Einen Grund für diesen Trend sieht er in den vielen Casting-Shows im Fernsehen.

Wie viele musikalische Stilrichtungen der Begriff "Hausmusik" umfasst, zeigte sich bei Konzerten, Workshops und Filmen. "Tatsächlich ist dieser Begriff auf vielerlei Weise zu interpretieren", meint Hartl. Darum wurde beim Tag der Hausmusik nicht nur musiziert und gesungen, sondern auch getanzt und gesteppt.

Den Auftakt der Veranstaltung, die die Musikschule alle zwei Jahre durchführt, machte die Samba-Gruppe auf dem Ludwigsplatz. Danach folgten stündlich wechselnde Konzerte, in denen von Klassik über Volksmusik bis hin zu Rock, Pop und Jazz alles geboten wurde.

Die kleinsten Künstler waren gerade einmal sechs Jahre alt. Farbenfroh verkleidet betraten sie die Bühne und bekamen für ihre Leistung viel Applaus. Viel fürs Auge bot auch die Musical- und Opernklasse der Musikschule mit ihrem "Hexentanz".

Für Abwechslung sorgten auch einige Mitmach-Programme. So konnten die vielen Besucher beispielsweise aus Nüssen Kastagnetten basteln oder ihren Körper zum Rhythmus-Instrument umfunktionieren. wu

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