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MEINUNG

Hannelore Maurers „Zwischen Himmel und Erde“: Verhältnismäßigkeiten

Hannelore Maurer
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Hannelore Maurer

Die Rosenheimer Gemeindereferentin Hannelore Maurer (52) ist Autorin von vier Büchern und spricht im Radio für die Sendung „Auf ein Wort“ auf Bayern 1 und Bayern 3. Für die OVB-Leser schreibt sie die wöchentliche Kolumne „Zwischen Himmel und Erde“, in der sie gute Gedanken mit auf den Weg gibt.

Kolumne– „Bei mir ist gerade Land unter!“ Das habe ich bisher schon öfter gesagt, wenn mir unerledigte Aufgaben über den Kopf wachsen und ich mich deshalb bei Freunden von gemeinsamen Unternehmungen abmelden muss. Diese Formulierung werde ich zukünftig nicht mehr verwenden. Denn zu sehr haben sich die schrecklichen Bilder der vergangenen Woche bei mir eingebrannt.

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Was bedeutet das schon, wenn ich auf meinem Schreibtisch „kein Land mehr sehe“ und in meinem Terminkalender nichts mehr unterbringe, gegen das Leid, das mit dem Hochwasser innerhalb weniger Stunden über viele Menschen und ganze Landstriche gekommen ist. Es sind die Momente, in denen sich die Verhältnismäßigkeiten verschieben. Zeit, um ganz still zu werden, um über vieles nachzudenken, um zu beten und um solidarisch zu sein.

Auch wenn mir Politiker in Gummistiefel vor laufenden Kameras dabei nicht immer hilfreich erscheinen. Irgendwann werden die Spuren auf den Straßen, in den Städten und in der Landschaft aufgeräumt sein. Bei manchen Familien wird es dagegen nie mehr so sein wie vorher.

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Nachdenklich schaue auf den Papierstapel auf meinem Schreibtisch. Nicht alles, was davon eigentlich noch erledigt werden sollte, erscheint mir heute wichtig. Wenn ich in meinem Büro wieder einmal „kein Land mehr sehe“, sollte ich das tun, worauf es wirklich ankommt: Mir mehr Zeit für meine Krankenbesuche nehmen und für die Menschen, die meine Zuwendung und Hilfe wirklich brauchen. Und zuerst und vor allem anderen die eigene Familie und die Menschen nicht zu vergessen, die man am meisten liebt.

Schreiben Sieder Autorin: hannelore.maurer@ovb.net

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