Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Hannelore Maurers „Zwischen Himmel und Erde“: Die herausgenommene Hoffnung

Hannelore Maurer
+
Hannelore Maurer

Die Rosenheimer Gemeindereferentin Hannelore Maurer (53) ist Autorin von vier Büchern und spricht im Radio für die Sendung „Auf ein Wort“ auf Bayern 1 und Bayern 3. Für die OVB-Leser schreibt sie die wöchentliche Kolumne „Zwischen Himmel und Erde“, in der sie den Lesern gute Gedanken mit auf den Weg gibt.

Kolumne– Ohne den Christkindlmarkt wirkt der große Christbaum in der Fußgängerzone fast etwas einsam. Davor steht nur die kleine Hütte mit der Weihnachtskrippe, die jedes Jahr in der Mitte der Stadt Rosenheim aufgestellt wird.

Ich muss an eine Begebenheit denken, die sich im letzten Jahr dort ereignet hat. Vor der Hütte stand ein etwa vierjähriges Mädchen, schaute lange dort hinein und sagte dann: „Warum liegt denn da gar kein Jesuskind in der Krippe drin?“ Der Vater antwortete ganz spontan: „Wahrscheinlich hat das irgendjemand herausgenommen!“

Lesen Sie auch: Hannelore Maurers „Zwischen Himmel und Erde“ – Mit einem anderen Blick auf die Erde

Die Antwort des Vaters hat mich damals in zweierlei Hinsicht nachdenklich gestimmt: Zum einen, dass die Wochen des Advents einfach nicht mehr gesehen werden als eine Zeit des Wartens, in der das Christkind noch gar nicht in der Krippe liegen kann.

Zum anderen aber der Gedanke an ein „herausgenommenes“ Christkind. Ein „herausgenommenes“ Jesuskind würde ja bedeuten, dass die Krippe nicht nur jetzt im Advent leer ist, sondern dann auch an Weihnachten leer bleibt. Eine leere Krippe ist wie ein Herz ohne Hoffnung. Es ist wie in unserem Leben: In Krisenzeiten fühlen wir uns auch manchmal leer, als wäre uns das „Herzstück“ herausgenommen.

Lesen Sie auch: Warum gemeinsames Singen in Zeiten von Corona wichtig ist

Weihnachten heißt für mich, dass Gott in die leere Krippe unseres Herzens kommt in einem kleinen Kind. Verwundbar und verletzlich und doch das allergrößte Wunder der göttlichen Liebe.

Die Zeit ist momentan für viele Menschen nicht einfach. Aber gerade jetzt: Lassen wir uns unsere Hoffnung nicht aus der Krippe nehmen! Gott will an unserer Seite sein.

Schreiben Sieder Autorin: hannelore.maurer@ovb.net