Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

Hannelore Maurers „Zwischen Himmel und Erde“: Der Platz in der Mitte

Hannelore Maurer
+
Hannelore Maurer
  • unserer Kolumnistin Hannelore Maurer
    Vonunserer Kolumnistin Hannelore Maurer
    schließen

Die Rosenheimer Gemeindereferentin Hannelore Maurer (53) ist Autorin von vier Büchern und spricht im Radio für die Sendung „Auf ein Wort“ auf Bayern 1 und Bayern 3. Für die OVB-Leser schreibt sie die wöchentliche Kolumne „Zwischen Himmel und Erde“, in der sie den Lesern gute Gedanken mit auf den Weg gibt.

Kolumne– Nach coronabedingter Pause wird am kommenden Wochenende rund um den 1. Mai vielerorts wieder ein Maibaum aufgestellt. Schon wochenlang wurden die Maibäume zuvor in den meist bekannten Verstecken sorgfältig bewacht. Ein Diebstahl ist hier bekanntermaßen keine Straftat, sondern gehört einfach dazu.

Wer sich in den bayerischen Regeln nicht auskennt, sollte aber lieber die Finger davon lassen. Sonst sind Ärger und Verdruss vorprogrammiert oder verkehren die wunderbare Tradition ins Gegenteil. Streit ist die Sache dann nicht wert.

Lesen Sie auch: Hannelore Maurers „Zwischen Himmel und Erde“ – Mehr als nur ein Windlicht

Ein Maibaum ist Ausdruck unserer bayerischen Lebensfreude, bringt die Menschen in einem Dorf zusammen und stärkt als äußeres Zeichen auch den Zusammenhalt und die eigene Identität. Eine besondere Freude ist es für mich, wenn der Maibaum im besten Fall in der Dorfmitte auch wirklich neben der Pfarrkirche steht.

Natürlich ist mir bewusst, dass das für viele Menschen mittlerweile keine Rolle mehr spielt. Möglicherweise haben wir in unseren Kirchen selber auch zu abgegrenzt und „hinter verschlossenen Türen“ gefeiert. Trotzdem bin ich immer noch der Überzeugung, dass Maibaum und Kirche zusammengehört. Wo Gott in der Mitte einer Gemeinschaft von Menschen noch seinen Platz hat, ist für mich das Leben gefühlt anders.

Lesen Sie auch: Asche unterm Birnbaum oder auf der Wiese? Rosenheim setzt auf alternative Bestattungsformen

Das Maibaumaufstellen ist eine Einladung für jeden Bewohner im Ort, gleich welcher Gesinnung und Weltanschauung. Auch die Fremden und Zugereisten kommen gerne dazu. Mit Gottes Segen, seiner „Guten Zusage“ ist das eigentlich genauso: Eingeladen sind alle, die im Herzen dafür offen sind.

Schreiben Sieder Autorin: hannelore.maurer@ovb.net