Sperrzeit verkürzt

Gute Nachricht für Außengastronomie: Rosenheimer Wirte dürfen eine Stunde länger auf haben

Die Chancen dafür, dass der Mantelsonntag am 25. Oktober stattfindet, stehen gut.
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Die Chancen dafür, dass der Mantelsonntag am 25. Oktober stattfindet, stehen gut.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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  • Jennifer Bretz
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Die Rosenheimer Außengastronomie darf ab sofort eine Stunde länger öffnen. Dafür sprachen sich die Stadträte im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss einstimmig aus. Auch über einen möglichen Termin für einen verkaufsoffenen Sonntag wurde diskutiert.

Rosenheim – Daniel Artmann (CSU) liegt das Wohl des Einzelhandels am Herzen. In einen Antrag an Oberbürgermeister Andreas März (CSU) forderte er deshalb die Verwaltung auf, zu überprüfen, inwieweit eine Durchführung von vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr 2020 noch möglich ist.

Verkürzung der Sperrzeiten auf 24 Uhr

Außerdem beantragte er die Verkürzung der Sperrzeiten für die Außengastronomie auf 24 Uhr. Dadurch soll, so heißt es in dem Antrag, die wirtschaftliche Lage der Gastronomie gestärkt und die Existenz der Betriebe gesichert werden.

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Gleichzeitig würden längere Öffnungszeiten aber auch das „mediterrane Lebensgefühl in der Stadt“ steigern, meint Artmann. Das wiederum würde mehr Leute in die Stadt ziehen.

Zustimmung von Oberbürgermeister März

Oberbürgermeister März begrüßte den Vorschlag seiner Fraktion. Allerdings gebe es Vorbehalte. Sollte es vermehrt zu Beschwerden wegen Lärmbelästigung kommen, werde die Regelung rückgängig gemacht. Auch müsse man das Infektionsgeschehen im Auge behalten.

Sperrzeiten vorerst nur für dieses Jahr verkürzen

Zustimmung gab es von den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses. Robert Multrus, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler/UP, bat lediglich darum, die Sperrzeiten vorerst nur für dieses Jahr zu verkürzen. In der ersten Jahreshälfte 2021 solle die Regelung nochmals überprüft werden.

Gemischte Gefühle bei den Gastronomen

Die Wirte reagierten auf die Neuigkeit mit gemischten Gefühlen. Georgia Brodka vom „Zum Augustiner“ sagt: „Wir freuen uns natürlich, aber es wäre auch schön gewesen, wenn es vielleicht ein bisschen eher passiert wäre.“

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Ganz anders schätzt Toni Sket vom Wirtshaus „Zum Johann Auer“ die Situation ein: „Die Sperrzeitverkürzung interessiert mich überhaupt nicht. Seit 45 Jahren sitzen die Leute bis um 23 Uhr bei mir, nur ganz selten wollen sie mal länger bleiben.“

Möglicher verkaufsoffener Sonntag am 25. Oktober

Größer dürfte die Freude über den möglichen verkaufsoffenen Sonntag, 25. Oktober, sein. Das sei, laut Dezernent Herbert Hoch, der einzige Sonntag in diesem Jahr, an dem eine Umsetzung möglich sei. Sein Vorschlag: Man könne den im Oktober stattfindenden Simon-Judäi-Markt zum Anlass nehmen, einen verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen.

Borrmann unterstützt Vorschlag

„Ich finde den Vorschlag hervorragend“, sagte der Fraktionsvorsitzende der CSU, Herbert Borrmann. Er regte an, den Markt aus der Innenstadt wieder auf die Loretowiese zu verlegen. „Ich weiß nicht, ob ein Markt neben einem Corona-Testzentrum eine so gute Idee ist“, entgegnete März. Trotzdem versprach er, den Vorschlag zu prüfen.

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Heuer würde die Veranstaltung des Marktes in der Innenstadt aber mehr bringen, so Oberbürgermeister März. Dem stimmte auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Franz Opperer, zu. Man müsse das „Leben in die Stadt zurückbringen“ und an den „traditionellen Märkten“ festhalten.

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