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Mangel an Impfstoff sorgt für Probleme

Großunternehmen im Landkreis Rosenheim wollen ihre Mitarbeiter selbst impfen

Aufgereiht zum Termin: Bei Krones begann im Hauptsitz das betriebsinterne Impfen, bei dem auch Rosenheimer Monteure versorgt wurden.
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Aufgereiht zum Termin: Bei Krones begann im Hauptsitz das betriebsinterne Impfen, bei dem auch Rosenheimer Monteure versorgt wurden.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Die Unternehmen der Region rüsten sich für die Impfung der eigenen Mitarbeiter. Seit Montag dürfen Firmen mit hauseigenen Betriebsärzten ihre Angestellten selbst versorgen. Doch obwohl sich zahlreiche Geschäftsführer bereits ein Konzept überlegt haben,gibt es ein Problem – Es mangelt an Impfstoff.

Rosenheim – Die Großunternehmen der Region rüsten sich für die Impfung der eigenen Mitarbeiter. Seit Montag dürfen Firmen mit hauseigenen Betriebsärzten ihre Angestellten selbst versorgen. Doch obwohl sich zahlreiche Geschäftsführer bereits ein Konzept überlegt haben, müssen sich viele Arbeitnehmer noch gedulden. Der Grund: Es mangelt an Impfstof

Wir haben die maximale Menge von 3216 Dosen bestellt, letztlich aber nur 812 bekommen“, stellt Ingrid Reuschl, Pressesprecherin der Firma Krones fest. Innerhalb weniger Stunden war das Angebot ausgebucht und die Firma war gezwungen, sich zunächst auf den Hauptsitz in Neutraubling sowie Arbeiter im Außendienst zu konzentrieren. Dementsprechend wurde, entgegen der ursprünglichen Planung, auch nur ein kleiner Teil der Rosenheimer Monteure geimpft.

Seit rund einem Monat Teil des Pilotprojekts: Der Betriebsarzt Dr. Bernhard Häusl hat bereits 580 Mitarbeiter bei der Firma Brückner in Siegsdorf geimpft.

Firmen bestellen das Maximum

Auch für die nächsten Wochen ist die Versorgung mit dem begehrten Biontech Wirkstoff eingeschränkt. Denn für die vier einsatzbereiten Betriebsärzte wurde die Menge nochmals reduziert, sodass aktuell maximal 300 Dosen zur Verfügung stehen. Die rund 1100 in Rosenheim Beschäftigten sind dementsprechend größtenteils erst einmal dazu gezwungen abzuwarten.

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Noch mehr Einschränkungen muss man bei der Firma Spinner aus Feldkirchen-Westerham hinnehmen. Beim Produktionsstandort des Technikbetriebs kommt das Vakzin erst am 23. Juni an. „Wir bekommen auch immer wieder Absagen, von Leuten, die dann doch über andere Wege geimpft werden“, berichtet Personalleiterin Christine Kapfhammer. Sie erwartet daher, dass sich am Stichtag circa ein Fünftel der 530 Arbeitnehmer durch die geplante Ein-Tages-Impfstrecke begeben werden.

Siegsdorf macht es vor, der Landkreis zieht nach

Für einen reibungslosen Ablauf kann man sich am Pilotprojekt aus Siegsdorf orientieren. Dort gehörte das Unternehmen Brückner Maschinenbau zu den ersten zehn Betrieben in Bayern, die mit einem Wirkstoffkontingent der Staatsregierung bereits Anfang Mai loslegen konnten. „Je Impfung hatten wir dabei fünf Minuten sowie eine 15 minütige Beobachtungszeit in separaten Räumen eingeplant“, erläutert Geschäftsführer Stefan Neumann. An drei Tagen die Woche konnten so innerhalb eines Monats 580 Mitarbeiter geimpft werden. Laut Neumann gab es dabei keine Komplikationen. Als Testbetrieb habe man allerdings auch den Vorteil gehabt, immer genügend Dosen zur Verfügung zu haben.

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Auch in Thansau beim Arbeitgeber Schattdecor macht man sich seit Wochen Gedanken um ein passendes Konzept. Die auf Oberflächen spezialisierte Firma begann am 9. Juni mit dem Impfen und hat laut Vorstandsvorsitzendem Roland Auer bisher durchgehend positive Rückmeldungen erhalten. Er mahnt jedoch, weiterhin achtsam zu sein, da die Entwicklung der Pandemie nach wie vor unvorhersehbar bleibe.

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Beim Elektronikausrüster Ericsson will man dagegen erst einmal abwarten. „Wir prüfen derzeit die Möglichkeit, durch unsere Betriebsätze zu impfen“, berichtet Pressesprecher Martin Ostermeier. Die Umsetzung sei aber auch beim Rosenheimer Standort erst einmal von der Verfügbarkeit des Impfstoffes abhängig.

Besserung vorerst nicht in Sicht

Die neuen Impfstoff-Lieferungen werden aktuell strikt unter allen Betriebsätzen in Bayern aufgeteilt. Wann die Mengen wieder erhöht werden, ist den Unternehmen der Region noch nicht bekannt. „Wir wissen immer erst kurz vor Beginn der jeweiligen Woche, wie viel Impfstoff wir bekommen“, sagt Krones-Sprecherin Reuschl. Wird die Maximalmenge allerdings nicht erhöht, könne es noch Monate dauern, bis wirklich alle Mitarbeiter in den Firmen der Region versorgt sind.

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