Früherer Militärattaché referiert an Mittelschule Aising

"Es gibt Krieg um Wasser"

Die Gefahren der Auseinandersetzung um Wasser beschrieb Oberst a.D. Eberhard Möschel den Schülern. Foto : re
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Die Gefahren der Auseinandersetzung um Wasser beschrieb Oberst a.D. Eberhard Möschel den Schülern. Foto : re

Rosenheim - "Wasser als Herausforderung der internationalen Politik" war das Thema des Referenten der Hanns-Seidl-Stiftung, Oberst a.D. Eberhard Möschel. Schulleiter Wolfgang Zeller begrüßte ihn und den Regionalbeauftragten der Stiftung, Rudolf Zehentner, an der Mittelschule Aising. In einem spannenden Vortrag vor den Schülern der 10. und 11. Klasse, organisiert von Konrektor Herbert Unterreiner, stellte Möschel an vielen Beispielen vor, wie verschwenderisch der Mensch mit Trinkwasser umgeht.

Als junger Flugzeugführer sei ihm bei Übungsflügen aufgefallen, dass der Colorado River keine Mündung mehr habe, weil ihm zu viel Wasser entnommen worden sei. Ein weiterer Brennpunkt sei Ägypten, dessen Existenz vom Nil abhänge. Daher habe es schon seit der Zeit der Pharaonen politische Verbindungen zu Stämmen und Staaten am Oberlauf des Nils gegeben, erklärte der Referent.

Auch im israelisch-palästinensischen Konflikt um den Gazastreifen gehe es zum großen Teil um die Sicherung der Wasserversorgung Israels.

Anhand weiterer Beispiele erläuterte Möschel, wie der Bau von Staudämmen als strategisches Druckmittel gegen andere Staaten eingesetzt wird. Das enorme Bevölkerungswachstum in den Staaten mit Wasserproblemen werde früher oder später zu militärischen Konflikten führen, ist sich Möschel sicher.

Insbesondere sieht der langjährige Militärattaché der deutschen Botschaft in Peking einen entstehenden Konflikt zwischen Indien und China voraus. "Das wird ein Kampf auf Leben und Tod", stellte Möschel den Ernst der Lage drastisch dar.

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