Katastrophales Weihnachtsgeschäft befürchtet

Corona-Lockdown: Gewerbeverband Rosenheim wettert gegen Markus Söder - „Es ist äußerst befremdlich“

Deutschland steht vor dem zweiten harten Lockdown: Das Land wird ab Mittwoch, 16. Dezember, bis mindestens 10. Januar 2021 heruntergefahren. Der Einzelhandel wird geschlossen, darunter fallen auch Friseure. Nur noch Läden für Lebensmittel und ganz wenige andere sollen offen bleiben dürfen.
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Deutschland steht vor dem zweiten harten Lockdown: Das Land wird ab Mittwoch, 16. Dezember, bis mindestens 10. Januar 2021 heruntergefahren. Der Einzelhandel wird geschlossen, darunter fallen auch Friseure. Nur noch Läden für Lebensmittel und ganz wenige andere sollen offen bleiben dürfen.

„Die aktuellen Maßnahmen und die weiteren Verschärfungen werden sich nachhaltig negativ auf den stationären Handel hier in Rosenheim auswirken. Wir erwarten jetzt von der Politik ein klares Bekenntnis zur regionalen Wirtschaft!“, so der Vorsitzende des Gewerbeverbandes Rosenheim, Anton Heindl.

Rosenheim – Heindl weiter: „Wer in fünf oder zehn Jahren noch durch belebte Dörfer oder Städte schlendern möchte, der muss das heute mit seiner Kaufentscheidung deutlich machen. Die Lage im Einzelhandel ist angespannt, denn das Weihnachtsgeschäft steht unmittelbar vor der Tür.

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Gabriele Sehorz, Präsidentin des Bundes der Selbstständigen Bayern unterstreicht die Forderung des Rosenheimer Ortsverbandes: „Es ist äußerst befremdlich, wenn der bayerische Ministerpräsident jetzt von einem ‚Weihnachten der Liebe und nicht einem Weihnachten der Konsumgüter‘ spricht. Fest der Liebe und Konsum im regionalen Einzelhandel stehen in keinerlei Gegensatz. Wir widersprechen der Annahme des Ministerpräsidenten vehement und rufen die Bürger dazu auf, jetzt ganz besonders die Geschäfte vor Ort zu unterstützen.“

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Familienunternehmen unterstützen

Dazu meint Vorsitzender Anton Heindl: „Diese familiengeführten Unternehmen bringen sich in die Gesellschaft ein, zahlen Steuern vor Ort und sind oftmals Sponsor örtlicher Sportvereine oder sozialer Einrichtungen. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass dies auch so bleibt. Deshalb Bürger von Rosenheim, bitte unterstützt unsere Unternehmen vor Ort“.

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Interne Umfrage des BDS Bayern

„Unternehmen, die nicht einer Betriebsuntersagung unterliegen, werden die 75 Prozent Umsatz aus dem Vorjahr nicht erwirtschaften. Der prognostizierte Rückgang liegt branchenübergreifend bei 42,68 Prozent im November. Hier greifen keine Wirtschaftshilfen. Das liegt auch daran, dass bei nahezu allen wirtschaftlichen Hilfen Spätfolgen nicht berücksichtig werden. So muss zum Beispiel die Überbrückungshilfe geändert und an Realitäten angepasst werden, da sich hier die Berechtigungsgrundlage immer noch darauf beschränkt, dass man in den Monaten April bis August Umsatzrückgänge hatte. „Die Hilfen müssen endlich gesamtwirtschaftlich greifen“, so die Präsidentin des Bunds der Selbstständigen Bayern, Gabriele Sehorz.

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