Stadt ist dazu verpflichtet - Einige Anlieger für kleine Lösung

Gestaffelter Lärmschutz

Rosenheim - Kontrovers diskutiert werden seitens der Anlieger Lärmschutzmaßnahmen an der Pürstlingstraße. Im Bebauungsplan war bereits 1993 eine Lärmschutzwand festgeschrieben worden, um die bestehenden Wohnungen vor dem Lärm des Sportbetriebs zu schützen. Nach einem Gutachten wurde die Höhe der Wand mit 4,80 Meter festgesetzt. Errichtet wurde die Wand bisher jedoch nicht. Es entstand lediglich ein niedriger Erdwall, der zwischenzeitlich mit Bäumen und Sträuchern bewachsen ist.

Im Rahmen der Umsiedlung des Post-Telekom-Sportvereins (PTSV) vom Gelände am Mangfallkanal bei der Georg-Aicher-Straße zum Sportcampus an der Pürstlingstraße wurde die Notwendigkeit eines Lärmschutzes bei einer Anliegerversammlung unterschiedlich beurteilt. Die westlich Wohnenden wünschen sich den Erhalt des Grüngürtels samt Baumbestand, nur zwei von ihnen wünschen eine Erhöhung des Erdwalls auf 2,50 Meter. Die östlichen Anlieger hingegen drängen auf Verbesserung des Lärmschutzes durch Erhöhung des Walls und eine aufgesetzte Wand zur Erreichung der Höhe von 4,80 Meter.

Baudezernent Helmut Cybulska stellte in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschusses den derzeitigen Stand vor. Die rechtliche Verpflichtung der Stadt könne nur durch den Bau der im Bebauungsplan festgesetzten Wand erfüllt werden. Fraglich sei aber, ob es angemessen ist, die Wand gegen den Willen derjenigen durchzusetzen, für die diese Lärmschutzmaßnahme gedacht ist.

So soll nun also der Lärmschutz abschnittsweise nach den Wünschen der Anlieger gestaltet werden. Als Lärmschutzwand, so hatten die Versammlungen erkennen lassen, werde eine Gabionenwand gewünscht, also mit Steinen gefüllte Gitterkästen. Der entsprechende Beschluss des Ausschusses zu der vom Bebauungsplan abweichenden Lösung soll in der nächsten Sitzung gefasst werden. re/hh

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