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Vom tristen Ort zum städtischen Wohnzimmer

Wie der Salzstadel zum Lieblingsort in Rosenheim wurde - Und wie es mit dem Platz weitergeht

Der Salzstadel vor der Stadtbibliothek gehört mittlerweile laut Verwaltung zu den beliebtesten Plätzen Rosenheims. In den vergangenen zwei Jahren haben hier immer wieder zahlreiche Veranstaltungen stattgefunden.
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Der Salzstadel vor der Stadtbibliothek gehört mittlerweile laut Verwaltung zu den beliebtesten Plätzen Rosenheims. In den vergangenen zwei Jahren haben hier immer wieder zahlreiche Veranstaltungen stattgefunden.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Hochbeete, ein Büchertauschmodul und zahlreiche Veranstaltungen: Im Rahmen des Projektes „StadtLeben – Forum Stadtbibliothek am Salzstadel“ hat die Bibliothek ihre Rolle als Treffpunkt in der Stadt in den vergangenen zwei Jahren immer weiter ausgebaut. Im Herbst endet das Projekt. Gute Nachrichten gibt es trotzdem.

Rosenheim – Mit so viel Lob hat Susanne Delp wahrscheinlich nicht gerechnet. Minutenlang würdigten die Stadträte – während der jüngsten Sitzung des Schul-, Kultur- und Sportausschusses (SKS) – die Arbeit der Bibliotheksleiterin und erinnerten daran, wie sehr sich der Salzstadel in den vergangenen zwei Jahren zum Positiven verändert hat.

„Das verdient unseren Respekt“, sagte Oberbürgermeister Andreas März (CSU). „Sie haben den Platz mit Leben gefüllt. Ich finde toll, was entstanden ist“, ergänzte SPD-Stadträtin Gabriele Leicht. Robert Multrus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/UP ging sogar noch einen Schritt weiter: „Es ist phänomenal, was aus dem Platz geworden ist.“

Ort der Begegnung und Kommunikation

Bereits im August 2020 startete das von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Projekt „StadtLeben – Forum Stadtbibliothek am Salzstadel“, mit dem Ziel, die Rolle der Stadtbibliothek als attraktiven Ort der Begegnungen und Kommunikation in der Innenstadt zu stärken. Aufgrund begrenzter Raumkapazitäten erweiterte die Bibliothek laut Verwaltung ihren Aktionsraum hinaus auf den Salzstadel.

Dort wurden in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule (TH) in den vergangenen zwei Jahren unter anderem 24 Hochbeete entworfen und platziert. Seit Mitte Mai stellt die Bibliothek den Bürgern zudem ein Büchertauschmodul zur Verfügung, das Platz für rund 300 Bücher bietet.

Neben dem mobilen Café „Innspiraija“ gibt es auch etliche Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen. Hinzu kommen zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen, die gemeinsam mit den verschiedensten Kooperationspartnern umgesetzt wurden.

Urbane Lebensqualität in der Innenstadt

So nahmen laut Stadtverwaltung rund 300 Menschen am Herbst- und Frühlingsmarkt teil, 80 an der Ehrenamtsmesse und der Veranstaltung „Rosenheim tanzt“. Ebenfalls gut besucht waren die Dokumentarfilmtage mit rund 200 Besuchern pro Tag.

„Mit dem Projekt ‚StadtLeben‘ hat es die Stadtbibliothek geschafft mehr urbane Lebensqualität in die Innenstadt zu bringen“, heißt es aus dem Rathaus. Der ehemals triste Salzstadel habe sich zu einem grünen Wohnzimmer mit einer „enorm hohen Aufenthaltsqualität“ entwickelt und sei seit Mai 2021 zu einem der beliebtesten Orte in Rosenheim geworden.

Fortführung des Projekts besiegelt

Aus diesem Grund sprachen sich die Stadträte einstimmig für die Fortführung des Projekts aus. So sei bereits ein Antrag auf Sondernutzung für den Erhalt des Büchertauschmoduls beim Ordnungsamt gestellt. Des weiteren übernimmt das Umwelt- und Grünflächenamt den Unterhalt für die Hochbeete und das mobile Grün.

Zusätzliche Mittel in Höhe von 10.000 Euro seien im Haushalt bereits angemeldet worden. Der Förderverein der Stadtbibliothek will sich zudem dafür einsetzen, dass auch weiterhin Veranstaltungen stattfinden können und das Außenmobiliar instand gehalten wird.

Zentralen Ideen werden weitergeführt

„Das einstimmige Votum des SKS macht deutlich, dass der Stadtrat vom Erfolg des Projektes überzeugt ist“, sagt Bibliotheksleiterin Susanne Delp. Die Zielsetzung des Projekts ist ihrer Meinung nach in vollem Umfang erreicht worden.

„Die Stadtbibliothek ist sowohl in ihren Räumen als auch auf dem Salzstadel zu einem noch attraktiveren Ort geworden. Mit der Zustimmung der Stadt werden die zentralen Ideen des Projektes auch in den kommenden Jahren weitergeführt“, fügt Delp hinzu.

Weitere Besprechung im November

Den Abschluss des Projekts im Herbst 2022 bildet ein Nutzungskonzept für den Salzstadel in dem Erfahrungen und Ergebnisse des zweijährigen Projektes zusammengefasst werden. Die Präsentation erfolgt im SKS am Dienstag, 8. November. Lob für Susanne Delp wird es aller Wahrscheinlichkeit auch dann wieder geben.

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