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1200 Zuschauer in der Regionalliga

Gastgeschenk von 1860 Rosenheim kostet den Sieg in Schalding - Abstieg immer näher

Rosenheims Torschütze Christoph Fenninger behauptet den Ball vor einem einem Schaldinger.
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Rosenheims Torschütze Christoph Fenninger behauptet den Ball vor einem einem Schaldinger.

Das Spiel am Mittwochabend bei Schalding-Heining machte wieder einmal deutlich, warum der TSV 1860 Rosenheim in der Regionalliga Bayern auf dem letzten Platz steht. Die Sechziger führten, spielten gut, vergaben die Chance zum 2:0 und mussten am Ende mit einem 1:1 zufrieden sein.

Schalding – Der Abstieg rückt für beide Mannschaften immer näher. Der SV Schalding kam am Mittwochabend im Heimspiel gegen Schlusslicht TSV 1860 Rosenheim nicht über ein 1:1 hinaus und braucht nun in den verbleibenden sechs Partien der Regionalliga Bayern schon ein kleines Wunder, um doch noch den Ligaerhalt zu packen. Der Abstieg von 1860 steht praktisch fest.

Große Kulisse

Vor großer Kulisse – rund 1200 Zuschauer kamen an den Reuthinger Weg – zeigten die Gastgeber nach zuletzt guten Auftritten eine über weite Strecken sehr enttäuschende Leistung. Erst nach dem späten Ausgleich von Chris Seidl wachte der Gastgeber auf – zu spät.

Coach Köck musste einräumen, dass diese Leistung nicht für die Regionalliga reiche. „Vor allem die erste Halbzeit war totaler Müll. Dafür möchte ich mich entschuldigen“, sagte er sichtlich niedergeschlagen bei der Pressekonferenz in Richtung Zuschauer. „Wir habe uns nicht getraut, Fußball zu spielen und es dem Gegner einfach gemacht.“

Verdiente Sechziger-Führung

Tatsächlich fanden die ersatzgeschwächten Rosenheimer immer wieder relativ einfach spielerische Lösungen im Aufbau und nutzte die sich bietenden Räume geschickt. Nur belohnen konnte sich das Schlusslicht für seinen guten Auftritt nicht. „Man hat heute gesehen, warum beide Teams da stehen, wo sie stehen. Wir gehen verdient in Führung verpassen die Chance aufs 2:0 und verteilen dann Geschenke. Das zieht sich leider wie ein roter Faden durch unsere Saison“, meinte Trainer Florian Heller. „Schalding hat unser Geschenk gebraucht, um ein Tor zu machen. Das ist schade.“ Er habe seiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass der Klassenerhalt praktisch nicht mehr zu realisieren sei und jeder die letzten Regionalliga-Auftritte genießen soll. „Ich denke, man hat schon gesehen, dass wir Bock hatten auf Fußball spielen. Leider konnten wir uns nicht mit dem Sieg belohnen“, so Heller weiter.

Rosenheim das bessere Team

Schalding dagegen glaubte noch an den Ligaerhalt – und nahm sich entsprechend viel vor für dieses Endspiel. Umsetzen konnten die Niederbayern aber zunächst gar nichts. Der SVS wirkte verängstigt, gehemmt von der Bedeutung der Partie und fand keinen Zugriff aufs Spiel. Ganz anders die Gäste, die nach dem praktisch schon feststehenden Abstieg relativ befreit aufspielten und von Beginn an das bessere Team stellten. Rosenheim suchte immer wieder zielstrebig den Weg nach vorne, fand Lücken in der SVS-Defensive und ging völlig verdient in Führung, als Torjäger Christoph Fenninger eine Musterflanke von Thomas Steinherr einköpfte (12.).

Für Schalding wirkte der Treffer nicht als Weckruf. Im Gegenteil. Die Köck-Elf agierte noch nervöser, kam nicht in die Zweikämpfe und hatte Glück, dass das Schlusslicht nicht noch vor der Pause einen zweiten Treffer nachlegte.

Sam Zander mit der Chance zum 2:0

Wer gehofft hatte, die Schaldinger würden nach dieser schwachen Vorstellung nach der Pause Vollgas geben, wurde zunächst enttäuscht. Nach einem dicken Patzer von Walter Kirschner bot sich Sam Zander kurz nach Wiederbeginn die dicke Möglichkeit aufs 2:0, doch SVS-Keeper Simon Busch konnte gerade noch retten (47.). Nach 57 Minuten musste dann erstmals sein Gegenüber eingreifen. Beim bisher besten Schaldinger Angriff verhinderte Alin Goia gegen den herrlich von Chris Seidl freigespielten Gallmaier mit einem riesen Reflex den Ausgleich. Der Rosenheimer Torhüter musste dann zehn Minuten später raus, nachdem er sich bei einem Flankenball verletzt hatte, für ihn kam Ersatzkeeper Joey Brenner.

Und dieser musste nur wenig später den Ball aus dem Netz holen. Nach einem dicken Fehler der Gäste-Defensive hatte Joker Seidl auf rechts freie Bahn und versenkte den Ball. Und dieses Tor hauchte dem SVS plötzlich Leben ein. Aber das erlösende zweite Tor wollte auch in den acht Minuten Nachspielzeit nicht mehr fallen.

TSV 1860 Rosenheim: Goia (73. Brenner) - Sattelberger, Merdan, Kuchler, Jesse - Steinherr, Zander, Kießling, Mensah (85. Benz) - Bacher, Fenninger (58. Schiedermeier). Trainer: Heller.

Tore: 0:1 Fenninger (12.); 1:1 Seidl (77.).

Schiedsrichter: Thomas Ehrnsperger (Rieden);Zuschauer: 1152.al