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Kaum EM-Produkte in den Regalen

Fußball-EM startet am Freitag – Stimmung in Rosenheim (noch) extrem verhalten

Fußball-Gummibärchen zur EM gibt es bei Karen Tiller im „Bears&Friends“.
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Fußball-Gummibärchen zur EM gibt es bei Karen Tiller im „Bears&Friends“.

Fahnen, Hüte, Schals und Trillerpfeifen in Schwarz-Rot-Gold – normalerweise quellen die Geschäfte zu großen Fußballereignissen über vor Fanartikeln. Nicht dieses Jahr zur Europameisterschaft (EM) – schuld ist Corona. Und die damit fehlende Planungssicherheit für die Unternehmen.

Rosenheim – „Wir haben noch ein paar alte Fanartikel“, sagt Angelika Vandree, Filialleiterin des Box-Kleinpreiskönig am Rosenheimer Busbahnhof an der Stollstraße. Wäre die Pandemie nicht, hätte sie mehr bestellt. Weil es aber kein großes Public Viewing gebe, glaubt Vandree, dass sich Fahnen kaum verkaufen ließen. „Die Stimmung wird nicht so aufkommen wie sonst“, meint die Leiterin. Corona habe die Gesellschaft zu sehr gebeutelt.

Planungsunsicherheit im Einzelhandel

Auch im Süßwarenladen „Bears&Friends“ in der Rosenheimer Rathausstraße ist die Pandemie das Problem. „Man war sich nicht sicher, was passiert“, sagt Filialleiterin Karen Tiller. So habe sie nicht planen können, einige Produkte seien nicht lieferbar gewesen. Im Normalfall verkaufe sie Artikel für große Sportereignisse gut, aber wegen Corona seien die Menschen so unsicher.

Tiller will ihre Kunden dennoch in EM-Stimmung bringen. Deshalb wird sie Fußballtorten und -pizzen aus Gummibären anbieten. Es gibt zudem mit Gummibären befüllte Maßkrüge oder Fußbälle. Tiller hofft auf Kundschaft, da die Pandemie für ihr Geschäft bislang eine „sehr schwierige Zeit“ sei.

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Im Mediamarkt im Rosenheimer Aicherpark ist die Situation besser. Große Sportereignisse hätten die Nachfrage von Technik immer belebt, meint Geschäftsführer Lennart Wanderer. Insbesondere Produkte aus der Unterhaltungselektronik seien ein „großes Thema“. Der Geschäftsführer beobachte ein zunehmendes Interesse an großformatigen TV-Geräten.

Auch Beamer seien für viele Kunden eine „echte Alternative“, um die Spiele zu verfolgen. „Gerade, wenn Spiele coronabedingt in diesem Jahr nicht öffentlich in größerer Runde angesehen werden können“, meint Wanderer. Es gebe Aktionen, die über den EM-Zeitraum liefen. Einige davon seien bereits vergangene Woche gestartet.

Keine Trikots anderer Nationen

Attraktive Angebote gebe es auch im Intersport Rosenheim, meint Inhaber Udo Siebzehnrübl. Weil es das Deutschlandtrikot bereits seit einem Jahr gebe, wolle er seinen Kunden mit dem Preis entgegenkommen. Für andere Nationalmannschaften gibt es keine Trikots in dem Sportgeschäft zu kaufen.

Das Risiko sei zu groß gewssen, schon ein dreiviertel Jahr im Voraus hätte er die Ware bestellen müssen. „Da ist der Blick in die Glaskugel zu trüb“, sagt Siebzehnrübl. Andere Fanartikel wie Fahnen oder Trillerpfeifen gebe es coronabedingt nicht. Die könne der Betreiber jedoch kurzfristig bestellen.

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Nicht nur im Einzelhandel, auch im Stadion gibt es heuer deutlich andere Vorzeichen. Kommenden Dienstag spielt Frankreich gegen Deutschland in der Münchner Allianz Arena, 14 000 Zuschauer dürfen das Spiel dort, wo normalerweise rund 70 000 Fans Platz haben, live verfolgen. Hans Gehrlein, Präsident des Bayern-Fanclubs in Höslwang, sagt dazu: „Besser als nix!“ Er freue sich auf die EM, das werde eine „spannende Sache“, weil in verschiedenen Ländern und Städten gespielt werde. Aus seinem Club kenne er aber niemanden, der ein Ticket ergattert habe.

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Auch Public Viewing anzubieten, ist schwieriger als üblich. „Das ist einfach zu kurzfristig“, sagt Alexander Haas, Betriebsleiter des Tante Paula im Mailkeller. Damit bezieht er sich auf die schwankende Inzidenz. Im Gasthaus werde das Spiel aber auf Fernsehern übertragen. „Draußen wäre es natürlich bäriger, aber wir müssen das Beste draus machen“, meint Haas.

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