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Projekte im Ausschuss vorgestellt

Kreatives Trio: Viel Applaus für die Ideen der Rosenheimer FSJ-ler aus dem Kulturbereich

Haben in den vergangenen Monaten an zahlreichen Projekten gearbeitet: (von links) Julian Martin, Carina Lützenburger und Samuel Schepers.
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Haben in den vergangenen Monaten an zahlreichen Projekten gearbeitet: (von links) Julian Martin, Carina Lützenburger und Samuel Schepers.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Sie sind jung, engagiert und voller Ideen: Julian Martin (17), Carina Lützenburger (20) und Samuel Schepers (19) absolvieren gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kulturbereich. Jetzt hat das Trio seine FSJ-Projekte während der Sitzung des Kulturausschusses vorgestellt. Applaus gab es für alle.

Rosenheim – Nur wer ganz genau zugehört hat, konnte das leichte Zittern in Julian Martins Stimme erkennen. „Ich war aufgeregt“, sagt er einige Tage später am Telefon. Trotzdem habe er versucht, sich seine Nervosität nicht anmerken zu lassen, als er in der Sitzung des Kulturausschusses sein FSJ-Projekt vorstellte. Zumal er bereits während seiner Schulzeit immer wieder Vorträge halten musste.

Teilnehmer können Kursbesuch gewinnen

Seit September 2020 absolviert er sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Volkshochschule. Im Rahmen dieses Jahres hatten er und die anderen beiden Jugendlichen die Möglichkeit, selbstständig ein Projekt zu organisieren. „Passend zum 75-jährigen Jubiläum der VHS habe ich mir ein Quiz mit Fragen ausgedacht“, sagt Martin. Ursprünglich habe er ein Magazin entwerfen wollen.

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Weil das durch die Pandemie aber nicht möglich gewesen sei, habe er sich für das Quiz entschieden. Die Fragen, die auf der Homepage der Volkshochschule beantwortet werden können, reichen vom Zweck der Gründung bis hin zu den bestehenden Kursangeboten. Er fragt, wer die Leiterin der Volkshochschule heißt, welche Prüfungen man derzeit machen kann und wo das Hauptgebäude steht.

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Einige Fragen sind leicht, andere deutlich schwerer. Mitgemacht haben rund 60 Leute. Unter allen richtigen Antworten verlost Martin jetzt einen Kursbesuch nach Wahl. Erleichtert, dass es in den kommenden Tagen ruhiger wird, ist Julian Martin trotzdem.

Das Geschehen hinter den Kulissen

Noch mitten in ihrem Projekt steckt hingegen Carina Lützenburger. Sie absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Städtischen Galerie und hat sich vorgenommen, das Geschehen hinter den Kulissen beim Transit-Art-Festival medial zu begleiten und auf der sozialen Plattform Instagram zu präsentieren.

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„Unser Ziel ist es, mehr Leute für die Städtische Galerie zu begeistern und zu zeigen, was wir für tolle Sachen machen“, fügte Monika Hauser-Mair, Leiterin der Städtischen Galerie hinzu. Weil ihr Schützling am Tag der Sitzung erkrankte, übernahm sie gemeinsam mit einer Kollegin die Vorstellung des Projektes.

Kurze Interviews und Umfragen

Laut Hauser-Mair plant Carina Lützenburger Umfragen und kurze Interviews, damit Interessierte die Künstler besser kennenlernen können. Lob für diese Idee, gab es unter anderem von Stadträtin Gabriele Leicht (SPD), die in ihrer Funktion als Dritte Bürgermeisterin die Sitzung leitete: „Es ist wichtig, dass es zu den Bildern, die gepostet werden, auch einen Kontext gibt.“

Informationsangebote in digitaler Form

An einem ähnlich spannenden Projekt arbeitete Samuel Schepers während seinem FSJ-Jahr in der Stadtbibliothek. „Ich habe Lehrvideos für die Literaturrechte in der Oberstufe erstellt“, sagte er zu Beginn seines Kurzvortrags. Während des Videos würden grundlegende Begriffe wie „Titelsuche“, „Stichwortsuche“ oder „Fernleihe“ erläutert werden.

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Außerdem werden verschiedene Datenbanken vorgestellt und erklärt. „Datenbanken gewinnen zunehmend an Bedeutung. Gerade junge Menschen nutzen vielfach Informationsangebote in digitaler Form“, teilt die Verwaltung mit.

Lehrvideos für Mittelschule denkbar

In den vergangenen Monaten habe sich Schepers nicht nur zahlreiche Lehrvideos von anderen Bibliotheken angeschaut, sondern auch ein Konzept ausgearbeitet und rechtliche Fragen mit geklärt. Sein Ziel sei es, die Kollegen der Stadtbibliothek innerhalb der Seminare zur Literaturrecherche in der Oberstufe zu unterstützen. Und er denkt sogar noch einen Schritt weiter: „Weitere Tutorials für den Einsatz an Schulen, insbesondere auch für die Mittelstufe, zur Erstellung von Referaten könnten folgen.“

Applaus für die FSJ-ler

Mit einem langen Applaus würdigten die Stadträte des Kulturausschusses die Arbeit der Jugendlichen. „Sie bereichern die Einrichtungen mit ihren Ideen und Projekten“, sagte Gabriele Leicht. Für sie sei das FSJ-Jahr deshalb ein „gewinnbringendes Projekt“. Ähnlich euphorisch äußerte sich der Leiter des Kulturamts Wolfgang Hauck. Er lobte die „grandiose Arbeit“, sagte, dass die Jugendlichen die Stadt mit ihrer Tätigkeit „sehr bereichert hätten“.

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