Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer mit Delegation bei "Topgast" im Klepperpark

Von Franchise-Nehmer zum Hersteller

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (Mitte) im Gespräch mit Alexander Finta (rechts) und Rudolf Hochreiter (Zweiter von rechts) in den Produktionshallen. Foto : re
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Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (Mitte) im Gespräch mit Alexander Finta (rechts) und Rudolf Hochreiter (Zweiter von rechts) in den Produktionshallen. Foto : re

Rosenheim - Nur die wenigsten wissen, was der Rosenheimer Unternehmer Alexander Finta und sein "Topgast"-Lebensmittelvertrieb mit dem Pizza-Lieferservice "Call a Pizza" zu tun hat. Über die Zusammenhänge ließ sich jetzt Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer in Begleitung von Führungskräften der Verwaltung bei einem Firmenbesuch im Klepper-Park informieren.

1985 brachte Rudolf Hochreiter als Erster die Idee der telefonischen Essensbestellung aus den USA mit. Er gründete ein Franchise-Unternehmen für Pizza-Lieferservice. Die Eröffnung des Pilotgeschäftes in München mit Vergabe der Franchise-Lizenz war der erste Baustein des Unternehmens.

Alexander Finta wagte damals den Schritt in die Selbständigkeit und wurde erster Lizenznehmer. In der Folge bildete er Franchisenehmer in den drei von ihm geführten "Call-a-Pizza"-Läden aus. Bundesweit gibt es inzwischen 84 Standorte.

Mit deren Vermehrung bauten die Pioniere Hochreiter und Finta eine eigene Produktion für die Produkte ihres Lieferservices auf. 1995 in der Von-der-Tann-Straße gegründet, befindet sich der neue Standort des "Topgast"-Lebensmittelvertriebs seit 2010 auf dem Gelände des Klepper-Parks. Dort werden die Produkte für die Systemgastronomie hergestellt und Lebensmittel vertrieben. Die Angebotspalette wurde stetig ausgeweitet, so dass die Firma nun Pizzateige, Pasta, Soßen und vieles mehr als Vor- oder Fertigprodukte anbietet. Mittlerweile erzielt das Unternehmen einen Umsatz von über 7 Millionen Euro pro Jahr und verarbeitet jährlich 800 Tonnen Mehl.

Mit der Eröffnung der "Rosenheimer Fischhalle", einem Delikatessen-Markt mit Imbiss 2001 auf dem ehemaligen Marox-Gelände schufen die Geschäftsinhaber ein weiteres Standbein. "Wir haben über 1,5 Millionen Euro in den neuen Standort Klepper-Park samt Restaurant investiert und bieten hier 23 Arbeitsplätze und zwei Ausbildungsstellen. In unserer Berliner Außenstelle haben wir sechs Beschäftigte", erklärte Geschäftsführer Finta.

Bei ihrem Besuch würdigte Bauer, die sich von der neuen Produktionshalle beeindruckt zeigte, dieses Engagement: "Trotz Weltwirtschaftskrise hat das Unternehmen den Mut aufgebracht, hier zu investieren." re

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