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Schockanrufe, Enkeltricks, falsche Polizisten

Fiese Betrugsmaschen in Rosenheim: Warum Betrüger auch dem „Weißen Ring“ zu schaffen machen

Telefonbetrüger treiben auch in der Region ihr Unwesen. Beim „Weißen Ring“ gehen in letzter Zeit vermehrt Anrufe ein.
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Telefonbetrüger treiben auch in der Region ihr Unwesen. Beim „Weißen Ring“ gehen in letzter Zeit vermehrt Anrufe ein.
  • Anna Heise
    VonAnna Heise
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Schockanrufe, Enkeltrick oder falsche Polizisten: Auch in der Region nehmen Betrugsfälle zu, bei denen die Täter auf immer neue Maschen setzen. Jetzt melden sich die Opfer auch vermehrt beim Weißen Ring – Deutschlands größter Opferschutzorganisation. Eine Entwicklung mit Folgen.

Rosenheim – Das Telefon klingelt. Schluchzen. Schreie. Ein Knall. Dann ertönt eine Frauenstimme. Sie sei Polizistin, nehme gerade einen tödlichen Unfall auf, in dem die Tochter der älteren Dame auf der anderen Leitung involviert gewesen sei. „Sie muss in Untersuchungshaft“, sagt die Polizistin.

Es sei denn, es wird eine Sicherheitsleistung in Höhe von 20.000 Euro bezahlt. Ein Klicken. Dann ist plötzlich ein Staatsanwalt am Telefon. Er bestätigt den Unfall, rät der Frau dazu, das Geld schnellstmöglich zu bezahlen. Sie machen einen Treffpunkt aus, weisen darauf hin, dass das Geld in bar übergeben werden muss. Nur so könne verhindert werden, dass die Tochter nicht ins Gefängnis muss. Es ist eine Horror-Geschichte wie sie in den vergangenen Monaten immer wieder die Runde gemacht hat. Auch beim Weißen Ring.

Ältere Menschen im Visier

„Diese Fälle schlagen bei uns in letzter Zeit vermehrt auf“, sagt Rosenheims Außenstellenleiter Günter Schwarz. Die Telefonbetrüger würden vor allem ältere Menschen ins Visier nehmen. Zwar seien die Zahlen in Rosenheim im Vergleich zum Rest Deutschlands noch vergleichsweise niedrig, trotzdem hat Schwarz seinen Mitarbeitern Tipps an die Hand gegeben, die dabei helfen sollen, Senioren vor Schockanrufen zu schützen.

Bei unerwünschten Anrufen sofort auflegen

So rät er beispielsweise dazu, bei unerwünschten Anrufen sofort aufzulegen. Auch sollten Senioren davon absehen unbekannten Personen Informationen über sich preiszugeben. „Seien Sie misstrauisch, wenn Personen sich am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen“, sagt Schwarz.

Kleines Bild: Außenstellenleiter Günter Schwarz.

Verwandte selbst anrufen

Sollten während des Gesprächs Zweifel an der Identität des Anrufers, der sich als Familienangehöriger ausgibt, aufkommen, rät der Außenstellenleiter dazu, aufzulegen und den angeblichen Bekannten beziehungsweise Verwandten selbst anzurufen.

Anzeige bei Polizei erstatten

Es sind Ratschläge, die Schwarz auch immer wieder Opfern gibt, die direkt beim Weißen Ring anrufen. Er hört sich ihre Geschichte an, rät ihnen in einigen Fällen dazu, Anzeige bei der Polizei zu erstatten oder direkt einen Anwalt aufzusuchen.

Aber der Außenstellenleiter macht auch kein Geheimnis daraus, dass die zusätzlichen Anrufe einen Mehraufwand bedeuten – für den es im Moment an ehrenamtlichen Mitarbeitern fehle. Denn der „Weiße Ring“ kümmert sich nicht nur um Opfer von Telefonbetrügern, sondern auch um Kriminalitätsopfer.

Braucht bestimmtes Zeitbudget

„Wir brauchen Personal“, sagt Schwarz. Gesucht werden Mitarbeiter, die gerne mit Menschen arbeiten und helfen, ein bestimmtes Zeitbudget zur Verfügung stellen können, neugierig auf Neues sind uns sich zutrauen, fremde Gelder treuhändisch zu verwalten.

Mitarbeiter gesucht: Der „Weiße Ring“ ist auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitgliedern. Wer gerne mit Menschen arbeitet und Lust auf ein ehrenamtliches Engagement hat, kann sich bei Außenstellenleiter Günter Schwarz unter Telefon 0151/55164800 oder per Mail an rosenheim@mail.weisser-ring.de melden.

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