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STADTRAT BESCHLIEßT FEUERWEHRBEDARFSPLAN

Feuerwehr: Rosenheims Brandbekämpfer sollen schneller ausrücken

Rund um die Uhr besetzt: Künftig soll eine der beiden Drehleitern der Rosenheimer Feuerwehr 24 am Tag Stunden ausrücken können.
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Rund um die Uhr besetzt: Künftig soll eine der beiden Drehleitern der Rosenheimer Feuerwehr 24 am Tag Stunden ausrücken können.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Vor allem nachts schafft es die Rosenheimer Feuerwehr nur in knapp der Hälfte der Fälle, nach zehn Minuten am Einsatzort zu sein. Ein Feuerwehrbedarfsplan soll dem abhelfen.

Rosenheim – Um die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen einzuhalten, hat der Stadtrat Rosenheim ein neues Konzept für die Arbeit der Brandbekämpfer beschlossen. Derzeit besteht vor allem nachts das Problem, dass die Helfer nur in 49 Prozent der Fälle den Einsatzort binnen der vorgeschriebenen zehn Minuten erreichen.

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Ankämpfen will die Stadt hierfür unter anderem damit, den geltenden Alarmplan zu optimieren und gegebenenfalls bei Bränden in der Innenstadt die Stadtteilwehren noch früher mitzualarmieren. Mit diesem Konzept will die Stadt ein Jahr arbeiten, um im Anschluss bewerten zu können, ob weitere Schritte notwendig sind, zum Beispiel die Aufstockung des hauptamtlichen Personals. An einer Stelle kommt man an mehr Berufsfeuerwehrleuten jedoch nicht vorbei: Denn künftig soll eine der beiden Drehleitern rund um die Uhr besetzt sein. Hierzu plant die Verwaltung ein Team aus einer ehrenamtlichen und einer hauptamtlichen Kraft.

Ehrenamt integriert Feuerwehr sozial

Mit ihrem Beschlussvorschlag versucht die Verwaltung die ehrenamtlichen Kräfte zum einen nicht über Gebühr zu belasten, zum anderen aber auch nicht durch den übermäßigen Einsatz Hauptamtlicher zu vergrämen.

Gerade diese Sorge war bei den Stadträten zur jüngsten Sitzung anzumerken. CSU-Fraktionschef Herbert Borrmann sah im neuen Feuerwehrbedarfsplan eine Möglichkeit, die Lage der Wehren „kurzfristig zu verbessern“. Er mahnte aber, dass langfristig nur ehrenamtliche Helfer zur sozialen Integration der Feuerwehr betrügen.

Nicht den Weg in die Hauptamtlichkeit einschlagen

Auch Abuzar Erdogan, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten, warnte: „Wir sind darauf angewiesen, dass uns das Ehrenamt nicht wegbricht und wir den Weg in die Hauptamtlichkeit einschlagen.“ Er monierte, dass mit den veranschlagten Personalkosten von 450 000 Euro jährlich mehr Geld ins Hauptamt fließe als ins Ehrenamt mit 50 000 Euro pro Jahr.

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Er plädierte sogar dafür, langfristig die Aufgaben von Rosenheims obersten Brandbekämpfer, Hans Meyrl, zu begrenzen. „Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, eine Ämterhäufung bei einer Person zu kanalisieren“, sagte Erdogan und meinte damit, dass Meyrl derzeit nicht nur für die Rosenheimer Wehren, sondern zugleich für den Katastrophenschutz, für die Leitung der Rettungsleitstelle und das Impfzentrum verantwortlich zeichne. „Ich würde bitten, dass man die Aufgaben voneinander trennt“, meinte der Jurist, dessen Fraktion wie auch die übrigen Mitglieder des Stadtrates die Pläne der Stadt für die Feuerwehr dennoch billigte. Mit einer Ausnahme: Der AfD-Stadtrat Hans Raß verweigerte seine Zustimmung.

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