Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Circus Krone feierte Premiere im fast voll besetzten Zelt

Faszination Zirkus lebt

Elefanten sind die Wappentiere des Circus Krone. Sie begeisterten bei der Premiere mit einer Choreographie aus Schwergewicht und Anmut. Die schönen Damen, bekleidet im "Bollywood-Stil" wurden bei dieser Nummer fast zur Nebensache.  Fotos: schlecker
+
Elefanten sind die Wappentiere des Circus Krone. Sie begeisterten bei der Premiere mit einer Choreographie aus Schwergewicht und Anmut. Die schönen Damen, bekleidet im "Bollywood-Stil" wurden bei dieser Nummer fast zur Nebensache. Fotos: schlecker

Rosenheim - Zeit zum Träumen, Lachen und Staunen - der Circus Krone begeisterte bereits mit seinem ersten Auftritt in Rosenheim rund 8000 Menschen. Gut drei Stunden lang folgte eine Sensation der anderen. Der lange Applaus am Schluss der Premiere zeigte: Die Faszination Zirkus lebt.

Krone setzt auf Perfektion. Das fängt bei der Auswahl der Artisten an: Nur die Besten werden engagiert. Besonders viel Applaus bekamen bei der Premiere am Donnerstagabend die Brüder Fabio und Giuliano. "Ikarische Spiele" wird die Kunst genannt, welche die beiden Italo-Amerikaner in Perfektion beherrschen. Dabei wird eine Person mit den Füßen der anderen hoch in die Luft geschleudert. Fabio und Giuliano beherrschen trotz ihrer Jugend - sie sind 16 und 24 Jahre alt - unzählige Drehungen, Wendungen, Pirouetten und Kaskaden.

Um die beiden muss man sich aber weniger Sorgen machen als um Crazy Wilson. Als er im "Todesrad" knapp einem ungesicherten Absturz entgeht, hört man im Publikum entsetzte Aufschreie.

Für seine Show "Celebration" hat das Münchener Unternehmen alles ins Programm eingebaut, was einen klassischen Zirkus ausmacht. Nicht fehlen dürfen da das Fliegende Trapez und das Jonglieren sowie die Clowns. Yann und Mauro Rossi, alias "Les Rossyann" zaubern mit feinsinnigem Witz und musikalischem Können - sie beherrschen über 20 verschiedene Musikinstrumente - Lächeln auf die Gesichter der Besucher.

Besonders faszinierend ist das Kostüm des "Weißclowns" Yann. Aufwendigst ist es aus Samt und Seide und vielen tausend Pailletten gestaltet. "Für das Schminken benötigt er über eine Stunde", erzählt Krone-Pressesprecherin Dr. Susanne Matzenau. Es könne gut möglich sein, ihm mit seiner Maske in der Rosenheimer Innenstadt zu begegnen: "Das Schminken ist so aufwendig, dass diese Prozedur nur einmal am Tag gemacht wird."

Auch wenn es immer wieder einmal Diskussionen über Tierhaltung in einem Zirkus gibt - für Matzenau steht fest: "Ohne Tiere lebt ein Zirkus nicht." Viele Leute kämen nur, weil sie einmal Elefanten, Löwen und andere Exoten erleben wollen.

Rund 350 Tiere gehören derzeit dem Circus Krone an. Der schwergewichtigste Star unter ihnen ist Nashorn "Tsavo". Das dreieinhalb Tonnen schwere Kraftpaket muss eigentlich gar nicht viel tun, um zu überzeugen. Bei der Abendvorstellung trottete er zuerst einmal ganz gelassen durch die Manege, blieb immer wieder einmal kurz stehen und beäugte neugierig aus nächster Nähe die Zuschauer in den Logenplätzen. Doch der Koloss kann tatsächlich noch mehr. Er stemmt am Schluss sein beeindruckendes Gewicht ganz gelassen auf ein großes Podest und dreht sich einmal um sich selbst. Das war es - schon erntet er begeisterten Applaus.

Die Elefanten, Kamele, Zebras und Pferde müssen da schon etwas mehr für den Applaus des Publikums tun; ein Elefant schaffte sogar den Kopfstand.

Einer der ganz Großen unter den Dompteuren ist Martin Lacey junior. Er beherrscht seine Löwen, darunter auch der weiße "King Tonga", nicht mit Gewalt, sondern mit viel Liebe. Ausgiebig schmust er bei seinem Auftritt mit seinen Lieblingstieren. Ein Löwe bekommt am Schluss sogar einen dicken Schmatzer auf die feuchte Nase.

Seelöwen sind geborene Artisten. Für Heringshäppchen und Streicheleinheiten von ihren Trainern Petra und Roland Duss tun sie fast alles. Chico, Tino, Joe und Charlie wurden besonders von den kleinen Zuschauern sofort ins Herz geschlossen.

Nicht vergessen darf man das Krone-Ballett, das dafür sorgt, dass Show-Übergänge eigentlich überhaupt nicht bemerkt werden. Ein Lob verdienen aber auch die Requisiteure. "Men in black", bezeichnet sie die Pressesprecherin gerne schmunzelnd, weil sie schwarz bekleidet sind: "Man soll sie und ihre Arbeit eigentlich gar nicht wahrnehmen." Dabei haben diese Männer jede Menge zu tun, um sämtliche Gerätschaften für die einzelnen Nummern auf Position zu bringen, Teppiche aus- und einzurollen und alles ständig sauber zu halten. Wer dann doch einmal statt auf das Ballett auf sie achtet, staunt: Jeder Handgriff sitzt. Alles geschieht in Windeseile.

"Eure Gunst unser Streben" - lautet der Slogan von Krone nun schon seit mehr als 100 Jahren. Dieses Streben hat sich bei der Premiere in Rosenheim ausgezahlt. wu

Weitere Fotos im Internet unter rosenheim24.de

Kommentare