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Transit Art Festival in Rosenheim

Fantasy-Szene an der Hauswand: Warum Künstler Toshsux bei seinem Kunstwerk ins Schwitzen geriet

Corbinian Nicolai alias „Toshsux“ vor seinem Kunstwerk an der Wand des AWO-Mehrgenerationenhauses an der Ebersberger Straße.
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Corbinian Nicolai alias „Toshsux“ vor seinem Kunstwerk an der Wand des AWO-Mehrgenerationenhauses an der Ebersberger Straße.
  • VonAndreas Friedrich
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Alle anderen „Mural“-Künstler waren schon fertig, da hatte Corbinian Nicolai alias „Toshsux“ noch gar nicht begonnen mit „seiner“ Wand am AWO-Mehrgenerationenhaus in der Ebersberger Straße 10. Dass er etwas später dran war, lag aber nicht nur an seinem Studium.

Rosenheim – Nach zehn Tagen gestalterischer Arbeit konnte man den jungen Künstler jetzt zufrieden an der Adresse antreffen. Die hydraulische Hebebühne war bereits weg, nur eine Leiter stand noch da.

Studium sorgt für Verzögerung

Nicolai war etwas später dran, denn er musste im Studium in Pforzheim noch Arbeiten abliefern für seine Scheine. Zudem hatte er mit der enormen Hitze zu kämpfen, sodass ab Mittag an mehreren Tagen nicht an Arbeiten zu denken war. Er verlegte daher einige Phasen in die Nacht, da es zudem verkehrstechnisch ruhiger zuging an einer der Hauptachsen der Stadt.

Sein Motiv kann sich sehen lassen: Es stellt eine verschlungene Fantasy-Szene dar, man könnte Drachen assoziieren wie im „Hobbit“, in einer Umgebung von Blütenblättern. Und der Clou: Nicolai benutzte keine Sprays, sondern einen Spezialstift, quasi einen Mega-Edding, nachfüllbar und ohne größeren Abfall.

Auf die Frage nach einer Vorlage oder Projektion an der Wand antwortet er, alles sei aus dem Kopf entstanden, einfach nur aus seiner Vorstellung heraus, ähnlich wie bei Dalí. Als Nächstes nach wohlverdienten Ferien steht ein Praktikum an. Er arbeitet in dieser Zeit für die Puzzleproduktion von Ravensburger und nimmt an Spielwarenmessen teil.

Damit sind jetzt acht neue Wände in Rosenheim entstanden, teils von international bekannten „Stars“ der Szene, teils von Grafikern mit Rosenheim-Bezug. Bei Monika Hauser-Mair liefen die Fäden zusammen, die Galerieleiterin zeigte sich auf Anfrage förmlich enthusiastisch vom gelungenen dritten Durchlauf des „Transit Art Festivals“: „Was für ein Fest! Und was für ein Augenschmaus! Wir sind erschöpft und glücklich zugleich, denn die letzten Wochen waren ein Kraftakt für alle Beteiligten. Aber schon jetzt vermissen wir unsere wunderbaren und liebenswerten Künstlerinnen und Künstler“, sagte Hauser-Mair.

„Kunst für alle eben“

„Mit den nun insgesamt 17 Murals haben wir unser Rosenheim gemeinsam zu einer urbaneren Stadt gemacht. Die Kunstwerke tauchen zwischen Häuserzeilen auf, befinden sich an der Radlstrecke an der Mangfall, empfangen die Kinder beim Schulbesuch und begegnen den Menschen beim Einkaufen. Kunst für alle eben!“, so die Galerieleiterin weiter.

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