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CSU vergibt Wirtschaftspreis

Familienfreundlich während der Pandemie: Das sind die Preisträger des Rosenheimer Familienlöwen

Die Preisträger, Ehrengäste und Laudatoren beim Familienlöwen 2022
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Die Preisträger, Ehrengäste und Laudatoren beim Familienlöwen 2022
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Nach zweijähriger Abstinenz kehrt die Auszeichnung mit dem Familienlöwen in die Region Rosenheim zurück. Der Wirtschaftspreis der CSU-Kreisverbände Rosenheim Stadt und Land stand dabei noch ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Und hatte am Ende einen emotionalen Höhepunkt.

Rosenheim - Der Dorfladen in Pang, die IT-Firma TechDivision aus Kolbermoor und das Wasserburger Fuhrunternehmen Zosseder bauten auch während der Pandemie auf ihre familiären Strukturen und wurden dafür auf dem Gelände der Firma Schattdecor geehrt. Für stehende Ovationen sorgte außerdem die Auszeichnung des 91-jährigen Toni Meggle für sein Lebenswerk.

Sechste Verleihung seit dem Jahr 2011

Angesichts der hohen Temperaturen am Montagabend, den 25.Juli, freute sich der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, dass die rund 150 Gäste den Weg in den aufgeheizten Saal nach Thansau gefunden hatten. „Schließlich hätten man heute auch gut in den Biergarten gehen können“, scherzte Stöttner. Er übernahm die Moderation der Veranstaltung, die seit 2011 zum sechsten Mal stattfand.

Bereits zum dritten Mal war dabei die Firma Schattdecor Gastgeber, bei der laut dem Vorstandsvorsitzenden Roland Auer nach wie vor die Familienhandschrift zu merken ist. Auch wenn der Oberflächenhersteller mittlerweile an 17 Standorten weltweit vertreten ist.

Stefan und Josef Willkommer von Techdivsion

Deutlich machte das auch die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Anja Schatt-Steiner, die bei ihrer Begrüßung auch auf den Standort in Russland einging. „Auch wenn wir uns an jede Sanktion halten, sollten wir niemals die 300 russischen Familien vergessen, denen wir von hier gerade nicht helfen können. Wir dürfen sie nicht im Stich lassen“, rief die Tochter des Firmengründers und kämpfte mit den Tränen.

Besonders emotional reagierte auch die erste Gewinnerin des Abends in der Kategorie „Unternehmen mit bis zu 49 Mitarbeitern“. Maren Schnitzelbaumer, Geschäftsführerin des Dorfladens Pang, ging die Würdigung sichtlich ans Herz. Zumal es für sie und ihre Mitarbeiter nicht einfach war, den Laden während de Pandemie am Leben zu halten. „Das haben wir nur gemeinsam mit viel Herzblut geschafft“, meint sie. Der kleine Lebensmittelladen, der in der Laudatio von Riederinger Kreisrätin Marianne Loferer als „Shoppingmeile von Pang“ bezeichnet wurde, bleibt somit auch 16 Jahre nach der Eröffnung im Ortskern bestehen.

Auszeichnung Maren Schnitzelbaumer

Ganz andere Möglichkeiten, um auch in Zeiten der Pandemie familienfreundliches Arbeiten anzubieten, hatte die IT-Firma TechDivision. Der Sieger aus der Kategorie „50-249 Mitarbeiter“ hat sich seit 2006 von der kleinen „IT-Bude“ zu einem international etablierten Unternehmen entwickelt, wie der zweite Bürgermeister Daniel Artmann in seiner Rede betonte.

Die beiden Gründer Josef und Stefan Willkommer, sind dabei nicht nur Brüder, sondern auch selbst Väter. Daher wissen sie laut Artmann, welche Belastung auf die Familien gerade während der Pandemie zukamen. Die rund 160 Mitarbeiter können sich ihre Zeit mittlerweile flexibel einteilen, egal ob von zuhause aus, an einem individuell buchbaren Platz im Büro oder sogar aus dem Ausland. „Wir werden weiter für die Digitalisierung in der Region kämpfen“, kündigt Stefan Willkommer an.

Toni Meggle

Als traditionelles Familienunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern wurde die Firma Zosseder aus Wasserburg ausgezeichnet. Seit 55 Jahren ist das Fuhrunternehmen für Entsorgungen und Straßenbau zuständig und wird mittlerweile von Simon Zoßeder in zweiter Generation geführt.„Dabei arbeitet fast jeder aus unserer Familie hier mit. Egal ob meine Schwestern, meine Frau, die Nichten oder Neffen“, sagt der Geschäftsführer. Aber auch die flexible Zeiteinteilung und die Übernahme nahezu aller Azubis überzeugten den Vorsitzenden der IHK-Rosenheim, Andreas Bensegger, der nicht nur die Laudatio hielt, sondern die Firma auch selbst vorgeschlagen hatte.

Toni Meggle wird für Lebenswerk geehrt

Für einen besonderen Moment sorgte der Ehrenpreis für das Lebenswerk von Toni Meggle. Die Unternehmerpersönlichkeit aus der Region hat die Milchindustrie in den vergangen fünf Jahrzehnten in Wasserburg aufgebaut und die Firma weltweit bekannt gemacht. Wie die ehemalige Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer in ihrer Rede hervorhob, war der Grandseigneur dabei immer ein passionierter Sportsmann, der die Mitarbeiter nach seiner Übernahme im Jahr 1973 immer mit in die Entscheidungen einbezog.

Simon Zoßeder und Michael Weiß

Unter stehenden Ovationen bedankte sich der 91-Jährige für die besondere Würdigung. „Ich weiß allerdings gar nicht, ob ich das verdient habe“, meinte er bescheiden. „Es war schön, für ein Unternehmen ein Leben lang arbeiten zu können.“

Die abschließenden Worte gebührten dem Rosenheimer Landrat Otto Lederer, der noch einmal betonte, dass es für alle Unternehmen in den vergangen beiden Jahren sicher nicht einfach war. Mit Blick auf die Preisträger ist er jedoch guter Dinge, dass die Region auch für die Zukunft gut aufgestellt ist.

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