Eschentriebsterben in Rosenheim

Beim Ortstermin im Mangfall-Auwald:Steffen Storandt, Vorsitzender der Ortsgruppe des Bund Naturschutz Rosenheim (Dritter von links), Jörg Meyer, Forstbetriebsleiter Schliersee (Zweiter von rechts) und Felix Hermann, Revierleiter Forstrevier Rott (Dritter von rechts). re

Schliersee/Rosenheim – Das Eschentriebsterben ist erneut Grund für eine Fällaktion im Mangfall-Auwald.

Aus Sicherheitsgründen fällte der Forstbetrieb Schliersee in den Stadtteilen Oberwöhr und Am Gries jetzt zahlreiche erkrankte Bäume.

Durch Pilz hervorgerufen

Das Eschentriebsterben ist eine durch einen Pilz hervorgerufene Baumkrankheit, die bei Eschen schwere Schäden hervorruft und zu einem langsamen Absterben der Bäume führen kann. Zum Schutz der Sicherheit für Anwohner und Benutzer, der angrenzenden öffentlichen Wege und Straßen, führte der Forstbetrieb Schliersee die Fällungsmaßnahmen in Rosenheim durch. Entlang der Wege und Straßen entfernte der Forstbetrieb alle erkrankten Eschen in einem Streifen. Im Waldinneren fällten die Förster nur die besonders stark betroffenen Bäume.

Um die Eschen sicher fällen zu können, war es auch erforderlich, einige Bäume anderer Baumarten zu fällen. Auf den im Wald entstandenen Lücken soll sich nun eine neue Auwald-Generation bilden, bestehend aus Bergahorn, Linde, Eiche und Traubenkirsche.

Auf Initiative der Ortsgruppe Rosenheim des Bund Naturschutz (BN) fand jetzt ein gemeinsamer Ortstermin mit dem Forstbetrieb Schliersee statt. Vorsitzender der BN-Ortsgruppe, Steffen Storandt, kritisierte, dass die Waldbestände durch die zahlreichen Fällungen stark aufgelichtet wurden. Dies hat, laut Storandt, bei vielen Rosenheimern Fragen über die Notwendigkeit und den Umfang der Baumfällungen aufgeworfen. Forstbetriebsleiter Jörg Meyer und der zuständige Revierleiter Felix Hermann wollen nun prüfen, ob bei ähnlichen Aktionen mehr Bäume erhalten bleiben können. Außerdem wurde vereinbart, dass der Forstbetrieb Schautafeln aufstellen wird, auf denen sich Interessierte über das Eschentriebsterben, die Hintergründe der Fällungsmaßnahmen und die zukünftige Waldentwicklung informieren können.

Aus dem Ortstermin ergab sich auch eine gemeinsame Naturschutzaktion: An geeigneter Stelle soll ein bunter Waldrand aus verschiedenen heimischen Straucharten und seltenen Laubbaumarten angelegt werden – ein aktiver Beitrag für mehr Artenvielfalt in der Stadt Rosenheim.

Bedauerlicherweise gibt es in Rosenheim sowie bei Bad Aibling noch weitere Eschenbestände entlang der Mangfall, in denen der Forstbetrieb in naher Zukunft Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen muss.

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