„Es gibt noch viel zu tun“

Rosenheim –.

Die erste Ortsversammlung unter Leitung des neuen Vorstandes der Rosenheimer Grünen fand vergangene Woche statt. Coronabedingt wurde die Veranstaltung in einem neuen Format angeboten. Da die Zahl der erlaubten Anwesenden auf 25 Personen begrenzt war, wurde eine hybride Form gewählt. Dabei konnten sich Mitglieder und Interessierte durch einen vorab verschickten Link einwählen und so auch aktiv von zu Hause an der Veranstaltung teilnehmen.

Souverän führten die beiden Sprecher Antonia Heil und Robert Lappy durch den Abend. Als Gast konnte die neue Fahrradbeauftragte der Stadt Rosenheim, Eva Maria Mayr, begrüßt werden.

Auf dem Programm standen die Vorstellung der Bundestagskandidatin der Grünen, Victoria Broßart, und eine Berichterstattung des Vorsitzenden und Gründers des Radentscheids Rosenheim, Armin Stiegler, zur aktuellen Situation.

Broßart ist Ingenieurin und stellte ihre Kernthemen vor. Die 28-Jährige ist selbst überzeugte Radfahrerin und deshalb gehört das Thema Radwege, Parkmöglichkeiten und der ÖPNV zu ihren Anliegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Durch ihre berufliche Ausbildung habe sie sehr gute Kenntnisse über Stromspeichermedien und Wasserstofftechnik, die eine denkbare Variante für eine künftige Mobilität darstellen. Größte Priorität habe bei ihr, das Klimaziel von nicht mehr als eineinhalb Grad Erderwärmung einzuhalten.

Armin Stiegler gab in seinem Vortrag einen kurzen Abriss über die Historie des Rosenheimer Radentscheids. Er berichtete außerdem über den inzwischen entstandenen Beirat, der durch die Annahme des Radentscheids durch die Stadt Rosenheim eine der geforderten Bedingungen war. Der Beirat trifft sich monatlich und erarbeitet Themen und Vorschläge für den Verkehrsausschuss. Ein Vorschlag ist zum Beispiel ein Verkehrsversuch mit Pop-up-Radwegen.

Eine Frage aus dem Publikum an Stadtrat und den Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Franz Opperer, war: „Wie realistisch beziehungsweise utopisch ist die Umsetzung der Forderungen des Radentscheids?“ Opperer verwies dabei darauf, dass das Ziel der Steigerung des Fahrradanteils auf 26 Prozent ein einstimmiges Ziel des Ausschusses sei. Schwierig in der Umsetzung wird es aber wohl durch die aktuelle Stadtratsmehrheit. „Es gibt noch viel zu tun“, meinte er.

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