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Nicht nur für Studierende

Mit Erasmus ins Ausland: Top-Bewertung für Rosenheimer VHS-Programm

„Eine halbe Doktorarbeit“ seien die Anträge für das Erasmus-Programm, sagt VHS-Leiterin Stein-Steffan.
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„Eine halbe Doktorarbeit“ seien die Anträge für das Erasmus-Programm, sagt VHS-Leiterin Stein-Steffan. 
  • Thomas Stöppler
    VonThomas Stöppler
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Das Erasmus-Programm ist nicht nur für Studierende interessant. Auch in der Erwachsenenbildung spielt es eine Rolle. Das zeigt die Rosenheimer Volkshochschule, deren Erasmus-Projekt jetzt mit einer Top-Bewertung gekürt wurde. Deshalb schmiedet Leiterin Bianca Stein-Steffan auch bereits neue Pläne.

Rosenheim – „Das Ergebnis motiviert uns natürlich gleich für den nächsten Antrag“, sagt Britta Stein-Steffan, Leiterin der Volkshochschule Rosenheim. 94 von 100 Punkten gab es für den Abschlussbericht der Rosenheimer VHS zu ihrem Erasmus Projekt. Das Erasmus Programm gibt es nicht nur für Studierende, die ein Semester im Ausland verbringen wollen, sondern auch im Bereich der Erwachsenenbildung.

Freilich nicht ein ganzes Semester – dafür haben die Dozenten und Mitarbeiter der VHS keine Zeit – aber eine Woche etwa auf Malta gibt es schon.

Die Teilnehmer können sich für verschiedene Kurse bewerben. Sprechfertigkeiten sind das eine. Italienisch auf dem Papier können und es sprechen sind eben doch zwei unterschiedliche Dinge. Aber auch Kurse zum computergestützten Unterricht werden angeboten. Und es mache durchaus Sinn, dafür ins Ausland zu fahren, erklärt Stein-Steffan. „International ist man da oft weiter“, erklärt Stein-Steffan. „Wobei“, merkt sie an, „sich die Kollegen da auch manchmal etwas bei uns abschauen.“ Bei einem Kurs auf Malta etwa hätten polnische Kollegen demonstriert, wie viel man auf einem interaktiven Whiteboard machen könne.

„Wir sind ja eigentlich ein Präsenzbetrieb“

Gerade im digitalen Bereich habe Deutschland im Allgemeinen und auch die Volkshochschulen einen großen Nachholbedarf: „Wir sind ja eigentlich ein Präsenzbetrieb“, sagt Stein-Steffan. Und durch Corona musste man dann ganz plötzlich umstellen. Dass das funktioniert habe, liege an den engagierten Dozenten, die bereit gewesen seien, da noch einmal etwas zu lernen.

Und es immer noch sind. Insgesamt 13 haben an dem Erasmus-Programm teilgenommen. Von der EU gab es dafür 23.000 Euro. Um diese zu bekommen, sagt Stein-Steffan, „muss man eine halbe Doktorarbeit abgeben.“ In diesem muss man erklären, wo der Mehrwert für die Dozenten oder Mitarbeiter, für die VHS und für die EU als solche liegt. Ein immenser Verwaltungsaufwand, auch weil der Antrag auch noch in Englische übersetzt werden muss.

Die EU hat klare Vorstellungen. Es soll ein Beitrag zur Integration geliefert werden. Etwas, was auch Stein-Steffan wichtig ist. Wobei eigentlich das Wort Verständigung treffender wäre, schließlich gilt es nicht die Teilnehmer in die Stadtgesellschaft von Malaga einzuführen. Dafür gibt es neben dem Unterricht auch ein kulturelles Programm. Das dient dem Verständnis, der Horizonterweiterung und einfach dazu, „über den eigenen Tellerrand zu schauen.“

Aufgebrochener Kofferraum

Die Dozenten können sich zum Teil aussuchen, wo es hingeht. Voraussetzung ist allerdings, dass die Bildungseinrichtung EU-zertifiziert ist. Während des Aufenthalts steht die VHS Rosenheim als Ansprechpartner bereit. Nötig war dies bisher nur einmal: „Einer Dozentin wurde der Kofferraum auf Sardinien aufgebrochen“, erzählt Stein-Steffan. Und dabei wurden auch alle Unterlagen entwendet. Ansonsten sind die Teilnehmer allerdings erwachsen.

Mit dem Abschluss des Projekts, das zwischenzeitlich wegen Corona-Ausfällen um ein Jahr verlängert wurde, kam dann die nächste Doktorarbeit auf Stein-Steffan und ihre Mitarbeiter zu: der Abschlussbericht. Stein-Steffan zeigt ihn, ein schlankes Dokument sieht anders aus. Aber die 94 Punkte motivieren, sagt Stein-Steffan noch einmal. Beim nächsten Antrag möchte sie einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit legen. Da gäbe es innerhalb der EU ja doch einige unterschiedliche Vorstellungen.

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