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Premiere am 1. Juli 2022

Ein versöhnliches Ende im wahrsten Sinne des Wortes: Ausblick aufs Rosenheimer Stadtspiel 2022

Zum Stück soll‘s einen Roman geben. Dafür haben Verleger Klaus G. Förg (links) vom Rosenheimer Verlagshaus und Regisseur Horst Rankl jetzt den Vertrag unterzeichnet.
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Zum Stück soll‘s einen Roman geben. Dafür haben Verleger Klaus G. Förg (links) vom Rosenheimer Verlagshaus und Regisseur Horst Rankl jetzt den Vertrag unterzeichnet.
  • VonKarin Wunsam
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Die Vorbereitungen für das Rosenheimer Stadtspiel laufen auf Hochtouren. Zwei Jahre mussten die Beteiligten aufgrund der Coronapandemie auf die Premiere warten. Jetzt wurde ein wenig über den Inhalt des neuen Stücks verraten.

Rosenheim – Eigentlich war die Premiere des neuen Rosenheimer Stadtspiels „Versöhnliches Ende – Ein Streit der Zünfte“ schon für 2020 geplant. Doch dann kam die Corona-Pandemie und bereitete diesem Plan ein jähes Ende. Zwei Jahre später soll es aber nun endlich so weit sein. Die Premiere ist für den 1. Juli geplant. Zum Auftakt der Vorbereitungen kam Regisseur Horst Rankl ins Rosenheimer Verlagshaus und unterzeichnete zusammen mit Verleger Klaus G. Förg den Verlagsvertrag des gleichnamigen, spannenden Romans, der den Streit der Seiler gegen die Pechler in den Mittelpunkt rückt.

Erstes Rosenheimer Stadtspiel bereits 1995

1995 fand mit dem Stück „Der Salzkrieg“ das erste Rosenheimer Stadtspiel statt, geplant als Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Salz, Macht, Geschichte“ im Lokschuppen. Der Erfolg war enorm: Fünf Wochen lang spielten 200 Laiendarsteller am historischen Originalschauplatz auf dem Max-Josefs-.Platz die Ereignisse aus dem 18. Jahrhundert vor insgesamt 10 000 Zuschauern nach. Seitdem findet das Freiluftspektakel alle zwei Jahre statt. Das erste Drehbuch schrieb der renommierte Autor Dr. Carl Oskar Renner Beim zweiten Stück „Die Schwedenplag“ wirkte dann schon Horst Rankl mit. „Renner ging es da gesundheitlich schon nicht mehr so gut. Wir wollten aber das Stadtspiel auf keinen Fall mehr absagen“, erinnert sich der Leiter des Theater Rosenheim.

Ein Jahr später starb Renner und damit lag es für die folgenden Produktionen ausschließlich an Rankl, neue, spannende Kapitel der Rosenheimer Historie zu finden und publikumswirksam aufzuarbeiten.

Zehn Mal ist das in der Vergangenheit schon geglückt. Bei der elften Produktion nimmt sich Horst Rankl zwei wichtigen Berufsgruppen des 18. Jahrhunderts an. Die Seile, Trosse und Taue der Seile fanden damals in vielerlei Hinsicht Verwendung, nicht zuletzt auch bei der Innschifffahrt. Die Pechler verkochten Baumharz zu Pechöl. Dieses wurde zum Abdichten von Fässern und Schiffen verwendet. „Diese Berufsgruppen waren angesehen und wohlhabend, weil ihre Arbeit für die Stadtgesellschaft unentbehrlich war“, hat Horst Rankl recherchiert.

In den historischen Aufzeichnungen der Stadt tauchen sie aber aus einem anderen Grund immer wieder auf. Eine Meinungsverschiedenheit artet zu einem Jahrhundertereignis aus. Was war der Auslöser? „Tja, eine Nichtigkeit“, schmunzelt der Regisseur. Die Seiler bezichtigten die Pechler, nicht nur Abdichtmaterial sondern auch Wagenschmiere zu produzieren und zu verkaufen, was eigentlich laut Gesetz ausschließlich ihnen zustand. Mehr als um die Sache ging es beiden Parteien aber um Ansehen und Geld.

Ein Happy End

Geschichtliche Fakten alleine reichen aber selten aus, um das Publikum zu begeistern. Auch das neue Stadtspiel wird deshalb nach historischen Aufzeichnungen „frei erzählt“. Bei keinem Stadtspiel fehlen darf ein Liebespaar. Außerdem wird es auch wieder ein Happy End gegen. Wie genau das aussieht, wird aber aktuell natürlich noch nicht verraten.

Der Roman zum Stück soll schon bald auf den Markt kommen und dann wird auch der Kartenvorverkauf gestartet.

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