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PAPRIKA, BOHNEN UND MAIS AB SOFORT AM ROSENHEIMER SALZSTADEL

Ein öffentlicher Gemüsegarten mitten in der Stadt Rosenheim

Frische Erde für die Beete: (von links) Stefan Vogt, Richard Read und Florian Himmelstoß von der Stadtgärtnerei füllten die Hochbeete.
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Frische Erde für die Beete: (von links) Stefan Vogt, Richard Read und Florian Himmelstoß von der Stadtgärtnerei füllten die Hochbeete.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Im Rahmen des Projektes „Stadtleben“ haben Mitarbeiter der Stadtgärtnerei 24 Hochbeete am Salzstadel aufgebaut. Ab sofort werden hier verschiedene Kräuter und Gemüsesorten angebaut, die von Bürgern geerntet werden können. Damit entsteht auf einem städtischen Platz zum ersten Mal ein öffentlicher Gemüsegarten.

Von Anna Heise und Katharina Koppetsch

Rosenheim – Im Rahmen des Projektes „Stadtleben“ haben Mitarbeiter der Stadtgärtnerei in den vergangenen Tagen 24 Hochbeete am Salzstadel aufgebaut. Ab sofort werden hier verschiedene Kräuter und Gemüsesorten angebaut, die von Bürgern geerntet werden können. Damit entsteht auf einem städtischen Platz zum ersten Mal ein öffentlicher Gemüsegarten.

Gesicht des Platzes verändert sich

Karin Mühlberger ist begeistert. Seit 15 Jahren hat sie ihr Geschäft „Yesterday“ am Salzstadel und wünscht sich mindestens genauso lange, dass der leere Platz mehr eingebunden wird. Sie habe Vorschläge gemacht, immer wieder das Gespräch gesucht. Passiert sei nichts. Bis jetzt:

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Denn im Rahmen des Projektes „hochdrei – Stadtbibliotheken verändern“ der Kulturstiftung des Bundes will die Stadt, vertreten durch die Bibliothek, in Kooperation mit der Technischen Hochschule und vielen weiteren Partnern zwei Jahre lang den Salzstadel mit Veranstaltungen, Aktionen und Projekten füllen.

Tiny-House, Büchertausch und ein Café

Auch wenn durch die Corona-Krise etliche Planungen umgeworfen werden mussten, hat sich das Gesicht des Platzes in den vergangenen Monaten immer weiter verändert.

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Dort, wo lange Zeit überhaupt nichts gestanden ist, gibt es seit August 2020 ein Tiny-House, einen Büchertausch sowie das Café Kokolores. Und ab sofort eben auch einen Gemüsegarten und eine Bodengrafik.

18 Studierenden haben Gemüsegarten geplant

Geplant wurden der Gemüsegarten und die Grafik von 18 Studierenden des Studiengangs Innenarchitektur, Architektur und Design. Sie entwickelten das Gesamtkonzept im Zuge ihrer Masterarbeit, sagt Denise Dih von der Technischen Hochschule. „Die Studierenden haben zunächst einiges geplant, aber wie im realen Leben wurden sie durch das vorgesehene Budget auf den Boden der Tatsachen geholt“, sagt Dih.

Preise für Materialien gestiegen

Die Corona-Pandemie erschwerte die Planungen für das Projekt. Die Preise für Baumaterialien seien enorm gestiegen, beschreibt die Professorin die Schwierigkeiten der Studierenden.

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Deswegen ist Dih froh über die Unterstützung vonseiten der Stadtgärtnerei, die die Hochbeete gebaut hat. Der Bau der Beete hat insgesamt drei Wochen gedauert, heißt es vonseiten der Stadt. Dabei hat die Stadtgärtnerei Lärche-, Dreischichtplatten und Karosseriebauplatten verwendet.

Lob für „wunderbare Zusammenarbeit“

Die Stadtgärtnerei ist ebenfalls für die Begrünung der Hochbeete zuständig. Sie sollen in Zukunft verschiedene Gemüse- und Kräutersorten enthalten. Die Gärtner setzten unter anderem auf Paprika, Tomaten, Zuckermais und Pak Choi.

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An Kräutern wurde zum Beispiel Oregano, Dill und Bohnenkraut gepflanzt. „Die Begrünung und Bepflanzung des Salzstadels ist das Ergebnis einer wunderbaren Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule und der Stadtgärtnerei“, schwärmt die Bibliotheksleiterin Susanne Delp.

Studierenden fehlt Treffpunkt in der Stadt

Professorin Denise Dih ergänzt: „Ich glaube, das wird eine tolle Oase und ein toller Aufenthaltsort in der Stadt.“ Vor allem für Studierende. Ihnen fehle nämlich ein Treffpunkt in der Stadt. Der Salzstadel soll nun zum Begegnungsort werden, und zwar fakultätsübergreifend, so Dih.

Bodenrelief kommt am Sonntag

Am Samstag wird der Salzstadel mit einer Pflanzaktion eingeweiht. Gemeinsam mit Kathrin Dross von der Ackerpause – einem Team von Landwirtschafts- und Ernährungsexperten – können die Anwohner die Hochbeete bepflanzen. Denn obwohl der Salzstadel für alle zum Verweilen einladen soll, erhofft sich die Stadtbibliothek, dass sich unter den Anwohner in Zukunft eine Gemeinschaft entwickelt, die sich um die Hochbeete kümmert.

Für alle ohne Garten und Balkon

„Der Gemüsegarten ist vor allem für diejenigen gedacht, die keinen eigenen Garten oder Balkon haben“, sagt Teresa Jancso von der Stadtbibliothek. Die Bewässerung der Beete übernehmen die Mitarbeiter des Baubetriebshofs. Am Sonntag werden die Studierenden dann die Bodengrafik auftragen. Über so viel Neues freut sich auch Karin Mühlberger: „Es ist gleich eine ganz andere Atmosphäre.“

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