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Ein Abend für die Rosenheimer: So verlief die erste Bürgerversammlung von OB März

Im Kultur- und Kongresszentrum: Rund 50 Bürger haben an der Bürgerversammlung Süd teilgenommen. Oberbürgermeister Andreas März informierte über die neusten Projekte und beantworte die Fragen der Rosenheimer.
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Im Kultur- und Kongresszentrum: Rund 50 Bürger haben an der Bürgerversammlung Süd teilgenommen. Oberbürgermeister Andreas März informierte über die neusten Projekte und beantworte die Fragen der Rosenheimer.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Das geplante Baugebiet in Oberwöhr, die Sanierung des Brückenberges und der Rosenheimer Stadtverkehr: Rund 50 Bürger haben sich bei der Versammlung Süd über die neusten Entwicklungen in ihrem Stadtgebiet informiert und die Chance genutzt, mit Oberbürgermeister Andreas März ins Gespräch zu kommen.

Rosenheim – Die erste Bürgerversammlung von Andreas März fiel kleiner aus als gedacht. 200 Teilnehmer waren erlaubt, gerade einmal 50 fanden den Weg in das Kultur- und Kongresszentrum (Kuko). Ein Großteil davon aus Oberwöhr. Gekonnt führte März durch das fast dreistündige Programm. Er informierte die Anwesenden über die neusten Projekte, gab einen Einblick in die Arbeit seiner Verwaltung und beantwortete zahlreiche Fragen.

Beherrschendes Thema gleich zu Beginn: ÖPNV

Das beherrschende Thema gleich zu Beginn: der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). „Die Beschwerden sind bis zu mir vorgedrungen“, sagte März. Er spricht von überfüllten Bussen und Schüler, die zu spät kommen. „Jeder Schüler, der zu spät kommt, ist einer zu viel.“

Täglicher Austausch mit Ingmar Töppel

Fast täglich stehe die Verwaltung deshalb im Austausch mit Ingmar Töppel, dem Geschäftsführer des Rosenheimer Stadtverkehrs. Es hätten bereits einige Nachbesserungen stattgefunden, weitere sollen folgen. „Nicht nur die Schüler leiden unter dem Busverkehr“, sagte Wilfried Heuschneider aus Oberwöhr. Er arbeitet in den Wendelstein Werkstätten, habe täglich mit Menschen zu tun, die auf den Bus angewiesen sind. Sein Wunsch: Über Veränderungen in der Linienführung sollte frühzeitig informiert werden – nicht nur durch die Onlinemedien.

Mehr Transparenz beim Baugebiet Oberwöhr

Auf mehr Transparenz soll auch beim geplanten Baugebiet in Oberwöhr gesetzt werden. Das jedenfalls wünschen sich die betroffenen Bürger. Wie berichtet, soll dort ein neues Wohngebiet mit 165 Wohneinheiten entstehen. „Man hat uns nicht das Gefühl gegeben, dass es ein offener Prozess ist“, äußerte sich Heuschneider auch zu diesem Punkt. Den Vorwurf, „im geheimen Kämmerchen an den Plänen gearbeitet zu haben“, wies Oberbürgermeister März entschieden von sich.

Infoveranstaltungen und eine moderierte Bürgerbeteiligung

Er erinnerte an die Informationsveranstaltung vom Juli. „Es passiert nichts, was sie nicht mitbekommen“, sagte März. Aber er versprach trotzdem, in Zukunft noch mehr auf Kommunikation zu setzen. So werde im Moment auch überlegt, ob eine moderierte Bürgerbeteiligung Sinn mache. Ein ähnliches Konzept habe erst kürzlich in Stephanskirchen stattgefunden und sei dort auf große Begeisterung gestoßen.

Hochwasserschutz am Auerbach und an der Kalten überprüfen

Neben der Beteiligung an der Planung forderten die Oberwöhrer zudem, dass der Hochwasserschutz am Auerbach und an der Kalten überarbeitet werde. Die anwesenden Dezernenten machten sich Notizen, versprachen, sich der Sache anzunehmen. Auf Oberwöhr folgte ein Bericht über den Stand zur Mangfallstraße. Der nördliche Teil der Straße soll im kommenden Jahr saniert werden. 2022 ist dann, laut dem Oberbürgermeister, der südliche Teil dran. „Die Straße bleibt so, wie sie ist. Wird aber noch viel besser“, versprach März.

Sanierung des Brückenberges

Ähnlich verhält es sich mit dem Brückenberg. Auch hier stehe im kommenden Jahr eine Generalsanierung an. Die Kosten liegen bei rund 2,5 Millionen Euro. Es werde darauf geachtet, dass immer eine Fahrbahn während der Bauarbeiten für den Verkehr frei bliebe.

Fertigstellung des Tierheims in 2021

Bauarbeiten gibt es im Moment auch im Rosenheimer Tierheim. Eine Fertigstellung des „Leuchtturmprojektes“ ist für Sommer 2021 geplant. März informierte zudem über den Baufortschritt des Rosenheimer Eisstadions, sagte, dass die Arbeiten voraussichtlich in drei Jahren abgeschlossen sind und Rosenheim dann ein Stadion habe, das auch erstligatauglich ist.

„In Rosenheim lässt es sich gut aushalten“

Nach knapp drei Stunden endete die erste Bürgerversammlung von Andreas März. „Sehen Sie es uns nach, wenn wir es nicht jedem, 100 Prozent recht machen können“, gab er den Bürgern mit auf den Weg. Trotzdem zeigt er sich davon überzeugt, dass es sich in Rosenheim gut aushalten lasse.

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