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Auf dem ehemaligen Hubauer-Gelände: Die Stadt Rosenheim baut preiswerte Wohnungen

Hier wird neu gebaut:Das flache Gebäude vorne wird abgerissen und auf einem Teil der frei werdenden Fläche rechts der Marienberger Straße baut die Stadt insgesamt fünf neue Häuser. In zwei der neuen Gebäude entstehen Appartements für die Beschäftigten des Rosenheimer RoMed-Klinikums. Ziegler
  • Ilsabe Weinfurtner
    VonIlsabe Weinfurtner
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Preiswerten Wohnraum will die Stadt schaffen an der Marienberger Straße in Rosenheim. Auf einem Teil des ehemaligen Hubauer-Geländes ist der Bau von 40 Wohnungen und 68 Appartements geplant. Der Baubeginn lässt allerdings noch ein wenig auf sich warten.

Rosenheim – Rosenheim wächst, und wie in vielen anderen Städten auch, fehlt der Wohnraum. Fehlen insbesondere preiswerte Wohnungen. Wobei es längst Realität ist, dass auch ein mittleres Einkommen nicht mehr unbedingt ausreicht, um die Miete zu bezahlen. Betroffen davon sind ganze Berufsgruppen: Polizisten und Busfahrer beispielsweise. Aber auch Angestellte im Krankenhausbetrieb. Dass etwa das Personal des Rosenheimer RoMed-Klinikums viel Mühe hat, in der Stadt eine Bleibe auf Dauer zu finden, ist bekannt.

68 Appartements für Klinik-Mitarbeiter

An genau diese Zielgruppe wendet sich die Stadt nun mit dem Bau der 68 Appartements, die sie nach Fertigstellung an Beschäftigte des Krankenhauses vermieten wird. Die Appartements sollen im Osten des rund 5000 Quadratmeter großen Grundstücks entstehen, verteilt auf zwei je viergeschossige Gebäude. Im westlichen Teil des Areals werden zudem 40 Wohnungen gebaut, untergebracht in drei Häusern mit jeweils drei bis fünf Geschossen. Die Innenhöfe der einzelnen Ensembles sollen autofrei bleiben. Hier sind unter anderem Kinderspielplätze geplant.

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Errichten wird die Neubauten die städtische Gesellschaft für Städtebau und Stadtentwicklung mbH (GRWS). Die Baukosten liegen nach ersten Schätzungen bei 20,9 Millionen Euro. Nicht eingerechnet ist der Kauf des Grundstücks, das der Stadt auch noch nicht gehört. Der Besitzerwechsel sowie der früheste Termin für die Fälligkeit des Kaufpreises sind für den 30. April 2020 vorgesehen, meldet die Stadt. Die Höhe des Grundstückspreises wird nicht genannt. Doch sowohl für den Erwerb der Fläche wie auch den Wohnungsbau selbst hofft die Stadt, staatliche Fördermittel aus dem kommunalen Wohnraumförderungsprogramm zu bekommen.

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Sowohl die Kosten für den Grunderwerb wie auch die Baukosten könnten dann mit bis zu 30 Prozent gefördert werden. Die architektonische Gestaltung des städtischen Bauprojekts übernimmt ein Wuppertaler Büro, das Architektur-Contor Müller Schlüter (ACMS). Ein Name, der in Rosenheim nicht unbekannt ist – und dessen Engagement an dieser Stelle durchaus Sinn macht. Denn ACMS ist auch zuständig für das studentische Wohnen und das Boardinghaus, das beides auf dem südlichen Teil des ehemaligen Hubauer-Geländes entstehen soll, direkt im Anschluss an den Parkplatz der Firma Gabor.

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Wie berichtet, steht hinter diesem Projekt ein privater Investor. Es ist Professor Peter Astner, gemeinsam mit den Mitgliedern seiner eigens gegründeten Projektgesellschaft „Campus RO“: der Architektin Lore Köster und dem Geschäftsführer Nikolaus Merz. Professor Astner, der auch Lehrbeauftragter für Bau- und Architekturrecht an der Technischen Hochschule (TH) in Rosenheim ist, hatte sich gemeinsam mit seinem Team im Frühjahr dieses Jahres für den Entwurf von ACMS entschieden. Die Architekten planen verschiedene Wohn- und Lebensebenen, die sich zu einer Art „gestapeltes Dorf“ verbinden. Innerhalb dieser Wohnwelt ist zudem ein Café geplant, eine Post, dazu ein Waschsalon und Einkaufsmöglichkeiten.

Eine Stichstraße und zwei Tiefgaragen

Die Erschließung sowohl dieser Fläche als auch des städtischen Areals läuft über eine Stichstraße, die von der Marienberger Straße abzweigt und an einem Wendeplatz enden soll. Während für das studentische Wohnen und das Boardinghaus bewusst keine Tiefgarage geplant ist, sind für das städtische Projekt zwei Tiefgaragen vorgesehen. Oberirdische Parkplätze sollen entlang der Stichstraße, der Bahnlinie und entlang der Grenze zu Gabor entstehen.

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Das Vorhaben der Stadt, am Stadtrand preiswerten Wohnraum zu schaffen, fand bei den Rosenheimer Stadträten im Werkausschuss durchaus Anklang. Nur sehr viel schneller müsse es gehen, befand Robert Metzger, SPD-Fraktionsvorsitzender und Oberbürgermeisterkandidat. Bei Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer (CSU) fand er mit der Bitte nach Eile ein offenes Ohr. Ein Termin für einen früheren Baubeginn wurde allerdings nicht festgemacht.

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