Beschaffung läuft

Digitalisierung schreitet voran: Rosenheimer Schulen erhalten 793 iPads

IPads für die Rosenheimer Schulen: In den vergangenen Monaten haben die Mitarbeiter der Stadt alle Gymnasien und Realschulen mit Leihgeräte ausgestattet.
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IPads für die Rosenheimer Schulen: In den vergangenen Monaten haben die Mitarbeiter der Stadt alle Gymnasien und Realschulen mit Leihgeräte ausgestattet.
  • Anna Heise
    vonAnna Heise
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Wie wichtig es ist, dass Schulen digital arbeiten, hat die Corona-Krise gezeigt. Aus diesem Grund hat der Freistaat im Digitalpakt Schule ein Sonderbudget für Leihgeräte wie Tablets oder Laptops zur Verfügung gestellt, die den Schülern das digitale Lernen erleichtern sollen. In Rosenheim läuft die Beschaffung auf Hochtouren.

Rosenheim – Udo Segerer ist heilfroh. Das sagt er selbst. Der Lehrer vom Ignaz-Günther-Gymnasium lobt das Angebot, nennt es eine Entlastung und große Hilfe. „Wir wüssten sonst gar nicht, wie die Schüler ohne Geräte am Unterricht teilnehmen sollten“, sagt er. Im Rahmen des „Sonderbudget Leihgeräte“ hat das Ignaz-Günther-Gymnasium rund 25 iPads von der Stadt erhalten. Diese werden laut Segerer in allen Jahrgangsstufen benutzt. „Viele Schüler leihen sich die Geräte länger aus und nehmen sie mit nach Hause.“ Eben auch weil viele Schüler zuhause entweder kein Gerät hätten oder es sich mit ihren Eltern teilen müssten.

Stadtrat einstimmig beschlossen

Bereits im Juni hatten die Mitglieder des Stadtrates die Beschaffung der förderfähigen Geräte aus dem „Sonderbudget Leihgeräte“ beschlossen.

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Seither wurden 793 iPads bestellt und vom Lieferanten schrittweise nach Verfügbarkeit ausgeliefert. „Circa 50 Stück können wöchentlich von der Elektronischen Datenverarbeitung (EDV) für die schulische Nutzung vorbereitet werden“, heißt es von der Verwaltung. So konnten bis jetzt neben dem Ignaz-Günther-Gymnasium, auch die Johann-Rieder-Realschule sowie 50 Prozent der Mädchenrealschule versorgt werden.

Lieferschwierigkeiten bei den Grundschulen

Für die restlichen Gymnasien und Realschulen sind die Geräte bereits konfiguriert und werden ausgeliefert, sobald auch das benötigte Zubehör eingetroffen ist, sagt Oberbürgermeister Andreas März (CSU). Bis Weihnachten sollten auch die Grundschulen ihre iPads bekommen haben. Dort hatte es zu Beginn einige Lieferschwierigkeiten gegeben.

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So ausgestattet, wie Bedarf gemeldet

„Wir haben die Schulen so ausgestattet, wie der Bedarf gemeldet wurde“, sagt Frank Leistner, Leiter des Amtes für Schulen, Kinderbetreuung und Sport. „Ich möchte mich auf diesem Weg herzlich bedanken“, sagte Stadträtin und Dritte Bürgermeisterin Gabriele Leicht (SPD). Es sei ein „Wahnsinnsaufwand“ gewesen, der „in kurzer Zeit“ realisiert wurde.

Zusätzliche 30 Millionen Euro

Die Landesregierung hat zusätzlich zu den Bundesmitteln für das „Sonderbudget Leihgeräte“ 30 Millionen Euro Unterstützung zugesagt und bereits beschlossen.

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Der Antrag über weitere 459 517 Euro wurde vom Amt für Schulen, Kinderbetreuung und Sport bereits gestellt. Damit könnten bei Bedarf weitere Geräte beschafft werden, heißt es aus dem Rathaus. Ein wichtiger Schritt, um die Digitalisierung an den Rosenheimer Schulen weiter voranzutreiben.

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